Warten auf die Kostenschätzung: Bürgerbegehren zum Rathaus weiter in der Vorbereitung



Die Bürgerinitiative „Stoppt das Millionengrab Bocholter Rathaus“ hat die Fragestellung und die Begründung für das Bürgerbegehren leicht verändert und letze Woche bei der Stadt neu eingereicht. Vorausgegangen war ein Gespräch mit Bürgermeister Thomas Kerkhoff, des Leiters des Rechtsamtes und weiteren Teilnehmern des Büros des Bürgermeisters. Neben Rainer Sauer und Birgit Schmitz gehört nun auch Georg Buß dem Kreis der Initiatoren des Bürgerbegehrens an.

Die überarbeitete Fragestellung lautet nunmehr: „Soll die Stadt die Gigasetgebäude zum neuen Rathaus-Standort ausbauen und dort die Fachbereiche und Organisationsbereiche unterbringen, die vor dem Umzug im Rathaus am Berliner Platz waren?“ Aufgeführt in der Fragestellung sind auch alle Fachbereiche, die vor dem Umzug im Jahr 2019 im Rathaus am Berliner Platz untergebracht waren.

In der Begründung wird dazu ausgeführt: „Das Rathaus am Berliner Platz würde so deutlich weniger Geld für die Sanierung verschlingen. Zukünftige Nutzung: Als Kulturzentrum mit Stadttheater, Veranstaltungssaal und Stadtmuseum könnte es ein Ort lebendiger Begegnung werden. Zudem wäre dort noch genügend Platz für das Stadtarchiv, welches auch einen neuen Standort benötigt.“

Zum Hintergrund: „Im März 2018 wurde beschlossen, das denkmalgeschützte Rathaus mit Kulturzentrum zu sanieren. Seither sind die Kosten von 37,6 Millionen Euro auf heute mehr als 78 Millionen Euro gestiegen. Die Fachbereiche mit ihren Beschäftigten sind zurzeit u.a. in dem ehemaligen Gigaset-Gebäude an der Kaiser- Wilhelm-Straße untergebracht. Die Fertigstellung des Rathauses sollte im Jahr 2024 erfolgen, nunmehr im Jahr 2025. Das Architekturbüro Paul Böhm geht gar vom Jahr 2027 aus. Aufgrund der schleppenden Baumaßnahmen scheint ein noch späterer Zeitpunkt realistischer zu sein. Dieser Wahnsinn muss beendet werden! Eine sinnvolle Lösung muss her. Daher halten wir es für erforderlich, die bislang als Ausweichquartier genutzte und den jetzt beschlossenen Kauf der Gigaset-Gebäude zum Hauptsitz der Stadtverwaltung Bocholt zu entwickeln und zweckmäßig auszubauen. Dieser Standort hat sich als echte Alternative für die Verwaltung erwiesen. Sodann könnten hier alle Fachbereiche und Organisationsbereiche der städtischen Verwaltung untergebracht werden, die vorher im Rathaus am Berliner Platz untergebracht waren. Unser Steuergeld würde an diesem Ort sinnvoll eingesetzt werden.
Das Rathaus am Berliner Platz würde so deutlich weniger Geld für die Sanierung verschlingen.„

Nun liegt der Ball bei der Stadt Bocholt, die der Bürgerinitiative nun eine Kostenschätzung für die Maßnahme vorlegen muss, so die Initiatoren.

Foto (vl): Birgit Schmitz, Rainer Sauer und Georg Buß



  1. Kosten, das sind Ausgaben, die bezahlt werden müssen. Wie kommen die Initiatoren darauf, die Ausgaben wären auf 78 Millionen Euro für die Rathaussanierung gestiegen? Das Rathaus ist noch nicht fertig, also handelt es sich um eine Schätzung, wo der Urheber zu verzeichnen ist. Und das Gigaset kostet nichts, wenn es dann mal fertig ist?

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