Verbot für Wildtier-Zirkusse in Bocholt auf der Kippe

Verbot für Wildtier-Zirkusse in Bocholt auf der Kippe
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Im Oktober 2015 hatte der Bocholter Rat beschlossen, die Stadt solle keine öffentlichen Flächen mehr für Zirkusse zur Verfügung stellen, die mit Wildtieren arbeiten. Dieses Verbot steht jetzt auf der Kippe. Denn es könnte laut dem Ersten Stadtrat Thomas Waschki rechtswidrig sein. Um möglichen Klagen vorzubeugen, schlug er vor, den Ratsbeschluss aufzuheben.

Auslöser der Meinungsänderung ist ein Urteil des Oberverwaltungsgerichts Lüneburg. Darin wird festgestellt, dass ein generelles Wildtierverbot die Freiheit der Berufsausübung einschränke. Nun fürchtet die Stadtverwaltung, dass das für Bocholt zuständige Oberverwaltungsgericht Münster ähnlich urteilen könnte.

Der Vorschlag von Vera Timotijevic von der Grünen, die Anforderungen des Tierschutzes hochzuschrauben, sei auch keine Lösung, hieß es. Denn für den Tierschutz sei nicht die Stadt, sondern der Kreis zuständig.

Derweil fordern Tierschutzorganisationen ein bundesweites Verbot von Wildtieren in Zirkussen. Eine von der Stiftung für Tierschutz VIER PFOTEN in Auftrag gegebene repräsentative Umfrage durch das Meinungsforschungsinstitut Integral hat ergeben, dass 70 Prozent der Deutschen gegen Wildtiere im Zirkus sind.

Foto: Wildtiere gehören nicht in den Zirkus. Symbolbild. © VIER PFOTEN | Fred Dott

 

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