Volksbank besser als erwartet – 4 Prozent Dividende für die Mitglieder



Besser als erwartet. Mit diesem Satz kann man kurz und knapp das Jahresergebnis 2023 der Volksbank Bocholt zusammenfassen. In einem gesamtwirtschaftlich anspruchsvollen Umfeld und herausfordernden Entwicklungen am Kapitalmarkt hat die Volksbank Bocholt das Geschäftsjahr 2023 erfolgreich abgeschlossen. In allen wichtigen Geschäftsfeldern wurden gute und zum Teil über den Planwerten liegende Ergebnisse erwirtschaftet. Die Bilanzsumme betrug zum Jahresende 1,76 Milliarden Euro, eine Steigerung um 3,9 Prozent. Die Kundeneinlagen wuchsen um 7,7 Prozent auf insgesamt 1,23 Milliarden Euro, die Forderungen der Kunden um 3,4 Prozent auf 1,4 Milliarden Euro.

Mit diesen und weiteren Erfolgszahlen traten die beiden Vorstände Franz-Josef Heidermann und Martin Wilms am Mittwoch (12. Juni) vor die diesjährige, Anfang 2024 neugewählte Vertreterversammlung. Die stand wie gewohnt unter der Leitung des Aufsichtsratsvorsitzenden Christoph Ernsten. Allein der Ort der Versammlung hatte sich gegenüber den Vorjahren geändert. Dieses Jahr freute sich Christoph Ernsten, die Mitglieder der Vertreterversammlung sowie zahlreiche Gäste neben der Hauptstelle im „Kinodrom“ begrüßen zu können. 

Das vergangene Jahr war geprägt durch die Folgen des russischen Angriffskriegs in der Ukraine, eine schwächelnde Konjunktur, hohe Inflation und kräftige Anhebungen der Leitzinsen. Überlagert wurden diese Einflüsse auch von dem andauernden Arbeits- und Fachkräftemangel hierzulande und den hohen Unsicherheiten, beispielsweise über die Folgen des. Ende 2023 eskalierenden Nahostkonflikts und den wirtschaftspolitischen Kurs in Deutschland nach dem Haushaltsurteil des Bundesverfassungsgerichts im November. In Reaktion auf das Urteil musste die Bundesregierung zum Jahresende in ihrer Finanzplanung deutliche Kürzungen und Einsparungen vornehmen. „Diesen Herausforderungen haben wir uns mit unserem genossenschaftlichen Geschäftsmodell erfolgreich gestellt: Verantwortung für die Menschen, unsere Region und unsere Wirtschaft machen aus uns einen verlässlichen Finanzpartner – auch in turbulenten Zeiten“, betonten Franz-Josef Heidermann und Martin Wilms, 

Der Anstieg der Bilanzsumme resultiert im Wesentlichen aus gestiegenen Kundenkrediten und höheren Kundeneinlagen. Wesentlicher Erfolgsgarant ist die persönliche Beratung vor Ort in den sieben Geschäftsstellen. Darüber hinaus betreibt die Volksbank acht SB-Standorte und ist auch Online für Bankgeschäfte erreichbar. Im Kundenkreditgeschäft konnte insbesondere das Firmenkundengeschäft ausgebaut werden. Ein wesentlicher Faktor für das Wachstum waren auch Kredite an Personen, Unternehmen bzw. Institutionen mit Sitz in den Niederlanden.

Die Gesamteinlagen wuchsen in allen Teilmärkten (Privat- und Firmenkunden sowie sonstigen Einlagen) kräftig. Mit einer Rate von insgesamt 7,7 Prozent liegt das Wachstum oberhalb des Wachstums der Kundenkredite und oberhalb der erwarteten Planzahlen.

Der Wertpapierbestand der Kunden erhöhte sich im Geschäftsjahr deutlich. Auch im Bauspargeschäft konnte das gute Ergebnis aus 2022 sowohl in der Abschlusssumme wie auch bei der Stückzahl der abgeschlossenen Verträge nochmals deutlich gesteigert werden. 

Die Cost-Income-Ratio hat sich im Vergleich zum Vorjahr von 55,7 Prozent auf 46,2 Prozent verbessert, der Planwert von 53,9 Prozent wurde unterschritten.

Nach einer Steuerzahlung von 8,2 Millionen Euro verbleibt ein Jahresüberschuss von 3,66

Millionen Euro. Nach einstimmigem Beschluss der Vertreterversammlung erhalten die 23.349 (Vorjahr: 22.276) Mitglieder eine Dividende von vier Prozent. Zudem werden das Eigenkapital und die Rücklagen gestärkt

Zuvor waren der Jahresabschluss genehmigt sowie Vorstand und Aufsichtsrat Entlastung erteilt worden. Wiedergewählt in den Aufsichtsrat wurden Barbara Hamann, Jürgen Elmer und Dr. Franz Josef Schulze Wehninck. Im Bericht des Aufsichtsrats, vorgetragen vom Aufsichtsratsvorsitzenden Christoph Ernsten, wurde dem Vorstand und allen 223 Mitarbeitenden der Bank „Dank und Anerkennung für die geleistete Arbeit und die erfolgreiche Geschäftsentwicklung“ ausgesprochen.

Für das Jahr 2024 rechnet der Vorstand mit einem Bilanzsummenwachstum von rund 4,0 Prozent. „Insgesamt sind wir zuversichtlich, dass es uns – wie in den Vorjahren – gelingen wird, mit Qualität im Beratungs- und Dienstleistungssektor sowie einer dauerhaften Realisierung des genossenschaftlichen Geschäftsmodells die gesteckten Ziele auch im Jahr 2024 zu erreichen“, so die beiden Vorstände Franz-Josef Heidermann und Martin Wilms abschließend.

Sportlich endete die Vertreterversammlung. Bibiana Steinhaus-Webb, erste Frau in der Geschichte des deutschen Fußballs, die als Schiedsrichterin Bundesliga-Spiele der Männer leitete, und einzige Frau, die nicht nur ein Finale bei Weltmeisterschaften, sondern auch das Frauen-Finale bei den Olympischen Spielen gepfiffen hat, referierte über Entscheidungsprozesse auf dem Fußballplatz. Dabei gelang es ihr, dies in ihrem Vortragsthema ,Fairplay oder Gewinnen um jeden Preis?“ anschaulich und lebendig auf den Alltag der Zuhörer zu übertragen.

  1. Reicht nicht mal für eine Tankfüllung.
    Veröffentlichen Sie lieber einmal den Gewinn aus Ausgabeaufschlägen und Provisionen, anstatt ständig dieses Kriegs und Konjunktur Geheule.

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