Bocholt Offenes Grenzland

Aalten will für gemeinsame Feuerwache in Dinxperwick 42 Prozent der Kosten übernehmen

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Die niederländische Gemeinde Aalten will gemeinsam mit der Stadt Bocholt eine grenzüberschreitende Feuerwache für Dinxperlo und Suderwick bauen. Das Projekt trägt den Namen „Crossfire“. Hintergrund ist, dass die Wache in Suderwick nicht mehr den Arbeitsschutz-Vorgaben entspricht. Wie viel der Neubau kostet und wo er stehen soll, ist noch offen.Aber:  Im Entwurf des Haushaltsplans der Gemeinde Aalten taucht das Vorhaben als eine der Entwicklungen auf, die künftig Geld kosten könnten

Der Anlass: Die bisherige Wache in Suderwick erfüllt die Arbeitsschutz-Anforderungen nicht mehr und muss ersetzt werden. Die Zuständigkeiten sind auf beiden Seiten der Grenze unterschiedlich geregelt. In den Niederlanden kümmern sich Gemeinden und die Sicherheitsregion (VNOG, Veiligheidsregio Noord- en Oost-Gelderland) gemeinsam um den Brandschutz. Die Gemeinde baut und bezahlt die Wache und stellt sie der Sicherheitsregion zur Verfügung. In Deutschland ist der Brandschutz dagegen komplett Aufgabe der Stadt, auch die Kosten für das Gebäude trägt die Stadt allein.

Aalten verspricht sich von einer gemeinsamen Wache mehr Sicherheit in der Grenzregion und eine stärkere Zusammenarbeit der beiden Feuerwehren. Außerdem plant die niederländische Regierung ein Netz von Notfall-Stützpunkten, die bei Krisen die Versorgung der Menschen sichern sollen. Ein solcher Stützpunkt ließe sich nach Einschätzung der Gemeinde in einem Neubau leichter unterbringen als in einem bestehenden Gebäude.

Die Kosten sind noch nicht endgültig bekannt. Die Gemeinde rechnet mit einer Investition von rund 3 bis 4 Millionen Euro. Grundlage sind ein Standard-Bauplan der VNOG für Feuerwachen („Model Didam“), ein vom Büro AntwortIng erarbeitetes Raumprogramm und eine Aufteilung von 42 Prozent für Aalten und 58 Prozent für Bocholt. Bei 4 Millionen Euro lägen die jährlichen Kapitalkosten (Zinsen und Abschreibung) bei rund 240.000 Euro, voraussichtlich ab 2028.

Für die Wache in Dinxperlo gibt Aalten derzeit rund 67.500 Euro im Jahr aus. Dieses Geld soll zunächst weiter genutzt werden. Die laufenden Ausgaben sind niedrig, weil wegen „Crossfire“ nur noch das Nötigste investiert wird. Ein neues Gebäude soll später weniger Unterhalts- und Energiekosten verursachen. Die frei werdende alte Wache könnte verkauft oder als Baugrundstück genutzt werden.

Ausblick: Die Standortwahl soll 2026 abgeschlossen werden, wobei deutsches und niederländisches Recht zu beachten sind. Mit dem Bau könnte frühestens 2027 begonnen werden. Offen ist auch, was mit den alten Wachen passiert.

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