Westmünsterländer lassen sich dreimal öfter testen als andere

Westmünsterländer lassen sich dreimal öfter testen als andere
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“Allein in der vergangenen Woche hat es im Kreis Borken 114.452 Schnelltests im Rahmen der sogenannten Bürgertestungen gegeben, damit 308 pro 1.000 Einwohner.” Das teilt jetzt Landrat Dr. Kai Zwicker mit. Zum Vergleich: Im gesamten Bundesland NRW kam es im gleichen Zeitraum zu rund 1,8 Mio. Testungen – das sind rund 100 pro 1.000 Einwohner. “Damit werden im Kreis Borken Bürgerteststellen dreimal so häufig frequentiert wie in NRW ingesamt”, konstatiert Dr. Zwicker und ergänzt: “Nicht nur in diesen Bürgerteststellen, sondern zudem auch von Arbeitgebern (siehe dazu unser gesonderter Pressedienst) sowie in Schulen und Alten- und Pflegeheimen wird getestet.“

Die kostenfreien Bürgertestungen (POC-Tests) sind derzeit an insgesamt 161 Stellen im Kreisgebiet möglich. Dabei handelt es sich um 78 privat bzw. gemeinnützig betriebene Teststellen, 20 Apotheken und 63 Arztpraxen. 215 dieser Tests (Quote: 0,19 Prozent – zum Vergleich Land NRW: 0,5 Prozent) wiesen in der letzten Woche ein positives Ergebnis auf. Solche Schnelltest-Befunde werden anschließend durch den zuverlässigeren PCR-Labortest geprüft. “Erfahrungen aus internationalen Studien, die sich auch mit unseren Erkenntnissen decken, zeigen, dass zwischen 50 und 60 Prozent davon dann definitiv als positiv bestätigt werden”, erläutert der Landrat. In der vergangenen Woche waren es 120 bestätigte Infektionsfälle, also 56 Prozent. Dies mache 32 Punkte der 7-Tage-Gesamtinzidenz des Kreises Borken (27.04.2021: 136,5) aus.

Seit dem 8. März fanden NRW-weit insgesamt 8,4 Mio. Schnelltestungen statt. Das sind rund 470 pro 1.000 Einwohner – 0,52 Prozent dieser Tests waren positiv. Im Kreis Borken gab es seit dem 10. März 441.160 Schnelltests, also rund 1.190 pro 1.000 Einwohner. Hier lag die Quote der Positivtests bei rund 0,3 Prozent. “Auffällig ist, dass die Positivquote im Kreis Borken im Vergleich zu NRW gesamt also deutlich geringer ausfällt”, unterstreicht Dr. Zwicker. Zudem betont er erneut: “Es zeigt sich, wie außerordentlich wichtig es ist, dass weiterhin in großem Maßstab getestet wird”. Die Schnelltests würden einen wirksamen Beitrag dazu leisten, symptomlos infizierte Personen frühzeitiger aufzuspüren und die Infektionsgefahren damit schneller zu reduzieren.” Schnelltests sind laut Landrat zudem von großer Bedeutuung, weil das Vorlegen eines tagesaktuellen negativen Schnelltests im Kreis Borken derzeit den Menschen die Nutzung von Angeboten wie etwa den Besuch von Museen, Bibliotheken und das Einkaufen in bestimmten Geschäften nach Termin (“Click & Meet”) ermöglicht.

Ausdrücklich weist Dr. Zwicker aber auch darauf hin, dass ein negatives Schnelltestergebnis nicht zu trügerischer Sicherheit verleiten dürfe. Die Einhaltung der AHA-L-Regeln bleibe unabhängig von einer Schnelltestung die wirksamste Schutzmaßnahme.
Eine Übersicht über die Schnellteststellen im Kreis Borken gibt es im Internet unter kreis-borken.de/testen in einer Auflistung nach Städten und Gemeinden sowie in einer webbasierten Kartendarstellung.

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