Wide Uhus wählen den Burgers‘ Zoo als Nistplatz

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Seit 2016 hat sich Europas größte Eulenart, der Uhu, immer wieder als Brutvogel im Königlichen Burgers’ Zoo in Arnheim etabliert. Auch in diesem Jahr konnten die Tiere dort erfolgreich Nachwuchs aufziehen: Am Pfingstwochenende besuchte Uhu-Experte Gejo Wassink den Zoopark, um die Uhu-Küken zu beringen und zu wiegen.

Die Biologen und Tierpfleger vor Ort entdeckten dabei nicht weniger als vier junge Uhus im Nest – eine Seltenheit, denn üblicherweise finden Experten wie Wassink meist zwei bis drei Jungvögel vor. Die Küken sind zwischen 39 und 46 Tage alt und es handelt sich offenbar um zwei Männchen und zwei Weibchen. Die Geschlechtsbestimmung erfolgt anhand des Gewichts, da Weibchen in der Regel größer und schwerer sind – ein Vorteil während der Brutzeit.

Der Uhu ist in den Niederlanden relativ selten und bevorzugt als Brutplatz vor allem bergige Regionen oder Steinbrüche, wie etwa in der südlichen Provinz Limburg rund um den Pietersberg oder Winterswijk. Der Burgers’ Zoo bietet den Eulen mit seiner erhöhten Landschaft eine ebenfalls geeignete Nistmöglichkeit. Wie auch in Deutschland genießt der Uhu in den Niederlanden strengen Schutz. Das Beringen der Jungvögel dient der genauen Überwachung der Wildpopulation und der Erfassung wichtiger Daten wie Gewicht und Größe.

Das Fangen und Vermessen der Tiere ist für die Experten mit Risiken verbunden, denn Uhus verfügen über scharfe Krallen und einen kräftigen Schnabel. Nur wenige Experten in den Niederlanden sind befugt, diese Arbeit durchzuführen.

Der nachtaktive Uhu ist ein geschickter Jäger, der im Dunkeln erstaunlich gut sieht und nahezu geräuschlos fliegen kann. Er erbeutet vor allem größere Tiere wie Krähen, Tauben, Ratten oder Kaninchen – bisweilen auch ungewöhnliche Beutetiere wie junge Füchse.

Die erfolgreiche Brut der Uhus im Burgers’ Zoo zeigt einmal mehr, dass auch in geschützten, halbfreilegten Lebensräumen Wildtiere wie der majestätische Uhu ihre Heimat finden können. Die Biologen und Tierpfleger des Zoos hoffen, dass die vier Jungvögel gut wachsen und bald in die Freiheit entlassen werden können.

Foto Burgers‘ Zoo

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