August 13, 2022

Zweimal Bronze für außerordentliches Engagement

Der Ortsverband Bocholt|Borken des Technischen Hilfswerkes (THW) ehrte jetzt zwei lang verdiente Helfer. Das Ehrenzeichen in Bronze bekamen hierbei André Bertram und Hans Hothow übergeben. Ausgezeichnet wurden die Helfer für ihre durchgehende Bereitschaft Verantwortung in den verschiedensten Positionen zu übernehmen. Auch ihre stetiges Engagement für den Ortsverband und weit darüber hinaus in der Auslandseinheit würdigte das THW hiermit.

„Dein Handeln, dein Wirken, deine Fröhlichkeit, dein Engagement – also kurzum, der Grund für diese Auszeichnung ist, weil Du du bist“, erläuterte Jan-Bernd Haas, Ortsbeauftragter des Ortsverbandes, die Würdigung André Bertrams. Wenn es darum ginge Arbeiten zu übernehmen habe er nur selten ein „Nein“ von Bertram gehört. Bertram, welcher den meisten im Ortsverband nur unter seinem Spitznamen „Hacky“ bekannt sei, begeistere den Ortsbeauftragten und alle Helfer*innen immer wieder mit seinem fast nie endendem Tatendrang und seiner unerschöpflichen Fröhlichkeit.

Aber nicht nur für neue Projekte sei Bertram stets engagiert. Auch wenn es um die Übernahme von Führungspositionen ginge, sei Bertram „nie davor zurückgeschreckt Verantwortung zu übernehmen“, lobte Haas. So hat der gelernte Maurer und Brandmeister bereits das Amt des Gruppenführers der Fachgruppe Räumen übernommen. Ebenso war er als Truppführer und Zugtruppführer tätig und vertrat für einige Zeit den Zugführer des Ortsverbandes. Seit 2018 kümmert sich „Hacky“ mit großer Leidenschaft als Schirrmeister um die Geräte- und Fahrzeugausstattung des Ortsverbandes.

Neben seinem Engagement im Ortsverband, engagierte sich Bertram auch in der Auslandseinheit des THW und übernahm hier Verantwortung. Eine weitere Station seines THW-Lebenslaufes war der Bundesfreiwilligendienst im THW, welchen der heutige Pensionär im vergangenen Jahr absolvierte. Besonders geschätzt würde „Hacky“ von den Ehrenamtlichen für seine Verlässlichkeit und Genauigkeit, erklärt Haas. Über einen Ratschlag von Bertram seien die Helfer*innen und er stets dankbar.

Hans Hothow, „THW-Urgestein“ kenne Haas als jemanden, der so viel Wissen, so viele Fähigkeiten in sich trage und stets dazu bereit sei, dies an andere weiterzugeben. Auch ihm überreichte der Landesbeauftragte des THW-Landesverbandes Nordrhein Westfalen, Dr. Hans-Ingo Schliwienski das Ehrenzeichen in Bronze.

Für den Ortsverband hat sich Hothow bereits als Trupp- und Gruppenführer außerordentlich engagiert. Als er 2019 gefragt wurde, ob er dazu bereit wäre noch einmal Gruppenführer der Bergungsgruppe zu werden, zögerte er kurz, da er bereits auf die 60 zugehe, übernahm das Amt jedoch dann. „Ich und die Helferinnen und Helfer haben uns sehr gefreut, und freuen uns immer noch darüber, dass du dich noch nicht in deinen THW-Ruhestand zurückziehst“, dankt Haas dem heute 59-jährigen. Auch Schliwienski bestätigte diese Freude: „Im THW kennen wir keine Rente. Wir finden für jeden und jede eine geeignete Aufgabe!“

Hothows Engagement geht jedoch weit über den Ortsverband hinaus. So betätigt er sich als Prüfer der Grundausbildung und ist seit der Gründung der Auslandseinheit ständiger Fachhelfer der Einheit. Bereits beim ersten Einsatz der Auslandseinheit war er dabei. „Du hast den Aufbau der Schnell-Einsatz-Einheit Bergung Ausland quasi vom Beginn an mit begleitet und hast auch dort stets Verantwortung übernommen“, ehrte Haas Hothow.

Persönlich könne sich Haas noch sehr gut an die Grundausbildung 2006 bei Hothow erinnern: Hothow habe die Helfer*innen bei der Holzbearbeitung ausgebildet. Der Umgang mit Holz sei immer Hothows Steckenpferd gewesen, berichtete Haas, obwohl es nur einen kleinen Teil Hothows Fähigkeiten widerspiegle.

Wenn man beobachte, wie Hothow gemeinsam mit dem Truppführer und den Helfer*innen der Bergungsgruppe zusammenarbeite, könne man sehen wie alle von seinen Erfahrungen, seiner Gelassenheit und seinen Kompetenzen lernen könnten und ihn zu schätzen wüssten, lobt der Ortsbeauftragte den gelernten Tischler und Keramodelleur. Besonders anerkannt würde Hothow im Ortsverband aber nicht nur für seine fachliche Kompetenz, sondern auch für seine menschliche.

Auch Bertrams und Hothows Familien dankte der Ortsbeauftragte des Ortsverbandes: „Es ist nicht selbstverständlich, dass der Ehemann oder Vater regelmäßig freitagsabends, samstags oder unvorhersehbar bei Einsätzen, die auch mal länger dauern können, gehen darf und kann.“

Neben dem Orts- und Landesbeauftragten dankte auch Thomas Kerkhoff, Bürgermeister der Stadt Bocholt, den beiden Geehrten für ihr Engagement. Dabei wandte er sich auch an alle THW-Helfer*innen, die in den vergangenen Tagen im Einsatz waren. „Das THW ist schließlich wie eine Versicherung. Man hofft, dass man es nicht braucht und ist doch froh, dass es das THW gibt“, schloß er seine Dankesrede.

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