Wüst beeindruckt von der Ausbildung und Fertigungsqualität bei Flender



Der Ministerpräsident des Landes Nordrhein-Westfalen, Hendrik Wüst (Rhede), hat den Antriebsspezialisten Flender in seinem Werk in Voerde am Niederrhein besucht. Der nur wenige Kilometer entfernt vom Flender- Hauptsitz in Bocholt aufgewachsene Landespolitiker verbindet bei seinem Besuch beim Antriebsspezialisten Flender viel mit seiner Heimat: „Aus meiner Nachbarschaft, aus meinem Freundeskreis, haben viele eine Ausbildung bei Flender gemacht. Und die sind bei Flender alle glücklich geworden.“ So war es für Wüst beinahe ein Heimspiel. Das Unternehmen besetzt in diesem Jahr 87 Ausbildungs- und Studienplätze in Deutschland.

Flender ist zudem der einzige am Markt verbliebene Hersteller, der in Deutschland Antriebssysteme für Windanlagen produziert, und stattet weltweit jede dritte Anlage mit einer seiner Antriebskomponenten aus. Mit gut 3.000 Mitarbeitenden an drei Standorten in NRW ist Flender ein bedeutender Wirtschaftsfaktor in Wüsts Bundesland. Der Ministerpräsident zeigte sich beeindruckt von der modernen Fertigung und den Dimensionen der Flender Antriebssysteme. Jüngst hatte dessen schwarz-grüne Landesregierung Ende August die bisherige Abstandsregelung für Windräder in NRW gekippt und damit einen wichtigen Beitrag für das Erreichen der Ausbauziele in Deutschland geleistet. „Wir machen ordentlich Tempo beim Ausbau der Erneuerbaren“, so Wüst. „Und auch die Grundstimmung in der Bevölkerung ist positiver als noch vor ein paar Jahren.“

Am Miniaturmodell wird dem Ministerpräsidenten das Innenleben eines Windgetriebes erklärt: „Die Verzahnungsteile werden mit einer Genauigkeit von 10 μm gefertigt, was weniger als ein Zehntel Durchmesser eines menschlichen Haares ist“, erklärt Lars Wiegemann, Vice President für das Windgetriebegeschäft bei Flender. Später wird dem Ministerpräsidenten noch ein Flender HybridDrive vorgestellt, welcher kurz vor Versand an einen Kunden steht. Der HybridDrive ist eine Flender-Eigenentwicklung, die Getriebe und Generator kompakt miteinander vereint. Das spart wertvollen Raum auf der Spitze des Windrads.

Neben der Windenergiebranche sind Getriebe und Kupplungen für industrielle Anwendungen der zweite Teil des Flender-Geschäfts. Das machte Flender-CEO Andreas Evertz beim Rundgang durch die Werkshallen deutlich. „Ohne die vorgelagerten Industrien gäbe es keine Windturbine. Mit unseren Getrieben sorgen wir dafür, dass unsere Industrien weiterhin die Grundstoffe für unser tägliches Leben liefern. Rohstoffe für Handys, Konsumgüter – und eben auch für Windräder. Flender finden Sie überall“, so Evertz. So gingen Industrie und erneuerbare Energien Hand in Hand. „Das eine funktioniert ohne das andere nicht“, so Evertz weiter.

Gemeinsam mit der Politik wolle das Unternehmen die industrielle Transformation aus Nordrhein-Westfalen heraus vorantreiben. „Flender ist Marktführer für industrielle Antriebstechnik und Marktführer für Windgetriebe, gemessen an der installierten Leistung. Und wir sind der einzig verbliebene deutsche Hersteller für Windgetriebe. Wir beweisen erfolgreich, dass Unternehmen und die Menschen von hier Innovationen und Qualitätsprodukte liefern, die die ganze Welt nutzt. Wir wollen den Standort Deutschland weiter stärken und brauchen dafür auch die Unterstützung der Politik, um die Wettbewerbsfähigkeit in Deutschland und NRW zu erhalten“, so Flender-CEO Andreas Evertz.

Während des Rundgangs zeigten Flender-Auszubildende, Meister sowie Konstrukteurinnen dem Ministerpräsidenten, wie die tonnenschweren Getriebe zusammengesetzt, montiert und auch geprüft werden, unter anderem für Industrieschiffe oder die Windkraft. „Die Prüfwerte der Getriebe weichen nur sehr selten vom Normbereich ab“, erläutert die Auszubildende Viktoria Sauret.

Quelle und Fotos: Flender

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