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Festgottesdienst zum 125jährigen Bestehen der Liebfrauenkirche

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Ein weiterer liturgischer – und musikalischer Höhepunkt im Jubiläumsjahr war die Gestaltung eines Gottesdienstes am vergangenen Sonntag durch die Kirchenchöre von St. Helena Barlo und St. Ludgerus Spork. Pfarrer Ulrich Kroppmann begrüßte die mit Gläubigen und Freunden der Kirchenmusik bis auf den letzten Platz besetzte große Liebfrauenkirche. Den Festgottesdienst eröffnete ein Streicher – Trio unter der Leitung  der 1. Violinistin Priska Strümpfel mit der Sonate op. 90 Nr. 1 Allegro moderato des im Jahre 1807 geborenen deutschen Komponisten Ignaz Lachner. Die Kammermusikwerke des Komponisten zeichnen sich durch Natürlichkeit und Frische, verbunden mit einem reizvollen Klang aus.     

Unter dem souveränen Dirigat von Andrea Hengefeld und Siegfried Baumann sangen die Chöre St. Helena Barlo und St. Ludgerus Spork die „ deutsche Messe „ des österreichischen Komponisten Alfred Hochedlinger. Der beruflich als Organist tätige Hochedlinger beschäftigt sich intensiv mit der Kirchenmusik aller Epochen, besonders aber mit den neuen geistlichen Liedern. In der Liebfrauenkirche erklangen die Lieder : Ehre sei Gott, Kyrie, im Gloria das Ehre sei Gott, Dein Wort ist meinem Fuß eine Leuchte und Herr, Du bist mein Leben. Von Hochedlinger komponierte Werke überzeugen durch eine sehr schöne Melodik, welche die Chöre mit Gefühl und begeisterndem Gesang präsentierten. Dabei war das harmonisch abgestimmte Kammermusik – Ensemble die musikalische Basis, auf welcher die Chormusik gedeihen konnte. Priska Strümpfel, Kathrin Helfen, Malik Geisler, Frida Bünker, Boris Fisser und Philipp Hövelmann am Piano, stellten ihre große Klasse unter Beweis. Besser und schöner geht es nicht.         

Der Pfarrer der Liebfrauenkirche – Rafael van Straelen – predigte zur Lesung aus dem Buch Jesaja, 25.6. – 10a, in welchem Jesaja von der Hoffnung eines Lebens der Menschen bei Gott spricht. Niemand weiß, wie es sein wird. Der Hoffnungshorizont mit dem Blick auf das jenseits des heutigen Lebens passte exakt zu der Musikalität des Festgottesdienstes. Die Gläubigen, welche geliebte Menschen durch den Tod verloren haben, wurden vom Prediger, den Musikern und den Chören in ihrer Gefühlswelt erreicht. Was möchte man mehr ?

Das Streicher – Trio beendete den Gottesdienst mit dem grandios vorgetragenen Allegro vivace der Sonate op. 90 Nr. 1 von Ignaz Lachner, welchem begeisternder Applaus folgte. Die Gläubigen bekundeten dabei ihren Dank für einen großen Gottesdienst in Musik und Text und erbrachten dabei den Beweis der Unverzichtbarkeit der Kirchenmusik als integraler Bestandteil der Liturgie.  

 Text und Foto: Bernhard Kerkhoff

  

Text und Fotos : Bernhard Kerkhoff

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