Zahl der Unternehmensgründungen in den Niederlanden steigt wieder

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Nach mehreren zurückliegenden Quartalen mit rückläufigen Zahlen ist die Anzahl der Unternehmensgründungen in de Niederlanden im ersten Quartal 2026 wieder angestiegen. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum verzeichnete man ein Wachstum von 2,0 Prozent, was auf eine mögliche Trendwende hindeutet. Das geht aus den von der Kamer van Koophandel veröffentlichten Zahlen hevor. Während in den meisten Wirtschaftszweigen mehr Firmen neu gestartet wurden, gab es in bestimmten Bereichen wie dem Gesundheits- und Sozialwesen sowie in Kunst, Kultur, Sport und Freizeit einen Rückgang.

Josette Dijkhuizen, Unternehmerin und Inhaberin eines Stiftungslehrstuhls, erklärt: „Wegen der bestehenden Unsicherheit hinsichtlich regulatorischer Vorgaben und der Zunahme von Scheinselbstständigkeit suchen Freiberufler und ihre Auftraggeber derzeit nach einem neuen Gleichgewicht. Branchen mit traditionell vielen Selbstständigen, insbesondere der Gesundheits- und Kulturbereich, weisen deshalb weniger Neugründungen auf. Für viele Gründer sind diese Sektoren momentan weniger attraktiv, was sich in ihrer Zurückhaltung widerspiegelt. Die sinkende Zahl an Kündigungen lässt vermuten, dass ehemals zögerliche Selbstständige mittlerweile ihre Entscheidung getroffen und ihre Tätigkeit eingestellt haben.“

Gleichzeitig ging die Zahl der Unternehmensschließungen im ersten Quartal im Vergleich zum Vorjahr um 7,2 Prozent zurück. Dies stellt den ersten Rückgang nach zweieinhalb Jahren stetig steigender Betriebsschließungen dar. Auch die Insolvenzen nahmen ab: Die im gleichen Zeitraum gemeldeten Insolvenzen sanken um beeindruckende 10,9 Prozent.

Die Kombination aus einem Anstieg der Firmengründungen sowie rückläufigen Zahlen bei Geschäftsaufgaben und Insolvenzen führte zu einer leichten Zunahme der Gesamtzahl an Betrieben. Diese Entwicklung könnte als ersten Hinweis auf eine vorsichtige Erholung der wirtschaftlichen Dynamik in den Niederlanden interpretiert werden.

Dijkhuizen mahnt jedoch zur Vorsicht: „Dynamik gehört zu einem unternehmerisch geprägten Land wie den Niederlanden. Wenn diese allerdings durch erhebliche Unsicherheiten – etwa die gegenwärtige geopolitische Lage und andere zentrale Herausforderungen – hervorgerufen wird, kann dies destabilisieren. Besonders angesichts des zuletzt weiter gesunkenen Verbrauchervertrauens darf eine Stabilisierung der Unternehmenszahlen nicht vorschnell als Zeichen einer festen Markterholung gewertet werden.“

Foto: Symbolbild

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