„Von Bürgern, für Bürger“ – 30 Jahre Stadtpartei



Die Bocholter Stadtpartei feierte am Wochenende ihr 30-jähriges Bestehen. Sie hatte dazu ins Casino eingeladen.

Am 19. Februar1994 hat der Bocholter Fahrlehrer Willy Hövener nach langer Überlegung und Vorbereitung die Stadtpartei gegründet. Die Devise lautete: „Von Bürgern, für Bürger“.  Hövener habe ihn damals gefragt, ob ich nicht Lust hätte, mitzumachen, erinnert sich der heutige Vorsitzende Michael Nyenhuis. „Ich habe ihm geantwortet: Willy, lass mich bloß mit Politik in Ruhe.“

Doch Nyenhuis änderte, wie viele andere, seine Meinung. Zur Gründungsversammlung kamen statt der erwarteten 50 rund 200 Interessenten ins damalige Brauhaus. Und die Stadtpartei wurde schnell zu einem festen Bestandteil in der politischen Landschaft der Stadt. Gleich bei der ersten Wahl gelang es, über die Fünf-Prozent-Hürde zu springen und mit vier Stadtverordneten in den Rat einzuziehen. 2009 trat die Stadtpartei auf Betreiben des damaligen Vorsitzenden Bernhard Mertens zudem als Teil der Unabhängigen Wählergemeinschaft bei der Kreistagswahl an und eroberte einen Sitz. 

Als Besonderheit nannte Nyenhuis das Fehlen eines Fraktionszwanges. Jedes Ratsmitglied bleibt ungebunden. Als von der Stadtpartei verfolgte politische Schwerpunkte erwähnte Nyenhuis die am Ende gescheiterte Verhinderung des Verkaufs der Bocholter Wohnungsbaugesellschaft,  die Wiederbelebung des Industriestammgleises, die Reaktivierung der Bahnstrecke nach Rhede und die Verhinderung der Kostenexplosion bei der Sanierung des Rathauses.

Die stellvertretende Landrätin Silke Sommers und Bürgermeister Thomas Kerkhoff sowie die Vorsitzende der Kreis-UWG, Brigitte Ebbing, hielten Grußworte, Ministerpräsident Hendrik Wüst musste sein Kommen kurzfristig absagen.

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