75 Hotelzimmer und 50 Apartments – „The Brick“-Komplex am LernWerk ist fertig
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Nomen est omen: Das neue „The Brick Hotel“ – der Name steht für „Backstein“ – mit seinen 75 Zimmern und das angrenzende „The Brick Apartments“-Haus mit 50 Kleinwohnungen an der Industriestraße sind fertiggestellt. Beide Gebäude wurden, ebenso wie das benachbarte LernWerk, im Stil alter Fabrikhallen mit markanten roten Ziegelfassaden errichtet.
Betrieben werden Hotel und Apartmenthaus von der TB Operations GmbH, die zur Investmentgruppe des Bocholter Unternehmers Thomas Duvenbeck gehört.
Das Hotel verfügt über 75 Zimmer in vier Kategorien: Budget, Standard, Komfort und Longstay. Die Preise beginnen bei 90 Euro pro Nacht. Die Longstay-Zimmer verfügen zusätzlich über eine kleine Küche und sind damit insbesondere für Gäste geeignet, die einen längeren Aufenthalt planen und sich teilweise selbst versorgen möchten.
Der Hotelbetrieb ist weitgehend digitalisiert. Gäste können online buchen und bezahlen und erhalten vor ihrer Anreise einen Zugangscode für das Hotel und ihr Zimmer. Auf Wunsch lässt sich für den nächsten Morgen zusätzlich ein Frühstück buchen. Auch der Check-out erfolgt digital per App. „Wir haben dadurch relativ wenig direkten Gästekontakt“, erklärt Geschäftsführer Detlef Hartmann (58). Das ermögliche einen effizienten und kostensparenden Hotelbetrieb.
Die Räumlichkeiten im Erdgeschoss werden in erster Linie als Frühstücksbereich genutzt. Darüber hinaus stehen die Flächen auch für Feierlichkeiten, Veranstaltungen und Workshops zur Verfügung.
Zum Gesamtkomplex gehören außerdem die benachbarten „The Brick Apartments“ mit 50 Kleinwohnungen. Die Vermietung begann nach Angaben Hartmanns im März. Bereits Ende Juli waren sämtliche Apartments vermietet.
Ursprünglich war das Gebäude als Studentenwohnheim geplant. Das Konzept wurde jedoch kurzfristig geändert, da die Fachhochschule als alleinige Zielgruppe nicht ausreichend groß gewesen wäre. Heute richtet sich das Apartmenthaus an eine deutlich breitere Zielgruppe. Aktuell leben dort Menschen aus mehr als 16 Nationen. Die Mindestmietdauer beträgt vier Wochen.
Noch nicht abgeschlossen sind die Arbeiten unmittelbar vor dem Haupteingang des Hotels. Die weiteren Arbeiten erfolgen in guter Zusammenarbeit mit der Stadt. Gäste erreichen das Hotel währenddessen über den rückwärtigen, barrierefreien Eingang.
Auch beim Thema Parken sieht Hartmann die Situation inzwischen als gut gelöst an. Seit vergangener Woche steht dem Hotel der alte Herding-Parkplatz zur Verfügung. Zusätzlich können Gäste den Parkplatz am Bahnhof nutzen. Dieser sei tagsüber aufgrund der Pendler zwar häufig stark ausgelastet, am Abend – wenn die meisten Hotelgäste anreisen – stünden dort jedoch in der Regel ausreichend Parkmöglichkeiten zur Verfügung.
Die Frage, ob Bocholt ein weiteres Hotel benötigt habe, beantwortet Hartmann mit einem klaren Ja. Mit dem „Erzengel“ sei bereits ein öffentliches Hotel weggefallen. Zudem habe er gehört, dass das Europahaus zum Jahresende schließen könnte. „Der Bedarf ist inzwischen schon ganz ordentlich“, sagt der Geschäftsführer mit Blick auf die zahlreichen Vorbuchungen.
Für Hartmann ist der Start des „The Brick“ damit ein wichtiger Schritt. Mit dem Hotel und dem Apartmenthaus ist am LernWerk ein neuer Übernachtungs- und Aufenthaltsstandort entstanden, der sowohl Geschäftsreisende und Kurzurlauber als auch Gäste mit längeren Aufenthalten anspricht.


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