Von Didam nach Dubai: Babour bleibt trotz Unruhen im Nahen Osten gelassen

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Trotz der angespannten Lage im Nahen Osten fühlt sich Babour Hamayon, der aus Didam stammt, weiterhin sicher in Dubai. Vor rund einem Jahr tauschte er seine Heimat im niederländischen Achterhoek gegen das kosmopolitische Leben in der Metropole der Vereinigten Arabischen Emirate. Während seine Mutter zu Hause in Didam besorgt ist, denkt Babour nicht an eine Rückkehr nach Deutschland.
Letztes Wochenende sorgten Luftangriffe auf Dubai für Aufregung, doch Babour begegnete der Situation gelassen. Gemeinsam mit einem Freund saß er in einem Straßencafé, als plötzlich auf allen Mobiltelefonen Warnmeldungen eintrafen. Die meisten Gäste blieben sitzen, bis Detonationsgeräusche in der Ferne zu hören waren. Erst dann verließen einige den Außenbereich.
Babour berichtete dem Sender Omroep Gelderland, wie amerikanische Ziele ins Visier genommen wurden und viele Raketen abgefangen werden konnten. Dennoch kam es zu Trümmerabfällen auf Hotels, was für Schockmomente sorgte—vor allem für Menschen, die solche Situationen nicht gewohnt sind. Babour erklärt: „Das Leben verläuft inzwischen ganz normal weiter, auch wenn das Risiko eines Einschlags natürlich weiterhin besteht.“
Die Sorge seiner Mutter in Didam kann Babour gut nachvollziehen. Er bemüht sich, sie zu beruhigen, indem er regelmäßig über Messaging-Dienste Kontakt hält und seinen Standort teilt. „Wer nicht vor Ort ist, kann schwer nachvollziehen, wie das Leben hier wirklich aussieht“, betont er.
Auch Renée van Horen aus Arnhem kennt diese Sorgen. Ihre Tochter Fleur, die als Flugbegleiterin bei einer großen Airline in Dubai arbeitet, ist derzeit dort gestrandet. Renée erklärt: „Es erschien mir absurd, dass ausgerechnet in ihrem Urlaub plötzlich so eine Situation entsteht. Während ich mir große Sorgen machte, blieb meine Tochter entspannt. Sie erzählte mir am Telefon, dass sie zum Pferderennen gehen möchte und sich keine Gedanken macht.“
Einige von Babours Freunden haben sich vorsichtshalber in Richtung Osten des Landes begeben, doch Babour bleibt seiner Arbeit als Autoverkäufer in Dubai treu. Auf die Frage, ob er lieber in Gelderland oder Dubai leben möchte, antwortet er ohne Zögern: „Für mich bleibt es ganz klar Dubai. Ich bereue meine Entscheidung nicht. Im Alltag spürt man von den jüngsten Ereignissen kaum noch etwas—nur der Verkehr ist ein wenig ruhiger, was ich im Moment sogar angenehm finde“, sagt er abschließend und lächelt
Quelle: Regio8
