Erstes Teilstück des Nordringes wird gebaut

Für 2,6 Millionen Euro – davon 1,6 Millionen Landesmittel – baut die Stadt im kommenden Jahr eine Verbindungsstraße zwischen Barloer und Burloer Weg. Die sogenannte „Spange“ ist Teil des geplanten Nordringes und soll andere Straßen entlasten. Weil das Stück jedoch zur Umgehung von Bocholt gehört, gehen einige Anwohner davon aus, dass dort eine Art Bundesstraße gebaut wird. „Das ist nicht der Fall. Das wird eine ganze normale Straße mit Fußgänger- und Radweg werden“, stellte jetzt die CDU-Stadtverordnete Elisabeth Kroesen bei einem Ortstermin klar.Stadtbaurat Daniel Zöhler erläuterte derweil im Interview mit Made in Bocholt noch einmal die Gesamtpläne. Auch wenn andere Städte mehr in Radverkehr und ÖPNV investieren, hält er der Nordring  – schon allein als Erschließung für neue Baugebiete – für dringend notwendig.https://youtu.be/QBH69Js1Rxc […]

Amputation: Lisa (24) verliert rechten Fuß

Von BERTHOLD BLESENKEMPERDer 24-jährigen Lisa Böhle aus Bocholt, die wegen einer Sepsis fast ihr Leben verloren hat und die nur unter dramatischen Umständen gerettet werden konnte  (wir berichteten), musste laut einem Bericht ihrer Freunde vor einigen Tagen der rechte Fuß amputiert werden. Auch der linke ist unter Umsänden nicht mehr zu retten, heißt es auf der Webseite „Helft Lisa!“.  Gut verlaufen scheint indes eine OP an der Hand zu sein.Währenddessen sammeln ihre Freunde weiter Spenden für die junge Frau. Fast 24.000 Euro sind bereits zusammengekommen. Unter anderem stellte die erste Mannschaft des VfL Rhede ihr Preisgeld aus dem Gewinn des Setex-Cups in Dingden bereit. Am 14. September findet zudem ein Benefizfussballspiel der Traditionsmannschaft des VfL Bochum gegen ein All-Star-Team mit Spielern aus der Region auf der Platzanlage der DJK 97/30 Lowick statt.Auch in den sozialen Medien findet die Aktion breite Unterstützung. Allerdings gibt es dort auch zum Teil scharfe Kritik. “Wenn man in Deutschland krank ist, wird man versorgt und selbst wenn man kein Geld hat bekommt man von Krankenkassen etc. Sachen gestellt und geliefert, zudem kann man einen Pflegegrad beantragen“, schreibt ein User bei Made in Bocholt. […]

Zu Gast bei Made in Bocholt: Regierungssprecher glaubt an lokalen Digitaljournalismus

NRW-Regierungssprecher Christian Wiermer (r.) im Gespräch mit Berthold Blesenkemper. Foto: Luna GrotstabelNRW-Regierungssprecher Christian Wiermer glaubt fest an die Chancen von lokalem Digitaljournalismus. Überall in Land entstünden zurzeit entsprechende Plattformen, berichtete er heute während eines Besuches bei Made in Bocholt. Mit Gründer Berthold Blesenkemper diskutierte Wiermer über unabhängige politische Berichterstattung und User-Kommentare auf Facebook, aber auch über Vermarktungs- und Geschäftsmodelle.Blesenkemper erläuterte dem Gast aus Düsseldorf seine Motivation. „In Zeiten, in denen immer weniger Menschen Zeitung lesen, gewinnen soziale und digitale Medien an Bedeutung“, meinte er. Dies gelte vor allem für die mittelalten und jüngeren Generationen. Wenn niemand da sei, der online und frei zugänglich über Ratssitzungen oder gesellschaftlichen Entwicklungen berichte, würden große Teile der Bürger einer Kommune von demokratischen Prozessen gänzlich abgeschnitten, verdeutlichte der Made-in-Bocholt-Macher weiter. Dennoch scheitern viele interessante Projekte immer wieder an der Finanzierung. „Journalismus ist Arbeit und verschlingt Zeit“, erklärte Berthold Blesenkemper. Allein für die Erstellung seines jeden Morgen um 7 Uhr erscheinenden Newsletters „Der #Tag in Bocholt“ benötigt er je Ausgabe circa 60 Minuten. Noch aufwändiger ist aktuelle und ausführliche Berichterstattung aus Rats- oder Ausschusssitzungen.Auf Dauer gehe das nur, wenn die Redaktion personell breiter aufgestellt werde, so der 58-jährige Bocholter. Das wiederum erfordere eine Bereitschaft der Nutzer, das auch finanziell zu unterstützen. Made in Bocholt wird deshalb in den kommenden Tagen eine freiwillige Mitgliedschaft einführen (mehr dazu morgen). Mit vielen Eindrücken und – als kleines Abschiedsgeschenk – einem Bocholter „Wimmelbuch“ kehrte NRW-Regierungssprecher Christian Wiermer schließlich nach Düsseldorf zurück.  […]

Ein „Cargo-Bike“ im Alltagstest

Lastenfahrräder sind im Trend. Vor allem in Großstädten. Mit ihnen können Handwerker ohne Parkplatzprobleme bis vor die Haustüre der Kunden fahren. Die Firma Schlatt & Söhne hat ein solches so genanntes „Cargo-Bike“ von der Firma Sortimo zur Verfügung gestellt bekommen. Berthold Blesenkemper hat es sich ausgeliehen und einem Bocholter Alltagstest unterzogen. Fazit: Alls prima – nur die Fahrradwege sind für solche Neuerungen viel zu schmal.https://youtu.be/vy_eNkQo_CU […]

Jetzt auch Stefan Schmeink im Rennen um die SPD- Bürgermeisterkandidatur

Stefan Schmeink. Foto Rolf BoesveldEin Kommentar von BERTHOLD BLESENKEMPERDa waren’s plötzlich drei: Nach Peter Wiegel und Martin Schmidt hat jetzt mit Stefan Schmeink ein weiteres SPD-Mitglied im Kampf um die Bürgermeisterkandidatur seinen Hut in den Ring geworfen. Das  bestätigte der 56-jährige Kaufmann im Außendienst heute gegenüber Made in Bocholt. Über die Beweggründe und Motive schwieg der stellvertretende Vorsitzende des Ortsverbandes jedoch. Die will er erst intern seinen Genossen mitteilen, ehe er in die Öffentlichkeit geht.Damit hat die Partei die Qual der Wahl. Es wird damit gerechnet, dass sich alle drei dem Votum eine Delegiertenversammlung stellen werden. Theoretisch denkbar wäre auch eine Urwahl. Die aber sieht die Satzung der SPD (noch) nicht vor. Eine interne Findungskommission um den Ortsverbandvorsitzenden Bernhard Pacho hatte sich zuvor mehrheitlich für Martin Schmidt ausgesprochen. Der war in einem Zweikampf mit Peter Wiegel dann zunächst auch der klare Favorit. Mit Stefan Schmeink jedoch bekommt der Wunschkandidat der Ortsverbandsspitze einen mehr als aussichtsreichen Gegenkandidaten (siehe unten). Für Pacho persönlich ist das bisherige Findungsverfahren ein Führungs-Fiasko. An das von ihm vorgeschlagene Auswahlverfahren hat sich – außer ihm selbst – so gut wie neimand gehalten.Für die Bocholter erhöht sich damit die Zahl der potenzuellen Bürgermeister auf fünf. Wir stellen sie sowie ihre Stärken und Schwächen noch einmal vor: Thomas Kerkhoff (CDU): Der 37-jährige ist seit vier Jahren Bürgermeister in Gescher und hat entsprechende Erfahrung im Führen einer Verwaltung. Er ist als stellvertretender Vorsitzender der Kreis-CDU in der Partei gut vernetzt und hat zahlreiche Kontakte nach Düsseldorf und Berlin. Seine Vorteile sind aber auch seine größten Mankos. Kerkhoff beginnt seine Kandidatur in Bocholt mit einem Wortbruch in Gescher. Er hat den Menschen dort noch vor zwei Jahren noch öffentlich zugesagt dort zu bleiben. Zudem kennt er Bocholt nur wenig.Martin Schmidt (SPD): Der wissenschaftliche Referent des LWL-Textilwerkes in Bocholt scheint der Favorit der Sozialdemokraten zu sein. Der 51-Jährige ist eloquent und engagiert sowie als Schriftführer des Stadtverbandes und sachkundiger Bürger seit Jahren politisch aktiv. Der in Bernkastel-Kues geborene Kunstgeschichtler kam mit seiner Familie  allerdings erst 2012 nach Bocholt und ist hier noch recht wenig vernetzt. Peter Wiegel (SPD): Der 60-Jährige ist der politisch Erfahrenste im Kreis der bisheriger Kandidaten. Er sitzt seit 2009 im Rat und ist dort seit 2013 Fraktionschef seiner Partei. Als Bocholter ist er in der Stadt sehr gut vernetzt. Allerdings fehlt ihm derzeit scheinbar die Rückendeckung der Partei. Stefan Schmeink (SPD): Der 56-jährige ist der wohl volkstümlichste aller bisherigen Bewerber. Er ist gebürtiger Bocholter, als Vorsitzender des FC Olympia Bocholt auch neben der Politik ehrenamtlich aktiv und gut vernetzt. Seine Schwäche: Bislang hat sich Schmeink politisch nicht gerade nach vorne gedrängt und stets mit der zweiten Reihe begnügt. Frank Büning (Die Linke):  Wer wissenschaftliche Mitarbeiter der Westfälischen Hochschule kommt von den Grünen und hat nach dem Bruch mit der Partei zunächst die Freien Grünen gegründet und jetzt den Linken angeschlossen. Er beweist im Rat als Fraktionsvorsitzender der Freien Grünen/Die Linke großes politisches Gespür und ist als Bocholter gut vernetzt in der Stadt. Als Linker werden ihm im eher konservativen Bocholt allerdings nur wenige Chancen eingeräumt. […]

1. FC Bocholt erstellt eigene GIFs

via GIPHYDer Fußball-Oberligist 1. FC Bocholt hat im Rahmen des jährlich stattfindenden „Media Days“ in Zusammenarbeit mit der Bocholter Digitalagentur skeon digital GmbH erstmals GIFs produziert. In sozialen Netzwerken wie Instagram und Facebook oder in Messenger-Diensten wie WhatsApp sind derartige Animationen heutzutage nicht mehr wegzudenken.”Wir wollen uns in den sozialen Netzwerken noch stärker verankern”, sagte Initiator Stefan Schniedertöns zur Aktion. Weiter führt er aus: “Durch den SchwattenShop ist es uns gelungen, dass viele Fans unser Team mit Schal und Trikot bei den Spielen unterstützen. Diese Gemeinschaft soll nun auch digital weiter gefördert werden.” Denn die GIFs können von jedem universell auf fast jeder Plattform genutzt werden. Dazu zählen beispielsweise Facebook, Facebook Messenger, Instagram Stories und WhatsApp. Schon vor der offiziellen Bekanntgabe wurden die GIFs mehrere hundert Mal genutzt und über 40.000 Mal gesehen – und das nur auf öffentlichen Kanälen. Statistiken darüber, wie häufig die GIFs bereits in privaten Chats oder Stories verschickt wurden, gibt es aus Datenschutzgründen selbstverständlich nicht.”Der Wert für die Marke 1. FC Bocholt in einer jungen Zielgruppe ist dadurch natürlich enorm”, so Schniedertöns. “Wir gehen davon aus, dass die GIFs in den nächsten Monaten zu einer festen Konstante in der Kommunikation rund um den Verein werden”, pflichtet ihm Pressesprecher Benjamin Kappelhoff bei.Die GIFs selber sind kleine Animationen von wenigen Sekunden, in denen jeweils ein Spieler des Vereins eine Handlung vorführt. Die Palette der verschiedenen Aktionen ist dabei sehr groß. Von dem Zeigen in verschiedene Richtungen, über Jubelposen bis hin zu humorvolleren Clips. Dadurch werden sie vielseitig einsetzbar. Tim Winking, Kapitän der Oberliga-Mannschaft sagte dazu: “Die Produktion der GIFs hat bereits großen Spaß gemacht. Viele Spieler nutzen sie in den Instagram Stories oder in WhatsApp.” Lachend erzählt er: “Ich glaube von jedem Spieler war der GIF bereits mehrfach in unserer WhatsApp-Gruppe, aber es wird einfach nicht langweilig.” Er spricht von einem besonderen Gefühl: “Eigentlich kennt man es nur von Bundesliga-Spielern, nun haben wir alle auch eigene GIFs die in der Suche erscheinen.”Gefunden werden können alle GIFs mit den Schlagwörtern „bocholt“, „1fcbocholt“, “fcbocholt” oder “schwatteLiebe”. Über 30 GIFs des 1. FC Bocholt sind bereits online. Weitere werden in den kommenden Wochen folgen. Wer eine Übersicht aller GIFs sehen möchte, findet diese hier: https://giphy.com/fcbocholt. […]

24-jährige Bocholterin plötzlich todkrank – Freunde bitten: „Helft Lisa!“

Von BERTHOLD BLESENKEMPERLisa ist 24 Jahre alt. Vor zwei Wochen noch hat die Bocholterin getanzt, gefeiert und sich auf ein fröhliches Wochenende mit  Freunden in Hamburg gefreut. Doch dann schlug die Krankheit zu – wie aus dem Nichts, gnadenlos und schnell. Was zunächst harmlos mit Schüttelfrost und Fieber begann und nach einer Sommergrippe aussah, endete beinahe tödlich in multiplen Organversagen und künstlichem Koma. Auslöser war eine Sepsis. Das Wichtigste: Lisa hat überlebt. Sie kann wieder sprechen und ist im Kopf klar. Ihrem Körper aber hat die Krankheit schwere Schäden zugefügt. Das linke Ohr ist taub, die rechte Hand reagiert nicht, und die Hände sind mit toter Haut überzogen. Zudem droht der 24-Jährigen eine Teilamputationen der Füße.  „Helft Lisa“!“, meinen stellvertretend für ihre Freunde Thomas Söntgen und Michael Bekaan und haben eine Online-Spendenaktion eingerichtet. Schon bei Reiseantritt nach Hamburg hatte sich Lisa schlapp gefühlt. In der Nacht zu Samstag verschlechterte sich ihr Zustand. Es kam zu Schüttelfrost und Fieber. Ein Notarzt wurde am nächsten Morgen ins Hotel bestellt. Der diagnostizierte einen grippalen Infekt und verordnete Paracetamol. Lisas Zustand besserte sich jedoch nicht. Im Gegenteil: Die Schmerzen nahmen bis zur Unerträglichkeit zu. Schließlich wurde die Bocholterin in ein Hamburger Krankenhaus gebracht. „In der Nacht begann der Horror dann erst richtig“, schildern die Freunde auf der eigens eingerichteten Webseite www.helft-lisa.de. Die 24-Jährige kollabierte. Da höchste Lebensgefahr bestand, wurde sie ins künstliche Koma versetzt. Dann eine Operation. Der Bocholterin musste die schon nicht mehr zu rettende Milz entfernt werden. „ Gott sei Dank lief alles gut und Lisa blieb stabil, auch dank eines Kreislauf-Medikamentes das die Arterien verengt um so einen guten Kreislauf zu garantieren“, berichten die Freunde. Gleichzeitig aber wurden die Extremitäten nicht mehr so gut mit Blut versorgt. Hände und Füße begannen abzusterben.Vergangenen Samstag erwachte Lisa schließlich aus dem Koma. Sonntags konnte sie bereits wieder sprechen. Zweimal wurde sie inzwischen schon an den Händen operiert. Zudem muss sie zwischenzeitlich immer wieder an Dialysegeräte angeschlossen werden, um ihr Blut zu reinigen. Nun soll sie von Hamburg zu Spezialisten nach Bochum verlegt werden, um eventuell doch noch ihre Füße zu retten. „Wir klammern uns mit Lisa an diesen kleinen Strohhalm der Hoffnung“, schreiben Thomas Söntgen und Michael Bekaan. Die beiden rufen zu Spenden auf. Das Geld wird benötigt für eine Beteiligung am Intensiv-Krankentransport, für den Selbstanteil an notwendigen Prothesen, für eine spezielle Aroma-Therapie um die Haut zu stimulieren und sonstige Reha-Kosten. Mehr als 12.500 Euro sind in den ersten sechs Tagen bereits zusammen gekommen. „Damit hätten wir nie gerechnet“, erklärt Bekaan. Eigentlich hatte sie das sogenannte Moneypool-Konto nur eingerichtet, um Freunden und Bekannten die Möglichkeit zugeben zu spenden. Jetzt aber hat die Aktion derartige Kreise gezogen, dass sie nächste Woche auch ein normales Girokonto für Lisa anlegen wollen. […]

Von „verwundert” bis „tief getroffen“: Bürgerstiftung reagiert auf Vorschläge der Politik

Die Bürgerstiftung Bocholt hält an ihren BürgerKulturHaus-Plänen und der damit verbundenen Sanierung des Schützenhauses fest. Abstriche könnten hier und dort gemacht werden. Das Konzept insgesamt jedoch sei stimmig, betonte Vorsitzender Marcus Suttmeyer im Gespräch mit Made in Bocholt. Um der Aufforderung vieler Befürworter nachzukommen, über Alternativen nachzudenken, werde die Stiftung möglicherweise schon bald einen tragbaren Finanzplan mit einer etwas kleineren Saal-Lösung vorstellen. Aber: „Wir können nach drei Jahren, in denen wir sehr viel Arbeit, Zeit und Geld investiert haben, nicht einfach mal eben wieder ganz von vorne anfangen“, weist er Forderungen aus Reihen der Politik nach grundsätzlich neuen Ideen zurück.Persönlich tief getroffen hat Suttmeyer nach eigenen Angaben die Stellungnahme der Jungen Union.  Begriffe wie „Beerdigung“ und „gestorben“ trieften nur so vor Zynismus und seien für viele in der Bürgerstiftung ehrenamtlich engagierten Helfer ein schmerzhafter Schlag unter die Gürtellinie. Der Bürgerstiftungsvorsitzende geht gleichzeitig auf den Vorschlag der CDU-Nachwuchsorganisation ein, Verwaltung und Beteiligte müssten sich nun Gedanken über Alternativen für das Grundstück und seine Nutzung machen. „Bisher hat sich die JU nie an die Bürgerstiftung gewandt  beziehungsweise mit ihr geredet. Bei vielen anderen Parteien, Organisationen und Vereinen hat man dagegen im Rahmen unserer Präsentationen neugierig auf die Projektkonzeptionierung geschaut und angeregt diskutiert. Oft mit zustimmenden Fazit“, so Suttmeyer.Verwundert hat Suttmeyer  auch die Idee der Jungsozialisten zur Kenntnis genommen, das Schützenhaus in einer Art Public-Private-Partnership umzubauen und ein Art Crowd-Funding anzustoßen. „In unseren Finanzierungskonzept ist genau ein solcher Anteil aus PPP-Mitteln enthalten. Die Idee also nicht neu“, meint der Bürgerstiftungs-Vorsitzende. Zudem sei eine Stiftung nicht anderes als ein Crowd-Funding-Modell.Über den Vorschlag der Sozialen Liste, alternativ zum Umbau des Schützenhauses eine große, einfache Veranstaltungshalle auf dem KuBAaI-Gelände zu errichten, kann Suttmeyer nach eigenen Angaben nur den Kopf schütteln. „Erstens trägt sich so etwas dauerhaft finanziell nicht. Zweitens wollten wir eine Heimat schaffen für all die Vereine und Institutionen, die in Bocholt von der Stadt kein Vereinsgelände und kein Vereinsheim mitfinanziert bekommen haben. Dass ausgerechnet eine soziale Liste gegen so etwas sein kann, verstehe ich beim besten Willen nicht“, erklärt der Stiftungsvorsitzende.  Zudem sei satzungsmäßig verankert, das Schützenhaus zu erhalten und nicht irgendwo etwas Neues zu bauen, ergänzt er. […]

Die Arroganz der politischen Macht!

Ein Kommentar von BERTHOLD BLESENKEMPERDie Junge Union Bocholts fordert die „Beerdigung“ des BürgerKulturHaus-Projektes. Dieses sei längst „gestorben“, schreibt der Vorsitzende Lukas Behrendt, der auch stellvertretender Parteivorsitzender und Fraktionsvorsitzender der CDU ist, in einer Presseerklärung.  Weiter fallen Begriffe wie „Unverschämtheit“ und „Millionengrab“. Nun kann man in der Sache durchaus unterschiedlicher Meinung sein. Aber um seinen Standpunkt deutlich zu machen, darf und kann man sich als gewählter Volksvertreter nicht derartig im Ton vergreifen. Es scheint, als ob dem Nachwuchspolitiker seine Ämter gewaltig zu Kopf gestiegen, wenn er die Meinung Andersdenker derartig abfällig bewertet und damit die Arroganz der politischen Macht demonstriert.Zur Sache: Der BürgerKulturHaus-Plan ist zunächst einmal ein Bürgerprojekt einer Bürgerstiftung. In ihr engagieren sich mehr als zwei dutzend Bocholter Vereine, deren ehrenamtlichen Vorstände sich darauf gefreut hatten, endlich eine Heimat zu bekommen und mal wieder schönere Veranstaltungen organisieren zu können. Ihnen die Träume zu nehmen, ist eine Sache. Dann aber auch noch verbal nachzutreten, eine ganz andere. Lukas Behrendt hat natürlich Recht wenn er sagt, dass die Politik die Prioritäten neu und anders gesetzt hat. Das ist ihr gutes Recht. Aber er muss sich gefallen lassen, dass viele Bürger andere Prioritäten setzen. Das ist genauso ihr Recht – umso mehr, als einige Beschlüsse durchaus in Zweifel gezogen werden können.Beispiel Rathaus. Er ist Bürgern nur schwer klar zu machen, dass für ihre Wünsche kein Geld da ist, für die Wünsche der Verwaltungsspitze jedoch jede Menge. Das ist genau die Verwaltungsspitze, die den Rat und damit die Vertreter der Bürgerschaft an der Nase herumgeführt und die Unterdenkmal-Stellung des umstrittenen Rathauses so lange verschwiegen hat, bis eine Abriss oder andere kostengünstige Lösungen nicht mehr möglich waren. Statt dieser Verwaltungsspitze klar und deutlich die Meinung zu geigen und einen Verweis zu erteilen, baut man ihr jetzt für 6,5 Millionen Euro auch noch ein viertes Staffelgeschoss aufs Dach, dessen Kosten-Nutzen-Verhältnis keiner darstellen kann.Beispiel Citygestaltung: Jahrelang haben Rat und Verwaltung hier gepennt. Darum wollen sie jetzt mal eben eine zweistellige Millionen-Summe hineinpumpen, um zu retten, was zumindest so nicht mehr zu retten ist. Es nutzt nämlich nichts, neu zu pflastern, zusätzliche Blumenbeete, Bäume und Wippepferde aufzustellen und die Innenstadt in Altstadt umzubenennen, wenn nach wie vor samstags ab 13 Uhr der große ESB-Kehrwagen unter Getöse über den Markt fährt und mit dem Abfall auch gleich alle Besucher wegfegt. Was die City braucht, ist ein inhaltliches Konzept. Die erste autofreie City Deutschlands könnte sie sein oder auch die grünste und gemütlichste oder die modernste und digitalste. Hauptsache, es würde erst mal ein Ziel gesteckt und dann erst gebaut.Beispiel Nordring: Hier versucht die CDU mit den Wahlversprechen von gestern und Bauplänen von vorvorgestern Verkehrspolitik von morgen zu machen. Dabei bedient sie sich eines dreisten Etikettenschwindels. Denn seitdem Daniel Zöhler Stadtbaurat ist, ist der Ring, der immer als Stadtring geplant wurde und auch noch immer so heißt, plötzlich kein Ring mehr, sondern vorrangig eine Erschließungsstraße für neue Baugebiete. Gegen neue Baugebiete und Erschließung kann schließlich keiner etwas haben, so der Gedanke. Für wie blöd halten Politik und Verwaltungsspitze den Bürger eigentlich?Kurzum: Was Lukas Behrendt als „Unverschämtheit“ bezeichnet, nenne ich Basisdemokratie. Dass Bürger Entscheidungen des Rates in Zweifel ziehen, ist nicht nur ihr Recht, sondern in einer Stadt, in der es seit Jahren keine echte Opposition mehr gibt, sogar ihre Pflicht.Ein Vorschlag zur Güte: Wenn die Stadtverordnetenversammlung sich derartig sicher ist, in der Priorisierung goldrichtig zu liegen, kann sie ja per Ratsbeschluss einen Bürgerentscheid anstrengen. Andernfalls werden es die Bürger selbst machen. Hans-Josef van Hüth (Freie Grüne/Die Linke) hat es bereits öffentlich angeregt. […]

Europas führende Fahrradstadt – eine Vision für Bocholt

Ein Kommentar von BERTHOLD BLESENKEMPERFrüher gab in Bocholt noch Menschen mit Visionen. Der ehemalige Stadtbaurat Klaus Fehlemann war ein solcher. Er schlug schon vor Jahrzehnten vor, die ganze Innenstadt zu überdachen. Damals hielt man ihn für ein wenig verrückt. Heute wäre Bocholt berühmt, hätte man seine Idee von damals verwirklicht. Stattdessen hat sich die Stadt jahrelang im Klein-Klein verstrickt. Wie an dieser Stelle schon einmal kommentiert, ist sie mal Einkaufsstadt, mal Zukunftsstadt, mal Europastadt, mal Hochschulstadt, mal Fair-Trade-Stadt, mal Sportstadt, mal Industriestadt im Grünen, mal Best Christmas City und mal Klimakommune. Bocholt ist alles und damit eigentlich nichts.Dabei wäre die Sache so einfach. Bocholt müsste sich konsequent auf das konzentrieren, was es eigentlich immer schon erfolgreich ist und war: Fahrradstadt. Nein, das ist zu wenig: Europas führende Fahrradstadt müssten wir sein. Eine Stadt mit den besten Fahrradhändlern (haben wir schon), mit einer großen jährlichen Fahrradmesse (haben wir in Ansätzen schon), mit schönen Radwegen (haben wir schon), mit digitalen Fahrrad-Verleih- statt manuellen -Flickstationen, mit einem Park-and-Bike-System, mit einem Fahrradmuseum (viele historische Exponate gibt es schon in der Stadt), mit einer Radspur auf dem Ring (eine Idee der Grünen), mit einem auf Zweiradentwicklung konzentrierten Maschinenbaustudium an der FH, mit Fahrradschnellwegen in die Außenbereiche, mit einer Bike-Hall an der Kaiser-Wilhelm-Straße ;-), einem Bike-Hotel, mit einer weitestgehend autofreien City (ansatzweise schon von der SPD vorgeschlagen) und, und, und. Ganz autofrei funktioniert nicht? Doch! Die spanische Stadt Pontevedra hat es bewiesen.Mit einer solch konsequenten Ausrichtung und Markenbildung würde Bocholt fünf Fliegen mit einer Klappe schlagen. Die Stadt hätte endlich ein gemeinsames ZielBocholt würde weithin bekannt werdenCity und Tourismus würden gestärktDer Klimaschutz würde deutlich verbessertInvestitionen würden sich schnell amortisieren„Wer Visionen hat, soll zum Arzt gehen“, soll Alt-Kanzler Helmut Schmidt mal gesagt haben. Ich halte es da mehr mit den Japananern. Die haben folgendes Sprichwort: „Eine Vision ohne Handeln ist ein Tagtraum. Handeln ohne Vision ist ein Albtraum!“ […]

Prognose: Bocholt schrumpft bis 2040 auf 66.000 Einwohner

Das Rennen um die Nummer zwei der Städte im Münsterland hat Bocholt laut den Westfälischen Nachrichten bereits verloren. Jahrelang lieferten sich die Rheine und Bocholt in diesem Punkt ein Kopf-am-Kopf-Rennen. Jetzt ist Rheine auf fast 80.000 Einwohner angewachsen. Bocholt hingegen ist in der gleichen Zeit laut einer Fortschreibung der Volkszählung von 2011 statistisch auf nur noch 71.000 Einwohner geschrumpft. Damit nicht genug. Bis 2040 prognostiziert das statistische Landesamt NRW in seiner Gemeindemodellrechnung eine weitere Abnahme um fast acht Prozent auf dann nur noch 66.000 Einwohner. Im Rathaus läuten die Alarmglocken. Ein Grund für die Negativentwicklung ist die demographische Entwicklung. So werden bis 2040 nur noch etwas mehr als halb so viele Bocholter geboren wie sterben. Zudem hat die größte Stadt im Westmünsterland seit Jahren ein negatives Wanderungssaldo bei der deutschen Bevölkerung. Würden momentan nicht so viele Ausländer in die Stadt kommen, wäre die Lage noch schlechter.Experten machen laut einem Bericht in der heutigen Ausgabe des BBV unter anderem die angespannte Wohnungssituation für die Lage verantwortlich. Wohnen in der Stadt ist vergleichsweise teuer, heißt es in dem Artikel. Zudem sei bezahlbarer Wohnraum knapp. Gleiches gelte für Gewerbeflächen. Das hemme die wirtschaftliche Entwicklung.  Schwächen werden außerdem im Bereich weicher Standortfaktoren wie Bildung und Kultur ausgemacht,  Und: „Bocholt muss sich auch nach außen hin bekannt machen“, zitiert das Bocholter-Borkener Volksblatt Sascha Terörde, Leiter des Zukunfts- und Strategiebüros im Rathaus.Lesen Sie dazu auch den Kommentar „Europas führende Fahrradstadt – eine Vision für Bocholt“ von Berthold Blesenkemper […]

Wer Vertraulichkeit bricht, zerstört Vertrauen

Ein Kommentar von BERTHOLD BLESENKEMPERDie Bocholter Politik fordert die Bürgerstiftung auf, neue und deutlich abgespeckte Pläne für das geplante BürgerKulturHaus im ehemaligen Schützenhaus vorzulegen. Das schreibt heute das BBV. Die Zeitung berichtet und zitiert dabei ausführlich aus einer nicht öffentlichen Sitzung des Ältestenrates der Stadt. Demnach wollen die Fraktionen die Landesförderung der inzwischen 48,5 Millionen Euro teuren Rathaussanierung nicht gefährden und lehnen die Beantragung der 10 Millionen Euro Fördermittel für die 16,5 Millionen teuren Bürgerstiftungspläne ab. Damit steht nach der abgelehnten Theissen-Lösung jetzt auch die Bürgerstiftungs-Lösung für das alte Schützenhaus auf der Kippe.Kommen wir zur Kommentierung. Um es dabei gleich vorweg zu sagen: Ich bin befangen. Als überzeugter Stifter und als Schütze unterstütze ich persönlich die Bürgerstiftungs-Pläne. Weil es meiner Meinung nach gut wäre, ein großes Haus mit einem großen Saal für zahlreiche Kultur- und Traditionsvereine, Karnevalisten, Bühnen und Chöre zu schaffen. Deren Gremien tagen heute oft in Hinterzimmern von Gaststätten. Und die Aktiven müssen ihre Hobbies nicht selten in nur bedingt geeigneten Sälen in Barlo, Spork, Herzebocholt oder gar Wesel ausüben.Als Bürger dieser Stadt bin ich zudem davon überzeugt, dass Bocholt einen großen Saal braucht – sowohl als Standortfaktor wie auch für das gesellschaftliche Leben. Es kann nicht sein, dass zukünftige Generationen mit dem letzten Eindruck ins Studium oder in die Ausbildung entlassen werden, Bocholt sei ein derartiges Kaff, dass man nicht einmal mehr einen ordentlichen Schulabschlussball feiern kann. Das wird sich rächen, wenn Bocholter Unternehmen in einigen Jahren noch stärker um Nachwuchs buhlen müssen. „Nörgens bäter as in Bokelt“ wird für ganze Schüler-Generationen eine Lachnummer sein.Umso mehr trifft die Ehrenamtler das Verhalten der Stadtverordnetenversammlung. Für viele ist die Politik kein verlässlicher Partner mehr. Und das aus folgenden Gründen.Sowohl die  Theissen-Lösung als auch die Bürgerstiftungs-Lösung zu kippen und dann – wie der CDU-Fraktionschef Burkhard Weber, dessen Fraktion diesen Schlamassel wesentlich mitverursacht hat – mal eben süffisant und hopplahopp neue Pläne einzufordern, ist eine Frechheit. Die Vorstände und freiwilligen Helfer, die (anders als die lokalen Politiker) keine Aufwandsentschädigungen oder bis zu 400 Euro Sitzungsgeld kassieren, haben über Jahre unzählige Stunden in Pläne, Absprachen, Verhandlungen und Gespräche investiert. Das Verhalten der Politik ist eine schallende Ohrfeige für sie. Die Fraktionen suggerieren, die BürgerKulturHaus-Pläne würden die Rathaussanierung gefährden. Das ist schlichtweg falsch. Die BürgerKulturHaus-Pläne gefährden lediglich die Landesförderung der Ratshaussanierung. Vor exakt zwei Jahren, als die Kosten der Rathaussanierung noch bei 37,5 Millionen Euro lagen, war von Landesförderung keine Rede und das BürgerKulturHaus nicht gefährdet. Kaum aber winkt Düsseldorf mit Geld, wird die Rathaussanierung plötzlich elf Millionen Euro teurer.  Zehn Millionen davon (exakt die Summe, die die Bürgerstiftung als Zuschuss benötigen würde) entfallen auf ein neues, zusätzliches Staffelgeschoss auf dem denkmalgeschützten Rathaus. Für dieses Staffelgeschoss aber ist noch nicht einmal der wirtschaftliche Nutzen nachgewiesen, so dass dessen Sinn in Zweifel gezogen werden muss.Unfassbar, wie Verwaltung und Politik immer wieder die öffentliche Meinung zu manipulieren versuchen, in dem aus vertraulichen Gesprächen und nicht öffentlichen Sitzungen selbst von Spitzengremien gezielt Details ausgeplaudert und Informationen gestreut werden. Das ist schäbig und diskreditiert die gesamte Stadtverordnetenversammlung. Wer zugesagte Vertraulichkeit bricht, zerstört Vertrauen – und zwar endgültig. Dabei wäre ein Kompromiss möglich gewesen. Die Bürgerstiftung speckt ihre BürgerKulturHaus-Pläne und Rat sowie Verwaltung ihrerseits die Rathaussanierungspläne ab. Schon wäre für beiden Projekte Geld da gewesen. So aber bleibt am Ende bei vielen beteiligten Bürgern der bittere Eindruck, dass ihr mühsam erarbeitetes Projekt für eine überteuerte Edelvariante des neuen Rathaus geopfert wird. Heute Abend um 19 Uhr treffen sich die Betroffenen im Gasthaus Zur Glocke. Die Sitzung ist öffentlich. Jeder kann kommen.  […]

adenauer66 – Sportwissenschaft trifft Physiotherapie

– gesponserter Beitrag -Gesund werden, gesund bleiben, gesund trainieren: Das sind die erklärte Ziele im Zentrum adenauer66. „Hier arbeiten Physiotherapeuten, Sportwissenschaftler und Ärzte eng zusammen und ermöglichen so individuelle Therapien, die den Bedürfnissen und Möglichkeiten des Patienten angepasst sind“, erklärt Geschäftsführer Dr. Thomas Paus. Flexible Behandlungspläne, großzügige Zeit- und Personalverfügbarkeit, enge ärztliche Rücksprache und die vielfältigen räumlichen Möglichkeiten sind die Grundlagen des Konzeptes, das Paus zusammen mit seinen Kollegen Dr. Enno Barlag und Gerd Mikulla auf der Basis umfassenden medizinischen Erfahrungen entwickelt und umgesetzt hat.Die Leistungen im adenauer66 reichen von klassischen Physiotherapien wie Massage, Lympdrainage, Fango oder Krankgengymnastik über Präventionsmaßnahmen wie Wirbelsäulentraining, und Adipositas- oder Osteoporose-Beratung bis hin zu  sportartspezifischen Leistungstraining sowie Körper- und Gewebeanalyse. Wer akute Probleme hat, kann sich an einen Heilpraktiker im Haus wenden und eine Diagnose stellen lassen.Wohl einmalig in der Region ist das spezifische Golftraining. Das Logical Golf kann dabei helfen, die für den Schlag benötigte Muskulatur anzusteuern. Krankheitsbedingten Arbeitsausfällen kann mit betrieblicher Gesundheitsvorsorge entgegengewirkt werden. Derweil wird Kinesiotaping eingesetzt, um ein Gelenk zu entlasten, zu stabilisieren oder zu korrigieren.Per Web und soziale Medien informiert das Team regelmäßig über Neuheiten und Entwicklungen in der Prävention und Therapie. Dazu wurde jetzt von der Agentur M hoch 3 eigens die Internetseite erneuert. Mehr Infos dazu unter https://www.adenauer66.de […]

Bocholter Sport verliert mit Elke Küppers seine engagierteste Botschafterin

Von BERTHOLD BLESENKEMPERDie Sportstätten waren ihre Heimat, das Ehrenamt ihr Leben. In Ausübung dieses Ehrenamtes ist Elke Küppers jetzt plötzlich und unerwartet verstorben. Nachdem sie am Samstag während der Internationalen Deutschen Meisterschaften im G-Judo als Repräsentantin das Stadt-Sport-Verbandes Siegerehrungen begleitet hatte, erlitt die 79-Jährige noch in der Euregio-Halle einen Herzstilstand. Der Bocholter Sport verliert mit ihr seine engagierteste Botschafterin.Ganz eng ist der Name Elke Küppers mit dem des TC Blau-Weiß Bocholt verbunden. Als Präsidentin führte sie den Klub durch schwere Zeiten. 2012 gab sie das Amt an ihren Sohn Patrick Küppers ab. Sie selbst wurde wegen ihrer Verdienste gleichzeitig zur ersten Ehrenpräsidentin des Vereins ernannt. Ein Grund mehr für sie, auch weiterhin möglichst alle Turniere zu begleiten und Ansprechpartnerin für jeden zu sein.Von 1997 bis 2018 war Elke Küppers zeitgleich stellvertretende Vorsitzende im Stadt-Sport-Verband Bocholt. Den vertrat sie zudem ehrenamtlich im Ausschuss für Städtepartnerschaft der Stadt Bocholt. Seit der Gründung der „Ständigen Konferenz“ der SSV/GSV im Kreis Borken im Jahre 2008 war die Bocholterin bis 2018 auch deren Mitglied und zwei Jahr lang stellvertretende Sprecherin.2014 wurde Elke Küppers für ihre Verdienste um den Sport auf der Mitgliederversammlung des Kreis-Sport-Bundes Borken mit der Ehrennadel ausgezeichnet. Nachdem sie im Jahr 2018 aus Altersgründen nicht mehr zur Wahl der stellvertretenden Vorsitzenden antrat, ernannte sie der heimische Stadt-Sport-Verband zur „Botschafterin des Bocholter Sports“ und setzte sie für repräsentative Aufgaben ein. Unzählige Ehrungen und Pokalübergaben nahm Elke Küppers in dieser Funktion vor.„Die Nachricht von ihrem Tode kam für uns völlig überraschend und unerwartet. Sie schockiert uns regelrecht. Nicht nur dem Stadt-Sport-Verband Bocholt fehlt zukünftig eine Persönlichkeit, auch der gesamten Bocholter Sportlandschaft wird Elke Küppers fehlen“ schreibt der Stadt-Sport-Verband in einem Nachruf.Aber nicht nur im Sport, auch privat war Elke Küppers stets engagiert und hilfsbereit. Für den St.-Georgius-Schützenverein las sie seit Jahren die Festzeitschriften Korrektur. Wer immer ihre Unterstützung brauchte, dem stand sie zur Seite.Die 79-Jährige hinterlässt einen Ehemann und drei Kinder mit deren Familien. Nicht nur sie werden Elke Küppers in ewigem Andenken halten.Foto: Bruno Wansing/ Stadt Bocholt […]

Matthias Mustermann

Der Tod ist der Horizont des Lebens,aber dieser Horizont ist nur das Ende unserer Sicht.In Liebe und Dankbarkeit nehmen wir Abschied von unserem lieben Vater, Schwiegervater, Opa und OnkelMatthias Mustermann* 25. Februar 1919      † 25. Februar 2019Du wirst uns fehlenMelissa und WernerOlaf und SabineHeike und Florian mit Simon und Catharina46397 Bocholt, im Februar 2019Die Beisetzung ist am Freitag, dem 1. März 2019, um 10:15 Uhr von der Friedhofskapelle Bocholt, Blücherstraße 122, aus.Die Eucharistiefeier ist um 11.30 Uhr in der Kirche St. Paul, wozu wir herzlich einladen.Von Beileidsbekundungen am Grab bitten wir abzusehen.Sollte jemand aus Versehen keine besondere Anzeige erhalten haben, so bitten wir, diese als solche anzusehen. […]