Verbraucherschützer halten überteuerte Neukundentarife für Strom für fragwürdig

Steigende Preise für Strom und Gas, strauchelnde Versorger, einseitige Kündigungen von Verträgen – seit einigen Monaten gibt es Turbulenzen auf dem Energiemarkt. Auch die Stromio GmbH (Vertriebsname „Grünwelt Energie“) stellte kurz vor Weihnachten die Stromlieferung für mehrere hunderttausend Haushalte ein. Die fallen nun automatisch in die Ersatzversorgung des kommunalen Energieanbieters. Doch einige Grundversorger – wie zum Beispiel auch die die Bocholter BEW – verlangen nun von Neukunden Strompreise, die deutlich höher liegen als die der Bestandskunden – eine Ungleichbehandlung, die aus Sicht der Verbraucherzentrale NRW fragwürdig ist.

- Werbung -


VIELE JOB-EXTRAS INKLUSIVE: Das Klinikum Westmünsterland sucht Gesundheits- und Krankenpfleger oder Medizinische Fachangestellte (m/w/d) im Bereich Urologie/Endoskopie. Mehr Infos hier

„Die Spaltung der Grundversorgung in Neu- und Bestandskunden widerspricht unserem Verständnis des freien Marktes und der Liberalisierung im Energiemarkt deutlich. Eine Bestrafung oder Schikanierung von Kundenkreisen, die ihren Anbieter gewechselt haben, kritisieren wir“, unterstreicht Wolfgang Schuldzinski, Vorstand der Verbraucherzentrale NRW.

Die Begründung einiger Grundversorger für die neuen Tarife: Für die Neukund:innen müssten nun zusätzliche Energiemengen zu den aktuell höheren Preisen beschafft werden. Das Argument allein ist für Schuldzinski nicht tragfähig: „Es ist Fakt, dass die Beschaffungskosten gestiegen sind. Doch damit lassen sich die teilweise extrem hohen Preise einiger Grundversorger nicht rechtfertigen. Hier liegt der Verdacht nahe, dass Betroffene abgestraft werden sollen, die in der Vergangenheit den Grundversorgern den Rücken zugekehrt haben.“

Ähnliche Beiträge

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

×

WhatsApp-Schlagzeilen

Senden sie eine WhatsApp mit dem Begriff "START" an Berthold Blesenkemper (unten klicken). Wenn Sie keine Nachrichten mehr erhalten möchten, senden Sie einfach STOPP.

× E-Mail- und WhatsApp-News