Überraschung: Stadtpartei-Chef legt aus persönlichen Gründen sein Amt nieder

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Die Stadtpartei Bocholt steht vor einer weiteren personellen Herausforderung: Ihr Vorsitzender Michael Nyenhuis ist gestern überraschend mit sofortiger Wirkung von seinem Amt zurückgetreten. Als Grund nannte der langjährige Kommunalpolitiker ausschließlich persönliche Umstände, die nach eigenen Angaben keinen Aufschub dulden. Wer seine Nachfolge an der Parteispitze antreten wird, ist derzeit noch offen.
Der 1952 in Bocholt geborene Nyenhuis gilt als Urgestein der Stadtpartei. Der Fahrlehrer engagierte sich über viele Jahre insbesondere in verkehrspolitischen Fragen der Stadt. Trotz seiner beruflichen Nähe zum Auto setzte er sich unter anderem für die Reaktivierung der Bahnstrecke zwischen Bocholt und Rhede ein. Zudem ist Nyenhuis Gesellschafter und Geschäftsführer der Westmünsterland GmbH.
Seinen größten politischen Erfolg feierte Nyenhuis bei der vergangenen Kommunalwahl im September. Zwar blieb das Ergebnis der Stadtpartei hinter den Erwartungen zurück, doch der gemeinsam mit SPD und FDP unterstützte Bürgermeisterkandidat Christian Mangen setzte sich im direkten Duell gegen Amtsinhaber Thomas Kerkhoff durch.
Für die Stadtpartei kommt der Rücktritt zur Unzeit. Bereits im Juli vergangenen Jahres hatte Fraktionssprecher Jens Terbeck seinen Rückzug erklärt. Damit verliert die Partei innerhalb kurzer Zeit erneut eine prägende Persönlichkeit aus ihren Reihen.
