Weihbischof begeistert vom 72-Stunden-Projekt der Pfadfinder St. Norbert



Von CHRISTIAN BREUER

Emsig wird gearbeitet rund um das Pfarrheim von St. Norbert in Bocholt. Da wird gesägt, gemäht, Unkraut gejätet, entrümpelt. Dass, wie so oft in den vergangenen Tagen, plötzlich ein Regen- und Graupelschauer aufzieht, scheint niemanden zu kümmern. „Das ist jetzt eben so“, sagt Henrike de Vries und zuckt mit den Schultern. Sie gehört ebenso wie die anderen Helferinnen und Helfern dem Pfadfinderstamm der DPSG St. Norbert an, gemeinsam beteiligt sich das aus rund 20 jungen Frauen und Männern bestehende Team an der deutschlandweiten 72-Stunden-Aktion.

Auch wenn sie dem Wetter trotzen – unter anderem wird die eigens zur Aktion angefertigte Feuerschale trotz eines erneuten Schauers zum Grill umfunktioniert –, mussten die Pfadfinder bei ihrem Projekt improvisieren. Eigentlich war ihr Plan, den in die Jahre gekommenen Materialcontainer im Garten des Pfarrheims zu restaurieren. „Aber das Abschleifen der alten Farbe und der rostigen Stellen wäre bei Feuchtigkeit nicht möglich gewesen“, erklärt Henrike de Vries. Daher haben sie sich vorgenommen, das Gelände rund um den Container auf Vordermann zu bringen. „Unser eigentliches Projekt, den Container, werden wir aber in jedem Fall noch zu Ende bringen, auch wenn es nicht innerhalb der 72 Stunden klappt“, verspricht sie.

Das Engagement sei möglich, weil die Pfadfinder in Bocholt eine starke Gemeinschaft bilden, erklärt sie: „Wir haben rund 60 aktive Mitglieder, gerade nach Corona gab es ein großes Interesse. Wenn aktuell nicht die Abiturprüfungen wären, wären noch mehr Leute zum Anpacken hier, aber einige von uns müssen lernen. Aber auch sie kommen zwischendurch immer mal wieder vorbei und packen mit an.“

Begeistert von dem Engagement ist auch Weihbischof Dr. Christoph Hegge bei einem Besuch der Bocholter Pfadfinder. Interessiert lässt er sich das Projekt – mit seinen Hürden – erläutern und lobt den ehrenamtlichen Einsatz. „Ihr zeigt hier ein positives Bild von Kirche“, betont er. Neben dem Lob hat er noch einen Korb voller Süßigkeiten im Gepäck. „Super, der Nachtisch ist gesichert“, freuen sich die Pfadfinder, bevor sie trotz des gerade wieder einsetzenden Regenschauers die ersten Grillwürstchen auf den Rost legen.

Quelle: Bistum Münster

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