Vision 2025: Jusos schlagen große Multifunktionshalle für Bocholt vor

Die Jusos im Aufwind. Nicht nur in Berlin sorgt die Nachwuchsorganisation der SPD seit ihrem Klaren „Nein“ zur Großen Koalition für Furore. Auch in der Lokalpolitik des Westmünsterlandes wollen die rund 70 Jungsozialisten des Ortsvereins Bocholt-Rhede-Isselburg stärker mitmischen. Grund genug für sie, ein Strategiepapier mit dem Titel „Twenty Twenty Five – 2025“ zu erarbeiten. Der Fokus liegt auf junge Menschen und deren Themen. Vor allem bezahlbarer Wohnraum sowie gute Verkehrsanbindungen sind den Jusos wichtig. „Wer Stadtentwicklung, will, muss auch mal Visionen haben“, meint Sprecher Fabian Bengfort.

Als Beispiel führen er und seine Mitstreiter Alexander Vinnepand,, Tim Schülingkamp und Daniel Hölscher das Thema Schützenhaus an. Für die Jungsozialisten sind die Pläne der Bürgerstiftung zu kurz gesprungen. Als großer, repräsentativer Veranstaltungsort für eine Stadt wie Bocholt schwebt ihnen eher ein Konzept wie das der Emslandarena in Lingen vor. Dort wurde für 20,6 Million Euro eine Multifunktionshalle mit bis zu 5.000 Plätzen gebaut, in der Konzerte und Sportwettkämpfe, aber auch Seminare und Kongresse stattfinden können. Auch die Nutzung als Messehalle für heimische Unternehmen sei möglich, so die Jusos.

Ein zentraler Aufgabenschwerpunkt der Jungsozialisten ist der Bereich Wohnen. Sie plädieren für eine kommunale Wohnungsbaugesellschaft, ein gerechter Systematik bei der Vergabe von Grundstücken und für mehr Wohnungen für Alleinstehende, Studenten und ältere Menschen. In Sachen Stadtentwicklung setzt der SPD-Nachwuchs auf Investitionen in die Infrastruktur der City. Mehr Parkmöglichkeiten, mehr Außengastronomie sowie flächendeckendes W-Lan könnten die Innenstadt attraktiver machen, meint der Vorstand.

Umweltpolitisch machen sich die  Jusos für mehr ÖPNV, für eine Reduzierung der Nitratwerte im Boden und für Energieneutralität in öffentlichen Gebäuden stark. Zum Thema Arbeit gehört für die Jusos auch der Punkt Mobilität. Bengfort und seine Mitstreiter wollen analog zum Studenten- ein Azubiticket. „Hier könnte Bocholt ein Pilotprojekt starten“, so Tim Schülingkamp. Schließlich setzen sich die Jusos für mehr und eine bessere Integration von Flüchtlingen ein.

Und wie wollen die bislang wenig sichtbaren Jungsozialisten das alles schaffen. „Wir möchten zunehmend stärker in politischen Gremien von Fraktion und Stadtverband mitarbeiten“, heißt es in dem Strategiepapier. Dabei wollen die Jusos auch direkte Anträge als Entscheidungsvorlagen für Rat und Ausschüsse formulieren.

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8 Kommentare auf "Vision 2025: Jusos schlagen große Multifunktionshalle für Bocholt vor"

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Marc El S
Gast

Die Bürgerinitiative hat Probleme, für daa Brauhaus ein tragfähiges Konzept ohne finanzielle Unterstützung durch die Stadt Bocholt zu erstellen. Und dann visioniert man für 5 x mehr Kapazität eine riesige Investition. Wobei doch schon genug Geld benötigt wird. Das Brauhaus wird maximal finanziell unterstützt, da kann man die 16 Millionen nicht gegenrechnen.

Andre Seggewiss
Gast

Das Schöne an Strategiepapieren ist, dass man sich um die Finanzierung der Visionen keinen Kopf zu machen braucht. Da können die Visionen auch schon mal ein bisschen größer ausfallen. 😂

Thomas J. Heister
Gast

SPD und Geld. Finde den Fehler.

Michael Peters
Gast

😂😂👍👍…mein erster Gedanke

Thomas Franke
Gast
Dieser lächerliche Wunschzettel hat einfach mal gar nichts mit einem Strategiepapier zu tun. Denn zu einer Strategie gehört auch, dass man sich mit der Finanzierung und Umsetzung beschäftigt. Dazu finde ich in dem Papier kein Wort! Die Jusos haben einfach mal all ihre Fantasieträume in Stichpunkten zusammengeschrieben. Ich habe mal nachgezählt: Für die Jusos besteht die Zukunft Bocholts noch nicht mal aus 20 Stichpunkten. Und in diesen lassen sich auch kaum neue und zugleich finanzierbare Ideen finden. So reihen sich millionenteure Projekte an reine Banalitäten. Liebe Jusos, wie wäre es denn mal, wenn ihr aus eurer Traumwelt herauskommt und euch… Mehr lesen »
Marius Berendsen
Gast

Das heißt “Husos”

Andre Ludwig
Gast

Trümmer schaffen ohne Waffen!

Michaela Hemsing
Gast

Wenn man über einen Ausbau des ÖPNV nachdenkt. Wie wäre es, anstatt Geld in einen Radschnellweg zu investieren, lieber über eine Anbindung der Uni an das Schienennetz zu denken, vlt visionär, sogar an eine Zuganbindung nach Münster.