Stadtpartei will Radweg an der Industriestraße sofort komplett sperren lassen

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Der Radweg an der Industriestraße auf Höhe des Textilmuseums soll nach dem Willen der Stadtpartei Bocholt sofort komplett gesperrt werden. Hintergrund ist die derzeitige Teilsperrung aus Verkehrssicherungsgründen: Radfahrer werden dort unvermittelt auf die Fahrbahn geleitet – für Autofahrer kaum vorhersehbar. Fehlende Bordsteinabsenkungen und die abrupte Verkehrsführung seien ein erhebliches Risiko, insbesondere für Pedelec-Fahrer, heißt es in dem Antrag (AT/48/2026). Statt der halben Lösung schlägt die Stadtpartei vor, den Radweg auf der Museumsseite ganz zu schließen und den Radverkehr entlang der Aa hinter dem Lernwerk zu führen – mit einer klaren, sicher ausgeschilderten Umleitung.
Zwei weitere Punkte hat die Stadtpartei als Prüfaufträge an die Verwaltung formuliert. Zum einen sollen überflüssige Verkehrsschilder und Absperrungen auf Radwegen entfernt werden, um die Strecken übersichtlicher zu machen. Zum anderen regt die Fraktion einen digitalen Problemmelder für den Radverkehr an, vergleichbar mit der Schadensmelder-App des Entsorgungs- und Servicebetriebs (ESB). Radfahrer könnten damit Schlaglöcher, Hindernisse oder gefährliche Stellen direkt melden, die Verwaltung könnte Missstände schneller beheben.
Der Vorstoß ist als Ergänzung zum Antrag von CDU und Grünen (AT/43/2026) gedacht, die eine detaillierte Übersicht aller vorhandenen Radwege im Bocholter Straßennetz erstellen lassen wollen. Die Stadtpartei begrüßt diese Bestandsaufnahme ausdrücklich als Grundlage für künftige Entscheidungen, hält sie allein aber nicht für ausreichend: Akute Gefahrenstellen wie an der Industriestraße müssten unabhängig davon kurzfristig entschärft werden. Ziel beider Anträge sei ein sicheres, modernes und nutzerfreundliches Radwegenetz für Bocholt.

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