Neue Gildhuis-Filiale mit Café in Dinxperwick

– sponsored Post -Gildhuis geht im wahrsten Sinne des Wortes bis an die Grenze. Am Heelweg 36  in Dinxperwick (Suderwick/Dinxperlo) eröffnet der Bocholter Bäcker am morgigen Samstag (16.11.) eine neue Filiale mit angeschlossenem Café sowie einer Lotto-Annahmestelle. Zweisprachig bedient das Personal dort deutsche wie auch niederländische Kundinnen und Kunden.Im Mittelpunkt des rund 250 Quadratmetern großen Geschäftes steht eine großzügige Verkaufstheke mit frischem Brot, diversen Brötchen, leckeren Kuchen und vieles mehr. Wer sein Frühstück gleich vor Ort einnehmen möchte, für den hält das Team diverse frisch aufgebrühte Kaffeesorten, gekochte Eier und bei Bedarf auch heiße Snacks bereit. Rund 50 Plätze hat das Café. Von dort aus ist auch ein Blick in die offene Backstube möglich.Gildhuis nutzt in Suderwick neueste Technik. Erstmals wird ein Bardgeldautomat eingesetzt, der nicht nur Banknoten und Kleingeld annimmt, sondern auch gleich passendes Wechselgeld zurückgibt. Das optimiert die Hygiene im Verkaufsprozess.Die neue Gildhuis-Filiale ist montags bis freitags von 5:30 bis 18:30 Uhr und samstags von 5.30 bis 13 Uhr geöffnet. […]

Bocholter City-App verknüpft Lokalnachrichten mit Lösungen für den heimischen Handel

Eine Kooperation zwischen zwei heimischen Digitalunternehmen macht’s möglich: Made in Bocholt und 21medien entwickeln eine CITY-APP, die die große Reichweite von Lokalnachrichten mit konkreten und einfach umsetzbaren Lösungen für den örtlichen Handel verbindet. Im Mittelpunkt steht ein von Mathis Schülingkamp entwickeltes Programm, das automatisch Produkte aus bereits bestehenden Onlineshops Bocholter Händler, aber auch aus Warenwirtschaftssystemen zu einem gemeinsamen, großen „Bocholt-Shop“ zusammenfasst. Integriert sind zudem ein Shopping-Stadtplan, digitale Spiele und ein Jobportal. Das Stadtmarketing begleitet die Pläne im Rahmen des Projektes „Smarter Handeln“ und lädt am Mittwoch, den 20. November, um 19:15 Uhr zu einer Infoveranstaltung und App-Präsentation bei 21medien, Ravardistraße 5-7, ein. Anmeldungen nimmt bis zum 18. November 2019 Lisa Hebing hebing@bocholt-stadtmarketing.de  entgegen.In einem weiteren Programmpunkt wird Performance Scout Stefan Geukes einen Impuls zur Frage geben: „Wann treffen Kunden eine Kaufentscheidung, damit sie im Laden kaufen und nicht anderswo?“ Er stellt die wesentlichen Einkaufsmotive, die Rolle und Bedeutung des Personals sowie die Notwendigkeit einer Vernetzung von Online- und Offline-Aktivitäten vor. Für Händler dabei interessant: Investitionen in den digitalen Wandel werden unter Umständen vom Staat gefördert. Multichannel-Verkauf ist auch das Stichwort für die City-App-Macher. „Viele Menschen würden durchaus gerne vor Ort kaufen statt bei Amazon oder Ebay, wenn sie nur wüssten, wo es was gibt und wie man das schnell und bequem nach Hause bekommt. Diese Lücke wollen wir schließen“, erklärt Berthold Blesenkemper. Er hatte bereits vor einem Jahr Händlern angeboten, Produkte im Made-in-Bocholt-Shop einzustellen. Doch die Auswahl war damals noch zu gering für einen durchschlagenden Erfolg.Das soll sich mit der City-App ändern. „Wenn dort die Waren-Datenbanken mehrerer Geschäfte zusammengefasst werden, kommen schnell tausende von Produkte und Marken zusammen“, erläutert Entwickler Mathis Schülingkamp. Das macht die Sache für die Endkunden attraktiv. Wichtig dabei:  Made in Bocholt vermittelt die Deals nur. Bestellt und bezahlt wird in den Geschäften selbst, die damit auch die Kundenbeziehung behalten. Erster Kooperationspartner ist die Firma Hungerkamp. Der Haushaltswarenspezialist lässt über einen Schnittstelle automatisch mit einem Schlag mehr als 1600 Angebote aus seinem Onlineangebot in den Bocholt-Shop einfließen. „Wir nutzen das Internet als virtuelles Schaufenster. Und seitdem wir das machen, haben wir 20 Prozent mehr Kunden im stationären Geschäft“, erklärt Geschäftsführerin Petra Hungerkamp ihre Motivation. […]

„Bocholter Stollen“ ist wieder da!

– sponsered Post -Der „Bocholter Stollen“ ist wieder da! Der handgemachte Kuchen aus echtem Schrot und Dinkelvollkorn, der im vergangenen Jahr Premiere feierte und mehrere hundert Male verkauft wurde, ist garantiert “made in Bocholt” und hat einen einmaligen kräftigen, fruchtigen und ein ganz klein wenig säuerlichen Geschmack. „Wie die Menschen hier, so auch der Stollen“, meint dazu Bäckermeister Christian Gildhuis.Für 9,95 Euro ist der 500-Gramm-Stollen in den Filialen der Bäckerei Gildhuis und demnächst auf dem Bocholter Weihnachtsmarkt. erhältlich. Online kann er zu einem um einen Euro ermäßigten Vorteilspreis von 8,95 Euro schon jetzt im Bocholt-Shop von Made in Bocholt reserviert werden. Sie müssen ihn sich nach der Reservierung dann nur noch abholen und dabei die vom System generierte Bestätigungsmail vorzeigen. Wer will, kann sich den Bocholter Stollen aber auch direkt nach Hause liefern lassen. Möglich macht das die Brötchen.taxi-App der Bäckerei GildhuisFür Unternehmen ist der “Bocholter Stollen” ein optimales Weihnachts- und oder Kundengeschenk. Nehmen Sie dazu einfach direkten Kontakt zur Bäckerei Gildhuis auf. Mehr Infos zur Entstehung finden Sie hier. […]

Liebe auf den ersten Schlag – Max Griesbeck, Bocholt, Golfprofi

Der Bocholter Golfprofi Max Griesbeck “liest” die PuttlinieVon BERTHOLD BLESENKEMPEREs war Liebe auf den ersten Schlag. Ein einziges Mal hatte Vater Martin Griesbeck seinen Sohn Max als kleines Kind mit auf den Golfplatz genommen. „Das war während eines Urlaubs in Irland“, erinnert sich der heute 25-Jährige genau. Von diesem Tag an war für den fußballbegeisterten Jungen die Lederpille abgeschrieben und das Spiel mit der maximal  knapp 46 Gramm schweren, kunststoffummantelten Kugel bestimmte Max Griesbecks Freizeit. Inzwischen hat der in Anholt aufgewachsene Wahl-Mussumer aus dem Hobby einen Beruf gemacht. Der Bocholter ist Golf-Profi und spielt momentan auf der ProGolfTour – einer Art dritten Liga – auf Plätzen in ganz Europa und Nordafrika.Schon in der Jugend zeigte sich das Talent des 25-Jährigen. Max Griesbeck verbesserte fast monatlich sein Handicap. Als das schließlich bei 4 lag,  wurde er in einen NRW-Förderkader aufgenommen. Gleichzeitig spielte der Bocholter in der ersten Herrenmannschaft des Golfclubs Anholt. „Aber so richtig trainiert habe ich nie. Ich war ein wenig faul“, meint Griesbeck.Das änderte sich, als er sich entschloss ein sogenannter „Playing Professional“ zu werden. Seitdem ist er rund 30 Wochen pro Jahr auf Tour. Die restliche Zeit nutzt der Bocholter, um sich intensiv auf die Saison vorbereiten. Das bedeutet vor allem eines: spielen, spielen, spielen. Stundenlang läuft er über Plätze und frisst dabei jede Menge Kilometer. Zudem wird auf der so genannten Driving Range der Abschlag optimert. Das schlaucht. „Wenn man sich vorstellt, dass man dabei so 200 bis 300 Bälle wegschlägt und im Scheitelpunkt des Schlages eine Masse von bis zu 50 Kilogramm auf den Schläger einwirkt, dann kann man sich ausrechnen,  was das für den Körper bedeutet“, so der 25-Jährige. Dies gilt umso mehr, als Griesbeck einen sehr kräftigen Abschlag hat. Seine Bälle landen nicht selten in 280 Metern Entfernung.Deshalb ist für ihn neben Ausdauer und Technik vor allem Fitness gefragt. Max Griesbeck nutzt ein Angebot der adenauer 66 GmbH, einem Zentrum für Sportmedizin und Physiotherapie in Bocholt. Das hat „Logical Golf“ im Portfolio, eine Art Simulationsgerät, mit dessen Hilfe gezielt bestimmte Muskelgruppen gestärkt werden. So kann der Sportler Dysbalancen entgegenwirken und stark strapazierte Körperregionen kräftigen. Das soll typische Golferleiden wie Rücken-, Bandscheiben- und Ischiasprobleme sowie die als Golferarm bekannten Schmerzen der Muskelsehnen im Innenbereich des Ellenbogens verhindern. Sportwissenschaftler Kai Nijman unterstützt das Training. Wegen der geringeren Geschwindigkeit des Bewegungsablaufes am Gerät kann er Fehler schneller erkennen und korrigieren. Nebenbei werden Grundlagenausdauer, Kraft und die Beweglichkeit optimiert.Max Griesbeck jedenfalls fühlt sich bestens vorbereitet.  Er hat in den vergangenen Wochen zudem abgenommen, um an den langen, kraftzehrenden Spielwochenenden fit zu sein. Sein Ziel ist gesteckt. „Ich will in die ChallangeTour“, meint der 25-Jährige. Das ist die nächsthöhere Liga.  Und von dort soll es dann in die EuropeanTour.  Die ist den ganz Großen des Golfsports vorbehalten.In einem Bocholter Zentrum Sportmedizin und Physiotherapie bereitet sich die Sportler auf die Saison vor. Sportwissenschaftler Kai Nijman (r.) unterstützt ihn dabei. […]

SPD versinkt in Schlammschlacht

Von BERTHOLD BLESENKEMPERIn der Bocholter SPD ist einen Tag vor der Wahl des Bürgermeisterkandidaten der Partei ein offener Machtkampf ausgebrochen. Dabei steht einer der Bewerber, Fraktionschef Peter Wiegel, besonders heftig in der Kritik. Die Hälfte des Fraktionsvorstandes ist neulich bekanntlich wegen des Verhaltens Wiegels in der EWIBO-Debatte im Rat zurückgetreten. Daraufhin hatte Wiegel in einem BBV-Interview von einer „Inszenierung“ gesprochen. Dagegen wehren sich jetzt wiederum seine Gegner. Sie werfen ihm teilweise sogar parteischädigendes Verhalten vor.Der Konflikt zwischen Fraktions- und Parteispitze schwelt offenbar schon länger. So liegt Made in Bocholt ein mehrere Monate altes Papier vor, in dem sich Ortsverbandschef Bernhard Pacho massiv über das Verhalten Wiegels beschwert. Unter anderem soll der mehrfach Beschlüsse der Fraktion nicht umgesetzt oder falsch und gar nicht kommuniziert haben.Zum endgültigen Bruch gekommen war es, als einige SPD-Stadtverordnete in der  EWIBO-Debatte einen Vertagungsantrag gestellt und von den Genossen Unterstützung erwartet hatten. Laut Bernhard Pacho war genau das so in der Fraktionssitzung zuvor im Fall eines Vertagungsantrages vereinbart worden. Das wiederum bestreitet Wiegel in einem BBV-Interview.Der Fraktionschef hatte sich bereits vor einem Jahr den Unmut des Parteivortandes zugezogen, als er überraschend seine Kandidatur für das Bürgermeisteramt  angekündigt und damit der Entschuldigung einer parteiinternen Findungskommission vorgegriffen hatte. Die sprach sich schließlich für Martin Schmidt aus. Daraufhin warf auch Ratsmitglied Stefan Schmeink seinen Hut in den RingDamit kann morgen bei der Mitgliederversammlung in der Gaststätte Zur Glocke  (ab 19 Uhr) mit heißen Diskussionen gerechnet werden. Hier stellen sich die drei Kandidaten dem Votum der Genossen. Lesen Sie dazu unsere Kommentar: „Das SPD-Los – leider verloren!“ […]

Das SPD-Los: „Leider verloren!“

Ein Kommentar von BERTHOLD BLESENKEMPERDie Bocholter SPD wollte bei der Kommunalwahl 2020 das ganz große Los ziehen. Doch schon jetzt steht das Ergebnis fest: „Leider verloren!“ Egal wer morgen von den Mitgliedern als Kandidat für das Bürgermeisteramt ins Rennen geschickt werden sollte, er kann eigentlich gleich wieder einpacken. Denn was übrig bleiben wird von dem zum Musterbeispiel von Demokratie erhobenen Vorentscheid der Genossen ist Bitterkeit und Schmutz. Aus so etwas geht niemand als strahlender Sieger hervor. Und die Wähler vergessen so etwas nicht. Da kann man sich noch so sehr anstrengen.Peter Wiegel ist  so gut wie ausgenockt. Stefan Schmeink galt wegen seiner Bekanntheit sowie mit der Adaption des Peter-Nebelo-Wahlkampfes durch den Slogan „Stefan wählen!“ als Favorit, kann sich aber aus dem unwürdigen Streit nicht heraushalten. Das ist die Chance für Martin Schmidt. Er ist ein vergleichsweise unbeschriebenes Blatt. Und genau dieser Nachteil kann jetzt sein großer Vorteil werden. Merke: Wenn zwei sich streiten, freut sich der Dritte. Aber im Grunde genommen ist es eh schon egal. […]

„Blütenmord“ – oder Fräulein Smillas Gespür fürs Schreiben

Nachwuchsautorin Smilla JohanssonVon BIANCA MÜMKEN (Text und Foto)Chillen, chatten, netflixen? Nein! Die 21-jährige Smilla Johansson steht auf andere Dinge. Sie liest und schreibt lieber. Gerade hat die Nachwuchsautorin aus Bocholt sogar ein Buch veröffentlicht. ‘‘Blütenmord“ heißt das Erstlingswerk, das seit kurzem als Taschenbuch oder als E-Book erhältlich ist – unter anderem bei Amazon, Kindle oder Tolino.Stolz erzählt Smilla von ihrem Kriminalroman. Sie wirkt dabei ruhig und besonnen. Ihre Augen strahlen. Schon als Kind las und schrieb sie sehr gerne. So wurden in der Schule aus einfachen Aufsätzen auch schon mal ganze Geschichten. Die Leidenschaft fürs Schreiben verdankt sie ihrer Mutter, einer Deutschlehrerin. Auch die Großmutter, die ebenfalls sehr gerne und viel schrieb, nahm offenbar Einfluss. Einmal erzählte Smilla die ganze Geschichte eines Buches, das sie ihrer Schwester zuvor mehrfach vorgelesen hatte, in einem Aufsatz nach. „Das war so ziemlich das Verrückteste, was ich je gemacht habe“, verrät die 21-Jährige mit einem Lächeln.Nach dem Besuch der Realschule und des Berufskollegs begann die 1998 in Kleve geborene Smilla Johansson vor zweieinhalb Jahren eine Ausbildung zur Buchhändlerin. Dabei kam ihr die Idee selbst ein Buch zu schreiben. Aber nicht etwa über Nacht. Es war vielmehr „ein schleichender Prozess“. Warum aber wurde es ausgerechnet ein Kriminalroman. „Ich war immer ein großer Fan der drei Fragezeichen und habe zudem sehr gerne recherchiert und  wissenschaftlich gearbeitet“, so die Autorin. Das Buch handelt (natürlich) von einem Verbrechen, das aufgeklärt werden muss. Eher untypisch ist, dass es zwei Handlungsstränge gibt. Einmal wird aus Sicht des Täters berichtet. Dann geht es  immer wieder um das Leben und die Vergangenheit der ermittelnden Kommissarin. Ebenfalls untypisch sind zwei Teenager, die parallel zu den Profis ermitteln – wobei einer durch private Geschehnisse mit in das Verbrechen verwickelt wird. „Das Buch ist sehr psychologisch aufgebaut“, berichtet Smilla Johansson. Es gibt Einblicke in die tiefen Abgründe der menschlichen Seele und auf das wozu der Mensch fähig sein kann.Doch zurück zur Autorin:  Die 21-Jährige erzählt, dass sie in ihrer Freizeit unter anderem gerne Sport treibt. Sie spielt Fußball, reitet und klettert in der freien Natur, fährt Rad oder skatet und verbringt hin und wieder ein wenig Zeit an ihrer Playstation . Die meiste Zeit aber widmet sie den Büchern. Außerdem ist Smilla mittlerweile als professionelle Testleserin tätig und liest Korrektur. Die eher zierliche junge Frau nimmt sich aber auch gerne mal eine Auszeit, in der sie bei leiser Hintergrundmusik zeichnet. Dabei kann sie nach eigenen Angaben sehr gut entspannen, dem Stress des Alltags entfliehen und neue Kraft für ihr nächstes Werk schöpfen. Denn das ist bereits in Planung.Dieses Mal soll es kein Kriminalroman werden, sondern eine voraussichtlich dreiteilige Fantasy Reihe, die von Wikingern aus der nordischen Region handelt. Hierzu hat sogar schon ein Vorstellungsgespräch bei einem Verlag stattgefunden. In Zukunft möchte Smilla weiter schreiben, als Buchhändlerin tätig sein und eventuell ein Studium in der Buch- und Medienbranche absolvieren. Zudem würde sie gerne noch nach Island reisen, da sie ruhige Urlaube in der Natur mag. In solcher Umgebung wächst Fräulein Smillas Gespür fürs Schreiben… […]

“Et is annetappt” – Unsere Bilder vom Kirmes-Freitag

Mit nur zwei Schlägen hat Bürgermeister Peter Nebelo gestern zur Eröffnung der Bocholter Kirmes ein Fass Freibier angezapft. Anschließend rief er das traditionelle: „Et ist annetappt“.Um punkt 20:30 startete das große Kirmes-Feuerwerk. Ob es wegen des Umweltschutzes das letzte dieser Art war, wird demnächst der Rat entscheiden.Die lustigen Egerländern aus Rhede und Winnie Biermann sorgten bei Seniorennachmittag auf der Kirmes für mächtig Stimmung. Die Veranstaltung war ausverkauft.  […]

„Bocholter Black Friday“ mit Moonlight-Shopping geplant

Von BERTHOLD BLESENKEMPERDer aus den USA bekannte und mittlerweile auch in Deutschland zelebrierte „Black Friday“ wird auch von den Bocholter Geschäften zunehmend für Aktionen genutzt. Diese Rabattaktionen sollen nun einen überregionalen Werbeauftritt für Bocholt unterstützt werden. Die Werbegemeinschaft plant in Zusammenarbeit mit den Straßengemeinschaften, dem Neutor-Center und den Shopping Arkaden am vierten Freitag im November, am 29. November, ein Moonlight-Shopping mit verkaufsoffenen Geschäften bis 23 Uhr an. Im Mittelpunkt steht bei diesem Event das Shoppen in den Geschäften. Parallel findet die Weihnachtsmarkteröffnung statt. Den „Bocholter Black Friday“ sollen besondere Angebote der einzelnen Händler ausmachen, die so attraktiv sind, dass viele Besucher in die Innenstadt und in die Geschäfte kommen. Made in Bocholt stellt dafür parallel eigens seinen Bocholt-Shop um. Händler können für einmalig 49,- Euro ihr Top-Angebot für zwei Wochen lang zeigen und so digital bewerben. Unsere Social-Media- und Online-Plattform mit mehr als 18.000 Abonnenten präsentiert in dieser Zeit täglich einen Black-Friday-Knaller. Dieser wird dann am 29.11. zur digitalen Reservierung freigeschaltet, muss aber vom Kunden im jeweiligen Laden bis 23 Uhr abgeholt und bezahlt werden.Interessierte Händler können sich unter der Mailadresse black@madeinbocholt.de oder per Telefon unter 02871-9957700 melden. Den Bocholt-Shop finden Sie schon jetzt hier. […]

Ein Hoffnungsträger sieht seine Felle davonschwimmen

Ein Kommentar von BERTHOLD BLESENKEMPERDas hat ja nun wirklich nicht lange gedauert.  Nur zwei Tage nach der Vorhersage von Made in Bocholt, dass der umstrittene EWIBO-Deal nach der FDP und der SPD-Fraktion am Ende auch die CDU spalten werde, hat die Partei heute eine Stellungnahme ihres designierten Bürgermeisterkandidaten Thomas Kerkhoff veröffentlicht.  In der mischt sich der Bürgermeister von Gescher massiv in interne Angelegenheiten der Bocholter Stadtverordnetenversammlung ein, belehrt die Ratsmitglieder und kritisiert indirekt die eigene Fraktion im Rat. Wie peinlich ist das denn! Der Mann ist noch nicht einmal von seiner eigenen Basis gewählt, sondern lediglich von der Findungskommission vorschlagen und wird schon als Ein-Mann-Löschtrupp in die lodernden Flammen vorgeschickt, um an allen Ecken und Ende gleichzeitig Gegenfeuer zu legen. Er hat offenbar das zu erklären, was viele in der Union denken, aber sich nicht öffentlich zu sagen trauen. Ein Armutszeugnis für den Stadtverbandschef  Lukas Kwiatkowski – und für den Fraktionschef Burkhard Weber erst Recht. Denn eines ist offensichtlich. Die Unionsfraktion im Bocholter Rat wird einzig und allein noch durch den Fraktionszwang zusammengehalten. Inhaltlich steht man nicht nur in Sachen EWIBO längst auf verschiedenen Seiten. Thomas Kerkhoff sieht seine Felle offenbar schon ein Jahr vor der Wahl mächtig davonschwimmen. Er tritt deshalb die Flucht nach vorne an. Das zeugt zwar einerseits von Mut und Führungswillen. Andererseits jedoch muss bezweifelt werden, ob der Hoffnungsträger der Union es tatsächlich durchhält, in Gescher einen Fulltime-Job zu machen und gleichzeitig von dort aus ein Jahr lang Wahlkampf zu betreiben, die in der EWIBO-Frage heillos zerstrittene CDU in Bocholt zu führen und ohne jede Mandat Opposition im hiesigen Rat zu machen. […]

Angst (vor dem EWIBO-Kollaps) essen Seele auf

Eine Analyse von BERTHOLD BLESENKEMPEREigentlich sollte man als Journalist Antworten liefern statt überwiegend Fragen zu stellen. Doch in der anhaltenden, täglich weiter eskalierenden EWIBO-Diskussion (jetzt entzweit sich auch noch die SPD-Fraktion an dieser Frage) muss ich es ausnahmsweise umgekehrt machen. Es bleiben nach der jüngsten Ratssitzung nämlich nach wie vor einfach zu viele Fragen offen. Am Ende ergibt sich auf all diese Fragen jedoch für mich persönlich nur eine schlüssige, wenn auch zugegeben spekulative Antwort.  Beginnen wir also mit den Fragen:Warum brachte ausgerechnet das EWIBO-Aufsichtsratsmitglied Kai Elsweier als Kämmerer und nicht der für Grundstücksgeschäfte zuständige, aber eben nicht im  EWIBO-Aufsichtsrat vertretene Stadtbaurat Daniel Zöhler den EWIBO-Antrag in den Rat ein?Warum wurde der zuständige, aber als EWIBO-kritisch geltende Stadtbaurat Zöhler vorher weder gehört, gefragt noch eingebunden?Warum wurde Zöhlers höchst ablehnende, der EWIBO gegenüber in Teilen sogar vernichtende Stellungnahme im Rat nicht einmal ansatzweise diskutiert?Warum wurde der Antrag der EWIBO-Aufsichtsratsmitglieder in der Verwaltungsspitze in dieser Eile unter Umgehung sämtlicher Fachausschüsse und der sonstigen politischen Gepflogenheiten direkt in den Rat eingebracht?Warum verstieß der Rat während der entscheidenden Sitzung ausnahmsweise gegen die intern gelebte und gewohnte Absprache, im Falle eines soliden Vertagungsantrages auch tatsächlich zu vertagen?Warum kippte der Rat den eher strategischen Punkt des Vorranges der EWIBO bei künftigen Grundstücksgeschäften, bestand aber weiter auf die finanztechnisch relevante Aufstockung des EWIBO-Eigenkapitals sowie die ebenfalls millionenschwere Schenkung/Übertragung des Grundstückes an der Bleiche?Warum hat EWIBO-Aufsichtsratsmitglied Norbert Bastians (FDP), der parteiintern Streit mit der eher EWIBO-kritischen Fraktion hatte, wenige Tag vor der Entscheidung überraschend alle Parteiämter niedergelegt?Warum haben die EWIBO-Aufsichtsratsmitglieder Peter Wiegel und Annette Wessels (SPD) bei der Vertagungsabstimmung offenbar gegen eine interne Fraktionsabsprache verstoßen und so den Bruch der Fraktion hingenommen?Warum haben JU- und MIT-Mitglieder wie Lukas Behrendt oder Christina Herbrand (CDU), deren Organisationen ausdrücklich gegen das Feuerwachen-Geschäft an der Bleiche waren, im Rat als Mitglieder der Unionsfraktion dafür gestimmt? Warum sind überhaupt überwiegend nur diejenigen Fraktionen oder Stadtverordneten gegen die EWIBO-Pläne, die keine direkte Anbindung an den EWIBO-Aufsichtsrat haben?Warum setzen sich umgekehrt nur die Fraktionen oder Stadtverordneten, die eine direkte Anbindung an den EWIBO-Aufsichtsrat haben, derartig massiv für die EWIBO-Erweiterung ein?Warum nimmt der Rat die EWIBO und vor allem deren bedauernswerten Mitarbeiter nicht endlich aus der Schusslinie, sondern zieht die Sache durch – koste es was es wolle?Für all diese Fragen kann es meiner Ansicht nach nur ein Motiv als Antwort geben: ANGST. Es ist die Angst vor einem finanziellen Kollaps der EWIBO. Deren wichtigster Geschäftszweig „Flüchtlingsunterbringung und -versorgung“ ist nämlich zusammengebrochen.  Damit fehlt ein Millionen-Umsatz. Die Folge war schon im Geschäftsjahr 2018 ein Verlust in Höhe von 300.000 Euro. 2019 dürfte es nicht besser aussehen. Nun scheint die 100prozentige Tochter der Stadt sehr viel und vor allem sehr, sehr schnell Geld zu benötigen. Denn das zuletzt ausgewiesene Eigenkapital von 7,5 Millionen Euro reicht bei weitem nicht aus, um die eigenen Wohnungsbaupläne zu finanzieren. Aber nur die scheinen momentan das eingebrochene Flüchtlingsgeschäft überhaupt noch kompensieren zu können. Damit ist die EWIBO auf Gedeih und Verderb auf möglichst schnelle Wohnungsbauerlöse angewiesen. Das erklärt auch die Hektik, mit der der Beschlus durchgepeitscht wurde.Zur Angst kommt ernorme politische Nervosität hinzu. Was passiert, wenn die vermutete EWIBO-Blase noch vor den Kommunalwahlen 2020 platzen sollte? Zumindest die CDU könnte dann einpacken. Das würde auch ihre plötzliche, unerwartete Geschlossenheit im Rat und das völlige Ignorieren der Empfehlungen des Stadtbaurates erklären. Und was passiert erst, wenn jemand Bürgermeister werden sollte, der das in unzähligen Punkten zumindest sehr, sehr ungewöhnliche Verhalten der EWIBO-Aufsichtsratsmitglieder ernsthaft hinterfragen und prüfen sollte? Die Angst hat bereits jetzt die Verwaltungsspitze, die FDP und heute auch die SPD-Fraktion in zwei Lager geteilt. Als nächstes wird die CDU an der Reihe sein. Denn Angst, so beschrieb es Rainer Werner Fassbinder einmal in einem filmische Melodram, „Angst essen Seele auf“. […]