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Offenes Grenzland

Beteiligung junger Menschen ein Schwerpunkt der EUREGIO-Arbeit

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Der EUREGIO-Rat war jetzt zu Gast in der Stadt Greven. Der EUREGIO-Rat tagt dreimal jährlich, im Wechsel bei deutschen und niederländischen Mitgliedern des deutsch-niederländischen Kommunalverbands. In der Sitzung stellte der strategische Leiter des grenzüberschreitenden Zweckverbands, Tjeu Semmekrot, das Mobilitätsprojekt MONT Mobility vor. Dabei geht es um nachhaltige Mobilitätsplanung in Osnabrück, Münster und der „Netwerkstad Twente“ (Enschede, Hengelo und Almelo). Auch die optimale Anbindung an die umliegenden ländlichen Gebiete  wird in diesem Projekt mitberücksichtigt. 

Der Rat berief Baukje Dijkstra, Bürgermeisterin der Gemeinde Winterswijk, als neues Mitglied in den Vorstand des Zweckverbands. Sie folgt auf Annette Bronsvoort. Dijkstra bringt unter anderem Erfahrungen aus ihrer diplomatischen Tätigkeit und im Bereich internationaler Beziehungen mit und hatte bereits im Vorfeld angekündigt, sich intensiv für die grenzüberschreitende Zusammenarbeit engagieren zu wollen.

Darüber hinaus wurden mehrere Neubesetzungen in den Fachausschüssen vorgenommenb. Neu benannt wurden Esther Ruesen (Ratsmitglied Gemeinde Aalten), Majanka Faber (Ratsmitglied Gemeinde Coevorden), Anton Stapelkamp (Bürgermeister der Gemeinde Aalten), Clemens Lammerskitten (Ratsmitglied der Gemeinde Wallenhorst), Theo Donderwinkel (Wethouder der Gemeinde Oost Gelre), Ellen Hemmers (Vorstandsmitglied der Waterschap Vechtstromen), Meryam Sümer (Ratsmitglied der Gemeinde Enschede) und Henri van der Kolk (Ratsmitglied der Gemeinde Wierden). Hinzu kommen als Vertreterinnen der Teilregionen Annette Dwars (Gebiet Regio Twente), Ingrid Groenewegen (Gebiet Coevorden / Hardenberg / Ommen) und Christina Dues (NRW-Teil der EUREGIO). Sie wirken künftig in den Ausschüssen „MOZER – Gesellschaftliche Entwicklung“, „Wirtschaft und Arbeitsmarkt“ beziehungsweise „Nachhaltige Raumentwicklung“ mit.

Einen weiteren Schwerpunkt bildete die Beteiligung junger Menschen. Felix Pankau vom Jugendrat der Stadt Münster berichtete den Ratsmitgliedern über die Kandidatur der EUREGIO für den Titel „European Youth Capital 2029“. Seit April gehört die EUREGIO zu den fünf Kandidaten auf der Shortlist. Junge Menschen aus Deutschland und den Niederlanden wirken aktiv an der weiteren Ausarbeitung der Bewerbung mit. Ziel ist es, ihre Beteiligung an politischen Entscheidungsprozessen zu stärken und bestehende Angebote insbesondere auch im ländlichen Raum besser zugänglich zu machen.

Auch darüber hinaus baut EUREGIO Youth die Möglichkeiten zur grenzüberschreitenden Beteiligung weiter aus. Für Dezember 2026 ist ein neues EUREGIO Youth Camp geplant, bei dem Jugendliche aus beiden Ländern gemeinsam Ideen und Projekte entwickeln und sich mit der Arbeit des EUREGIO-Rates auseinandersetzen.

 

Mit der Euregionalen Bildungskette (EDL) stärkt die EUREGIO die grenzüberschreitende Zusammenarbeit von Schulen sowie Begegnungen zwischen Kindern und Jugendlichen aus Deutschland und den Niederlanden. Das INTERREG-Projekt läuft zum 1. April 2027 aus und wird am 18. November 2026 mit einer Abschlussveranstaltung in Enschede gewürdigt. Gleichzeitig arbeiten die fünf deutsch-niederländischen Euregios daran, die Bildungszusammenarbeit über das Projektende hinaus fortzuführen. Ziel ist es, auf den aufgebauten Strukturen und Erfahrungen aufzubauen und zentrale Ergebnisse wie das Expertisezentrum und die Schulmakler nachhaltig zu sichern.

Auch die neue Saison der EUREGIO Games ist gestartet. Bestehende Sportveranstaltungen können Teil der EUREGIO Games werden und um eine grenzüberschreitende EUREGIO-Wertung ergänzt werden. Mehrere Anmeldungen für die neue Saison liegen bereits vor. Geschäftsführer Christoph Almering rief die Mitgliedskommunen dazu auf, vor Ort für die EUREGIO Games zu werben und geeignete Turniere und Sportveranstaltungen auf das Angebot aufmerksam zu machen.

Neben Mobilität, Bildung und Jugend standen auch die Trinkwasserversorgung und der Hochwasserschutz im Fokus. Dabei ging es um die Frage, wie sich die Grenzregion angesichts gemeinsamer Herausforderungen widerstandsfähiger aufstellen kann. Auch Bevölkerungsschutz und Zivilschutz werden für die grenzüberschreitende Zusammenarbeit in Zukunft eine wichtige Rolle spielen.

„Die EUREGIO, das sind alle Mitgliedskommunen gemeinsam. Es ist überaus wichtig, dass unsere Mitglieder in ihren eigenen Gremien und Netzwerken über die euregionale Zusammenarbeit und ihre Bedeutung sprechen, um die EUREGIO noch bekannter zu machen und das Bewusstsein dafür zu stärken, welche Chancen die Zusammenarbeit mit unseren Nachbarn direkt vor der Haustür bietet – für die Wirtschaft, die Politik, aber vor allem auch für die Menschen, die hier leben“, so Almering.

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