Vier Jahre nach Auszug der Sparkasse: Stadt schreibt Neubau am Markt aus

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Vier Jahre nach dem Auszug des Kreditinstitutes hat die Stadt Bocholt jetzt den Umbau der ehemaligen Stadtsparkassen-Filiale am Markt ausgeschrieben. In dem Neubau sollen das Stadtmuseum und das Stadtarchiv untergebracht werden. Gesucht wird ein Totalunternehmer. Der Wert der Ausschreibung wird mit 120 Millionen Euro beziffert.
Die Stadt Bocholt möchte ihr kulturelles Angebot durch den Bau eines neuen Stadtmuseums und Stadtarchivs erweitern. Um dies zu realisieren, soll das Projekt – anders als von der Veraltung zunächst geplant – nun doch im zentralen Stadtgebiet umgesetzt werden, was eine Zusammenführung verschiedener kultureller Einrichtungen an einem lebendigen Standort ermöglicht. Die Stadt besitzt Grundstücksflächen am Manes-Schlatt Platz, diese sind jedoch nicht ausreichend für die geplanten Bauvorhaben. Für die Umsetzung sind daher angrenzende Flächen der Stadtsparkasse Bocholt von Bedeutung, die geplante Mischnutzungen aus Wohnen, Handel, Dienstleistungen und Gastronomie vorsehen.
In einer Vereinbarung haben die Stadt Bocholt und die Stadtsparkasse beschlossen, dass das Kreditinstitut nach dem Erwerb städtischer Grundstücke die dafür benötigten Flächen in das neue Gebäudeprojekt integriert. Die Stadtsparkasse wurde damit beauftragt, das öffentliche Raumprogramm mit einer Fläche von etwa 2.000 Quadratmetern zu planen und zu realisieren. Dabei werden spezifische Anforderungen der Stadt Bocholt berücksichtigt, die in der Entwicklungsvereinbarung festgelegt sind.
Diese Vereinbarung wird als öffentlicher Bauauftrag eingeordnet, und die Stadt hat die Auftragsvergabe gemäß den relevanten EU-Vorschriften ohne Teilnahmewettbewerb legitimiert, da das Gesamtprojekt aufgrund exklusiver Rechte nur von der Stadtsparkasse realisiert werden kann.
Foto: AGN BKA
