Strack-Zimmermann zeigt sich empört über Starlink-Drosselung

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(dts Nachrichtenagentur) Die Chefin des Verteidigungsausschusses im Europäischen Parlament, Marie-Agnes Strack-Zimmermann (FDP), reagiert empört auf US-Medienberichte, wonach der Tech-Milliardär Elon Musk angeblich persönlich hinter der Drosselung des wichtigen Satelliten-Internetdienstes Starlink in der Ukraine stecken soll.
Musk spiele sich auf als Herr über Leben und Tod, sagte Strack-Zimmermann den Zeitungen der Funke-Mediengruppe. „Wie krank und verrohrt muss man sein?“, fragte die FDP-Politikerin.
Zugleich forderte sie, dass Europa rasch eigene leistungsfähige Kommunikationssysteme aufbauen solle. „Auch wenn es nicht von jetzt auf gleich sein wird: Es ist unser Ziel, schnellstmöglich unabhängiger von der Technologie der USA zu werden“, sagte Strack-Zimmermann und forderte „Tempo, Tempo, Tempo“.
Ähnlich äußerte sich der sicherheits- und verteidigungspolitische Sprecher der Europa-SPD, Tobias Cremer. „Europas Sicherheit darf nicht am Schalter eines einzelnen Milliardärs hängen“, sagte er den Zeitungen. „Wenn Elon Musk mit einem Knopfdruck die Verteidigungsfähigkeit der Ukraine einschränken kann, muss das für uns ein Weckruf sein.“ Europa brauche eigene, verlässliche Satellitenkommunikation und müsse seine kritische Infrastruktur selbst kontrollieren können.
Zuvor hatten US-Medien berichtet, dass die Drosselung des für die ukrainische Armee entscheidenden Satelliten-Internets angeblich auf SpaceX-Chef Elon Musk zurückgehen soll. Es geht um den militärischen Teil des Starlink-Systems namens Starshield. Die ukrainischen Streitkräfte können dadurch im Kampf gegen die russischen Invasoren Abfang- und Angriffsdrohnen nicht im bisherigen Umfang nutzen.
Foto: Starlink-Einheit (Archiv) – via dts Nachrichtenagentur