Lidl will neuen Markt an der Dinxperloer Straße kommenden Februar eröffnen

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Der Handelskonzern Lidl hat dem Bauausschuss der Stadt Bocholt heute aktuelle Pläne für einen neuen Markt an der Dinxperloer Straße vorgestellt. Die rund 1.200 Quadratmeter große Filiale soll Ende Februar 2027 eröffnen. Die Bauarbeiten laufen bereits seit August 2026. Im Mittelpunkt der Sitzung stand vor allem die Frage, ob der zusätzliche Verkehr an der ohnehin belasteten Kreuzung zu Rückstaus führen könnte.
Lidl betreibt bereits seit dem 30. Oktober 2003 eine Filiale in Bocholt-Mitte an der Friesenstraße. Mit 996 Quadratmetern Verkaufsfläche und 98 Parkplätzen gilt dieser aus Sicht des Konzerns inzwischen als zu klein. Laut den Zahlen, die Portfoliomanager Steffen Noll dem Ausschuss präsentierte, sind rund 80 Prozent der Nahversorger großer Handelsketten bereits größer als 800 Quadratmeter, moderne Märkte kommen mittlerweile häufig auf mindestens 1.200 Quadratmeter Verkaufsfläche. An der Dinxperloer Straße plant Lidl deshalb einen deutlich größeren Markt: 1.199 Quadratmeter Verkaufsfläche, 99 Parkplätze, davon zwei mit E-Ladesäulen und einer Ladeleistung von zusammen 250 Kilowatt, außerdem mehr als 20 Fahrradstellplätze, darunter auch Plätze für Lastenräder.
Der Weg bis zur Baugenehmigung war lang: Bereits 2017 unterschrieb Lidl den Grundstückskaufvertrag für der ehemalige Gelände von Andrea-Moden und begann mit der Detailplanung. Ursprünglich beantragte das Unternehmen eine Bauvoranfrage für 1.400 Quadratmeter Verkaufsfläche, die 2022 nach einem Gerichtsentscheid positiv beschieden wurde. Die im Juli 2026 erteilte Baugenehmigung fällt mit 1.200 Quadratmetern Verkaufsfläche kleiner aus als ursprünglich beantragt. Im August 2026 begannen die Bauarbeiten.
Sorgen bereitete vor allem die Verkehrssituation: Rund 110 Meter von der Hauptampel entfernt mündet der Bussardweg in die Dinxperloer Straße, und es bestand die Befürchtung, dass sich zusätzlicher Verkehr bis dorthin zurückstauen könnte. Lidl ließ die Frage deshalb auf zwei Wegen untersuchen – einmal nach dem rechnerischen Standardverfahren des Handbuchs für die Bemessung von Straßenverkehrsanlagen (HBS), einmal durch eine Verkehrsfluss-Simulation mit den tatsächlichen Ampelschaltungen vor Ort, jeweils bezogen auf die besonders kritische Spitzenstunde am Samstagmittag. Das Ergebnis laut Präsentation: Der Verkehr fließt auch unter realen Bedingungen zügig ab, alle betrachteten Knotenpunkte erhalten die Qualitätsstufe „gut“.
Beim neuen Markt setzt Lidl nach eigenen Angaben auf ein nachhaltiges Technikkonzept: Wärmepumpen und Rückkühler mit natürlichen Kältemitteln sollen die Abwärme aus der Gewerbekälte zum Heizen und Kühlen der Filiale nutzen, eine bedarfsgesteuerte Lüftung mit Wärmerückgewinnung sorgt für die Luftqualität, und eine Photovoltaikanlage mit 200 Kilowatt Leistung soll einen Teil des Strombedarfs decken.
Die Neueröffnung ist derzeit für Ende Februar 2027 geplant. Zu den Kosten des Projekts äußerte sich Lidl in der Präsentation nicht.
Grafik: Lidl | Hinweis: Dieser Artikel wurde mit Unterstützung von KI erstellt