MIT KOMMENTAR: Stadt feiert neue Interims-Mensa am Euregio-Gymnasium
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Die neue Übergangsmensa am Euregio-Gymnasium ist fertig. Die Mitglieder des Betriebsausschuss der Gebäudewirtschaft wurden darüber informiert, dass die seit dem 2. September 2026 in Betrieb ist und jetzt 123 Sitzplätze bietet. Zusätzlich stehen zwei neue Klassenräume zur Verfügung.
Kern des Vorhabens war eine Übergangsmensa mit angeschlossenem Kiosk im sogenannten „Bestandskörper J“. Gemeint ist ein bereits vorhandener Gebäudeteil der Schule, der für diesen Zweck umgebaut wurde. Die Bauarbeiten dort sind abgeschlossen. Die Bauaufsicht hat das Gebäude abgenommen, das heißt: Sie hat geprüft, ob alle baurechtlichen Vorgaben eingehalten sind. Am 2. September 2026 ging die Mensa in Betrieb. Die Essensausgabe bietet Platz für 123 Gäste.
Parallel dazu wurde die Küche neu organisiert. Der bisherige Kiosk, der in einem Container untergebracht war, wurde zurückgebaut. Auch diese Arbeiten sind beendet. Als Ergebnis stehen nach Angaben der Verwaltung zwei neue Klassenräume zur Verfügung, die genutzt werden können. Auch hier wird als Datum der Inbetriebnahme der 2. September 2026 genannt.
KOMMENTAR
Von Berthold Blesenkemper
Bauarbeiten abgeschlossen, Abnahme erfolgt, 123 Plätze in der Essensausgabe. Wer die Präsentation zum Euregio-Gymnasium aus dem Betriebsausschuss Gebäudewirtschaft sieht, könnte meinen, hier sei ein Projekt geglückt. Dabei wurde wieder nur eine Notlösung fertiggestellt.
Eine Übergangsmensa ist nötig, weil das Schulgebäude im Sommer 2020 wegen erheblicher Brandschutzmängel geschlossen werden musste. Seit mehr als sechs Jahren behelfen sich Schülerinnen und Schüler, Lehrkräfte und Eltern mit Provisorien. Ein Interim, das nach so langer Zeit fertig wird, ist ein Zeichen dafür, dass es mit der eigentlichen Lösung nicht vorangeht. ´Kein Wort zum geplanten Neubau, kein Zeitplan, keine Kosten, nicht einmal ein Satz dazu, wie lange das Interim noch gebraucht werden soll.
Das ist keine Kritik an den Menschen, die das Mensa-Interim gebaut haben. Zwei neue Klassenräume und ein funktionierendes Mittagessen helfen dem Schulalltag tatsächlich. Aber ein Erfolgsbericht über den Behelf ersetzt keine Auskunft über das Ziel. Je länger die Verwaltung über Zwischenstände informiert und zum Hauptprojekt schweigt, desto mehr entsteht der Eindruck, man gewöhne sich an den Dauerzustand.

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