CDU sucht den „Kick“ für Bocholt

Für Lukas J. Kwiatkowski ist Bocholt derzeit „ziellos aufgestellt“. „Es sind viele Ideen in Umlauf, aber irgendwie fehlt die Story“, meint der Vorsitzende des CDU-Stadtverbandes Bocholt. Grund genug für den örtlichen Parteivorstand, eine Trendwerkstatt ins Leben zu rufen. Der Workshop am 9. April ab 18 Uhr in der Westfälischen Hochschule soll Initialzündung für eine breite Diskussion und anhaltende Mitarbeit der Bürger in diversen Themenforen sein. „Wir hoffen, dass darauf so eine Art Kick entsteht“, erklärt Kwiatkowski.

Vor der Lösungssuche steht allerdings erst einmal die Analyse. Dazu hat die Union den Zukunftsforscher Andreas Steinle eingeladen. Er soll nach einem ersten Impulsvortrag von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn die derzeitigen und kommenden Megatrends vorstellen. „Wir müssen wissen wohin die Reise geht. Daraus lassen sich dann Maßnahmen ableiten“, so Lukas J. Kwiatkowski.

Beispiel Klimawandel: Wenn es künftig immer heißer werde in Deutschland, könne es wichtig sein, über mehr schattige Plätze in der Innenstadt nachzudenken. Ebenso zielführend könne eine Änderung im lokalen Bildungsangebot sein. „Es gibt Studien, die besagen, dass der ländliche Raum stirbt, weil er vor allem den jungen Frauen kein passendes Studienplatzangebot machen kann“, berichtet der Unionsvorsitzende. Weitere Schwerpunktthemen sind (E-)Mobilität, Digitalisierung, Gesundheit und Integration.

Ein großes Manko der Lokalpolitik sieht Kwiatkowski in der mangelnden Beteiligung der Bürger. Wenn Ideen und Pläne frühzeitiger veröffentlicht und breiter diskutiert würden, könne das neudeutsch „Schwarmwissen“ genannte Potenzial der Massen durchaus zu weitaus besseren Ergebnissen führen, so die Idee der Union.

Die Trendwerkstatt beginnt um 18 Uhr. 250 Interessenten können teilnehmen. „Bislang sind 75 Plätze bereits vergeben“, erläutert CDU-Pressereferent Jannick Behrens. Mehr unter www.trendwerkstatt-bocholt.de

Foto: Jannick Behrens (l.) und Lukas J. Kwiatkowski suchen Bausteine für die Zukunft Bocholts.

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1 Kommentar auf "CDU sucht den „Kick“ für Bocholt"

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UP Peaceman
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Wie soll bei so einer Terminierung der “normale Bürger” einbezogen werden? Da haben nur Rentner, Lobbyisten und Berufspolitiker Zeit. Der “normale Bürger” muss dann (noch) arbeiten.