Bocholt Sport

TSV-Gymnastinnen überzeugen beim Landesturnfest – Vashchuk startet beim Deutschland-Cup

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Erfolgreiche Wettkampftage liegen hinter den Gymnastinnen der Rhythmischen Sportgymnastik des TSV Bocholt. Beim NRW-Landesturnfest am 4. Juni in Hamm präsentierten sich acht Gymnastinnen des Vereins vor starker Konkurrenz aus ganz Nordrhein-Westfalen. Insgesamt nahmen rund 70 Sportlerinnen teil. Jede Gymnastin durfte zwei Übungen ihrer Wahl präsentieren.
In der Altersklasse 11 bis 12 Jahre gingen Lenna Rottstegge, Inga Panofen und Romy Kopmann für den TSV Bocholt an den Start. Romy Kopmann überzeugte in ihrer Ballübung mit anspruchsvollen Schwierigkeitselementen. Kleine Geräteverluste und einige Unsauberkeiten verhinderten jedoch eine bessere Wertung. In ihrer Übung ohne Handgerät punktete sie mit gutem Ausdruck und gelungenen Schwierigkeiten. Am Ende belegte sie Platz acht.

Inga Panofen zeigte sich in hervorragender Form. Ihre Ballübung war im Vergleich zu früheren Wettkämpfen deutlich verbessert. Besonders ihre sicher geturnten Risikoelemente und die starke Ausstrahlung beeindruckten die Kampfrichterinnen. Auch in ihrer Übung ohne Handgerät überzeugte sie mit mitreißendem Ausdruck und sammelte viele Wertungspunkte. Mit Platz sieben war sie die beste Bocholterin ihrer Altersklasse.

Lenna Rottstegge zeigte ebenfalls eine klare Leistungssteigerung. In ihrer Ballübung verhinderten jedoch einige Unsauberkeiten bei den Risikoelementen eine höhere Wertung. Ihre Übung ohne Handgerät turnte sie sehr ordentlich. Sie belegte den neunten Platz.

„Gerade in dieser Altersklasse haben wir große Fortschritte gesehen. Die Mädchen haben viele Trainingsinhalte bereits sehr gut umgesetzt und sich gegen starke Konkurrenz behauptet“, freute sich Trainerin Annika Brunner.

In der Altersklasse 13 bis 15 Jahre vertraten Annelie Bergmann, Leni Schmeing, Marit Panofen und Viktoria Vashchuk (Foto) den TSV Bocholt. Annelie Bergmann präsentierte eine ausdrucksstarke Reifenübung zur Musik von Michael Jackson und begeisterte damit Zuschauer und Kampfrichterinnen. In ihrer Ballübung musste sie jedoch einen größeren Geräteverlust hinnehmen, der wertvolle Punkte kostete und eine bessere Platzierung verhinderte. Sie beendete den Wettkampf auf Rang 31.

Einen bemerkenswerten Wettkampf zeigte Leni Schmeing. Nach einem Bänderriss Ende Februar hatte sie sich eindrucksvoll zurückgekämpft und präsentierte sich bereits wieder in starker Verfassung. Mit dem Reifen überzeugte sie durch schöne Handgerätschwierigkeiten, sichere Risikoelemente und einen hervorragenden Körperausdruck. Auch ihre Ballübung zeichnete sich durch große Ausdrucksstärke und sichere Elemente aus. Sie erreichte Platz 21.

Marit Panofen präsentierte sich gewohnt ausdrucksstark. Während in der Keulenübung einige Risikoelemente nicht ganz sauber gelangen, zeigte sie insgesamt einen gelungenen Wettkampf. Mit Platz 20 konnte sie sich im starken Teilnehmerfeld gut behaupten.

Trotz starker Rückenschmerzen stellte sich Viktoria Vashchuk der Konkurrenz. Sowohl in ihrer Reifen- als auch in ihrer Keulenübung konnte sie zwar nicht ihre gewohnte Ausdrucksstärke und Sicherheit abrufen, überzeugte jedoch weiterhin mit anspruchsvollen Schwierigkeitselementen. Mit Platz acht erreichte sie dennoch eine hervorragende Platzierung.

„Besonders beeindruckt hat uns die mentale Stärke unserer Gymnastinnen. Leni hat sich nach ihrer Verletzung stark zurückgekämpft und Viktoria hat trotz großer Schmerzen bis zum Ende gekämpft. Das verdient höchsten Respekt“, lobte Trainerin Annkathrin Brunner.

Für einen weiteren Höhepunkt sorgte Kira Mayer in der Altersklasse 16+. Mit zwei sehr sicher geturnten Übungen mit Ball und Reifen sowie hohen Schwierigkeitsgraden sicherte sie sich einen ausgezeichneten dritten Platz und damit einen Platz auf dem Podest.

Bereits am darauffolgenden Wochenende stand für Viktoria Vashchuk der wichtigste Wettkampf der Saison an. Beim Deutschland-Cup am 6. und 7. Juni in Westerburg ging sie trotz weiterhin akuter Rückenschmerzen an den Start. Aufgrund der Beschwerden mussten kurzfristig sogar Änderungen an ihren Übungen vorgenommen werden. Trotz dieser schwierigen Voraussetzungen zeigte sie sich im Vergleich zum Landesturnfest verbessert. Zwar konnte sie ihre gewohnte Leistungsstärke noch nicht vollständig abrufen, dennoch belegte sie in einem hochklassigen Teilnehmerfeld einen guten 30. Platz auf Bundesebene.

Die Trainerinnen des TSV Bocholt zeigten sich mit den Leistungen ihrer Gymnastinnen sehr zufrieden. Besonders die zahlreichen Leistungssteigerungen, der große Kampfgeist und die starke Konkurrenzfähigkeit auf Landes- und Bundesebene beeindrucken die Trainerinnen. „Mit einem Podestplatz, mehreren Top-Ten-Ergebnissen und einer Teilnahme am Deutschland-Cup können wir auf zwei sehr erfolgreiche Wettkämpfe zurückblicken. Vor allem freuen wir uns darüber, dass die Gymnastinnen ihre Fortschritte auch unter Wettkampfbedingungen zeigen konnten“, zogen Annkathrin und Annika Brunner ein positives Fazit.

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