VSR-Gewässerschutz: Bocholter Aa weist viel zu hohe Nitratwerte auf

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Der Verein VSR-Gewässerschutz fordert mehr ökologischen Landbau. Grund: Bei einer Messfahrt entlang Bocholter Aa nahmen Mitglieder überall Proben und kamen zu einem für sie erschreckenden Ergebnis. „Der gesamte Flusslauf und die Nebenflüsse weisen viel zu hohe Nitratwerte auf. Nach der Oberflächengewässerverordnung dürfte das Wasser der Bocholter Aa an der niederländischen Grenze höchstens 12,3 Milligramm pro Liter (mg/l) Nitrat aufweisen. Unsere Messungen ergaben hier jedoch mit 28,6 mg/l einen mehr als doppelt so hohen Wert“, heißt es auf der Webseite. Schuld ist nach Einschätzung des VSR-Gewässerschutzes der Preisdruck der Discounter und Supermärkte auf die Landwirte. „Denn eine Produktion günstiger Lebensmittel kann nur in einer intensiven Landwirtschaft mit hohen Düngemengen erfolgen“, so die Gewässerschützer.

Weiter heißt es: „Bei der Beprobung der Bocholter Aa fanden wir heraus, dass bereits die drei Quellbäche der Bocholter Aa in Velen erheblich mit Nitrat belastet sind: der Thesingbach mit 23,1 Milligramm pro Liter, der Schwarze Bach mit 31,2 mg/l und der Weiße Vennbach mit 32,9 mg/l. Nach dem Zusammenfluss dieser drei Bäche bilden sie zusammen die Bocholter Aa, deren Wasser dann eine Nitratkonzentration von 29,4 mg/l führt. Bei Ramsdorf fließt der deutlich weniger belastete Rindelfortsbach mit einem Nitratwert von 14,8 mg/l in die Bocholter Aa und senkt deren Nitratgehalt auf 26,5 mg/l. Die Quelle des kleinen Baches liegt im Bereich von ökologisch bewirtschafteten Flächen und fließt anfangs durch Feuchtwiesen, die zu einem Naturschutzgebiet gehören. Das erklärt auch den deutlich geringeren Nitratwert. Der bei Borken zufließende Messlingsbach nimmt seinen Lauf zeitweise durch Grünland und ist mit 20,7 mg/l auch weniger belastet als die Bocholter-Aa. Nach dessen Zufluss und nach Passieren der Bocholter Aa-Niederung sinkt ihr Nitratgehalt weiter auf 19,4 mg/l.“

Zwischen Gemen und Hoxfeld bleibe die Konzentration des Flusses in etwa konstant auf diesem Niveau. Bei Rhede komme es dann zu einem deutlichen Nitratanstieg, weil hier der hoch nitratbelastete Rheder Bach mit 29,9 mg/l einfließe, heißt es weiter. Die Konzentration der Bocholter Aa steige hier wieder auf 28,4 mg/l an. Den höchsten Nitratwert des Flusses haben die Mitarbeiter des VSR-Gewässerschutz in Bocholt nach der Einmündung des mit 28,8 mg/l Nitrat belasteten Pleystranges festgestellt. „Der Nitratwert der Bocholter Aa steigt weiter leicht auf 28,6 mg/l an. Südlich von Rhede befinden sich viele konventionell bewirtschaftete Ackerflächen, die das Wasser des Pleystranges belasten.“, so der Verein.

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