Bocholt

Festmesse in F-Dur des schlesischen Komponisten Reimann zum Kirchweihfest

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Die Kirmes gehört zu Bocholt – das weiß jeder. Aber weiß jeder auch noch, was der Ursprung des größten Volksfestes in Westmünsterland ist: Die Weihe der St. Georg – Kirche, des zentralen gotischen Kirchbaus. Zur Weihe gab es um die Kirche herum einen Markt, zu dem auch Schausteller, Musiker und Gaukler zugelassen waren. Dieser Markt wiederholte sich jedes Jahr, wurde größer und schließlich zu dem, was uns jetzt jedes Jahr vier Tage lang in Spannung und Freude versetzt.

Das Kirchweih-Fest ist natürlich auch immer ein Fest für die Musik an der St. Georg-Kirche. Und in diesem Jahr haben sich der Kirchenchor und die Orchestervereinigung Bocholt zusammengefunden, um die Festmesse in F-Dur des schlesischen Komponisten Ignatz Reimann (1820 – 1885) im Gottesdienst aufzuführen, eine Messe mit vielen volkstümlichen Melodien und wunderbarem Orchesterklang. In seiner schlesischen Heimat gehört diese Messe wie auch die vielen anderen aus der Feder Reimanns zum festen Bestandteil der musikalischen Kultur.

Ergänzt wird das Programm durch „Cantique de Jean Racine“, das Opus 11 des großen französischen Komponisten Gabriel Faure: Ein wunderbares Werk für Chor und Orchester über eine Nachdichtung eines lateinischen Hymnus durch einen der bedeutendsten Autoren der französischen Klassik, eben jenen Jean Racine.

Die Sinfonie Es -Dur (Opus 6, Nr. 3) des jüngsten Sohnes von Johann Sebastian Bach, Johann Christian Bach (genannt der „Londoner Bach“) rahmt den Gottesdienst ein: Ganz der frühen Klassik verpflichtet geizt dieses Werk nicht mit Virtuosität und  Erfindungsgeist. Immer wieder überraschende Wendungen und strahlender Orchesterbehandlung zeichnen dieses Werk aus und erfreuen die Zuhörer.

Der Gottesdienst beginnt am Kirmes-Sonntag (18. Oktober) um 10.30 Uhr in der St. Georg – Kirche.

Foto: Stadt Bocholt

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