Spielräume – der Raum als Gesamtkunstwerk

Bilder an der Wand, Standbilder im Raum. Kunst kann noch mehr, nämlich den Raum selbst zum Kunstwerk machen. 25 Künstlerinnen und Künstler aus Bocholt und den angrenzenden Niederlanden haben dafür im ehemaligen Spinnsaal der Textilfabrik Herding großartige Voraussetzungen, um dort mit Begeisterung „SpielRäume“ zu schaffen. Zu sehen und zu begehen vom 22. Bis 26. Juni.

Nach der Bocholter Kulturmesse im vergangenen Jahr hat die freie KulturKommune Bocholt (fKK) dazu aufgerufen, den freien Raum zu entdecken. Eine reizvolle Sache, wie die große Teilnehmer-Resonanz zeigt. Ein Projektteam entwickelte die Konzeption für die Werkschau, wonach die Themen der einzelnen Beiträge als Teile eines ganzheitlichen Raumerlebnisses begreifbar sind. So soll die Atmosphäre des Spinnsaales neu erlebbar gemacht werden, wie Christa Maria Kirch vom fKK-Sprecherteam sagt.

Das ist für Besucherinnen und Besucher der „SpielRäume“ auf vielfältige Weise möglich. Künstlerinnen und Künstler aus den Bereichen Malerei, Bildhauerei, Fotografie, Konzept- und darstellende Kunst hat das Thema inspiriert – überwiegend zu Rauminstallationen. Titel ihrer Beiträge wie „IRR(er)GANG“ (Anke Hochgartz), „Refugium für Zwischenwesen“ (Ute Ida Fischer), „ZwischenTräume“ (Klaus Cordes) oder auch „TrauerRaum – LebensRaum“ (Petra Grunden-Böing) verheißen Spannung. Unter anderem wird auch an die Textilgeschichte vor Ort angeknüpft – vielfach hinsichtlich des Materialeinsatzes, aber auch thematisch, wie etwa durch die Niederländerin Thea Zweerink, die in ihrem Beitrag mit einem Bild früherer Herding-Mitarbeiterinnen den Ausstellungstitel aufgreift.

Die Ausstellung „SpielRäume“ wird am Donnerstag, 22. Juni, um 18 Uhr im Spinnsaal (Obergeschoss) des früheren Herding-Gebäudes an der Industriestraße 1 in Bocholt eröffnet. An den folgenden Tagen ist sie wie folgt zu sehen: Freitag, 23. Juni, 15 bis 19 Uhr, Samstag und Sonntag, 24. und 25. Juni, jeweils von 11 bis 18 Uhr. Der Eintritt ist frei.

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