Absage vom Land: Keine zentrale Flüchtlingseinrichtung im ehemaligen Yupidu / Folgenutzung bis 2022 unklar

Bocholt (PID). Das Land NRW wird in Bocholt keine zentrale Flüchtlingseinrichtung – eine sog. Zentrale Unterbringungseinrichtung (ZUE) – betreiben. Das steht seit gestern fest. Das Ministerium für Kinder, Familie, Flüchtlinge und Integration erteilte der Stadt auf deren Nachfrage hin jetzt schriftlich eine Absage. Eine Folgenutzung des durch die städtische Tochter EWIBO bis zum 2022 angemieteten Gebäudes ist zurzeit offen. Wird kein Mieter oder keine Folgenutzung gefunden, könnte die Stadt auf satten Verlusten sitzenbleiben

Ludger Triphaus, Bocholts Kämmerer und Sozialdezernent, äußert sich zur Entscheidung des Landes: „Nach einer Wartefrist von über sechs Wochen ist nun endlich die Antwort eingetroffen, die leider nicht so ausgefallen ist, wie ich mir das erhofft hatte. Mit der negativen Entscheidung durch das Ministerium sind unser finanzielles und personelles Engagement meines Erachtens nicht sachgerecht behandelt worden. Ich bedauere auch, dass das Ministerium bei seiner Entscheidung nicht den Mut hat, quer zu denken, sondern sich auf klassisches Verwaltungsdenken zurückzieht, statt mit Bocholt vielleicht ein Pilotprojekt zu probieren.“ Das Schreiben des Ministeriums sei „großartig formuliert, aber inhaltsleer“, kritisiert Triphaus.

Im Laufe der Flüchtlingskrise 2015/16 habe sich Bocholt „sehr stark engagiert und mit verschiedenen Akteuren Strukturen entwickelt, die auf Nachhaltigkeit ausgerichtet waren“, so der Kämmerer. Um diese funktionierenden Strukturen auch nach Abflachen der Flüchtlingswelle aufrecht zu erhalten, hatte die Stadt Bocholt dem Land vorgeschlagen, an der Werther Straße eine ZUE (des Landes) einzurichten und dazu auch konzeptionelle Unterstützung in Aussicht gestellt. Auf das Angebot der Stadt, das „Bocholter Projekt“ bei einem Ortstermin vorzustellen und zu besprechen, ist das Ministerium nicht näher eingegangen.

Stattdessen gab es jetzt die Absage aus Düsseldorf. Begründung: „Die Umsetzung der vorgelegten Planungen würde nach dem Ergebnis der Prüfung große Investitionen erfordern. Zudem wäre ein zukünftiger Betrieb mit hohen laufenden Kosten verbunden. Ein wirtschaftlicher Betrieb wäre voraussichtlich nicht möglich“, heißt es im Schreiben des Ministeriums. Außerdem sei das Land NRW gerade dabei, „ein flexibles und regional ausgewogenes „Regel“-System für die Unterbringung und Versorgung der Flüchtlinge“ auszubauen. „Das Land lehnt ab, ohne Konzept und Kosten näher zu kennen“, wundert sich Triphaus.

107 Kommentare
  1. Mi Na
    Mi Na sagte:

    Das ist doch durch geplant.

    Wärend der Sanierung des denkmalgeschützten Rathauses werden die Büros da untergebracht.

    Und eine Fest Halle für das gesperrte Brauhaus ist auch gefunden, scheitert aber an der Schrank genehmigung der Stadt

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  2. Andre Nalin
    Andre Nalin sagte:

    Genauso wie vor der Flüchtlingskrise…

    Oder richtet doch einfach Zimmer für andere Notleidende ein,wie Obdachlose.

    Ein Studentenwohnheim mit erschwinglichen Zimmerpreisen wäre auch nicht zu verachten,da die Zahl der Hochschulbesucher steigt und der Wohnungsmangel immens ist.

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  3. Johanna Schmeinck
    Johanna Schmeinck sagte:

    Ja, nen neuen Spielspaß/ Indoor für Kinder.

    Ich finde es gibt so gut wie gar nix mehr für die Kinder.

    Auch oben in den Arkaden gab es mal für Kinder eine tolle Spielmöglichkeit.

    Es gibt Spielplätze ja, aber ein Indoor fehlt wirklich

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  4. Karl-Heinz Kaling
    Karl-Heinz Kaling sagte:

    Tja, die „gute“ Ewibo und damit Stzadt Bocholt = da habt ihr euch aber gewaltig verzockt: 50 Monate Miete zahlen für Nichts und wieder Niohts . Es ist schon sehr einfach das Steuergeld der Bürger ohne Konsequenzen zu verzocken. Vor allem wenn man diese Bürger nach Belieben melken kann – siehe Grundsteuer und Gewerbesteuer! Wo bleibt der Rücktritt der Verantwortlichen?

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    • Jacqueline Fischer
      Jacqueline Fischer sagte:

      Die Jugendtreffs werden hier leider eins nach dem anderen zu gemacht. Bocholt investiert leider nicht viel in offene Kinder- und Jugendarbeit. Erst kürzlich hat das Ewaldi geschlossen. Ich mache grade mein Praktikum im Cafe Karton. Dort bangen wir auch denn wir sind halt von der Politik abhängig 😥

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      • Wolf
        Wolf sagte:

        Für die, die herkommen wird alles getan. Egal was es kostet. Der Rest ist nur alle 4 Jahre wichtig und da machen die auch noch ihr Kreuz an der falschen stelle.

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  5. Christina Nienhaus
    Christina Nienhaus sagte:

    Ich bin auf jeden Fall dafür das man was für Kinder machen sollte !!! Hier im Bocholt gibt es kaum was !!! Vor allem bei kalten oder regnerischen Tagen !!! Im Ruhrgebiet oder in den Niederlande gibt es genug Beschäftigung für Kinder !!! Aber in Bocholt muss auf dem Gebiet echt noch ne Menge getan werden !!!

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  6. Christian Hake
    Christian Hake sagte:

    Man könnte dort das Geld zwischenlagern, was regelmäßig zum Fenster geworfen wird 🤔 dat sind mir alles Spezialisten 😂 Da kann ich mich nicht mehr aufregen, sondern nur noch laut lachen 😂

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  7. Ramona Wolf
    Ramona Wolf sagte:

    Wie wäre es mal wenn die Stadt da ein Indoor Spielplatz platziert und dieses auch vom Steuerzahler unterhalten wird🤔🤗

    Oder ist dies aus irgendwelchen Gründen auch immer mal wieder nicht machbar, weil zu teuer? 😂

    Macht doch mal was für die Kinder anstatt hier hunderte Hütten anzumieten und leer stehen zu lassen, lachhaft…

    Mal was sinnvolles wäre angebrachter, für die die gemolken werden…

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  8. Heike Dorn
    Heike Dorn sagte:

    Die Stadt soll sich bitte mal ernsthaft Gedanken um Die Kinder und Jugendlichen machen!Auf jeden Fall soll da was entsprechendes für die Kids rein!Wird viel zu wenig getan in Bocholt 😔

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  9. Nicole Reinholt
    Nicole Reinholt sagte:

    Ich bin auch für eine Obdachlosenunterkunft! Der Winter steht vor der Tür und es gibt überall nicht genutzte ehemalige Flüchtlingsunterkünfte. Warum sollen da nicht Menschen rein die es wirklich brauchen?

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  10. Jacqueline Fischer
    Jacqueline Fischer sagte:

    Ich finde es sollte was für Jugendliche gemacht werden.

    Wo würdet ihr wenn ihr zwischen 14 und 20 Jahren seid schon gern hin in Bocholt? .. Wenn man nicht grade ein Vermögen ausgeben will, bleibt da nicht viel.

    Wie wäre es mit einem Ort zum Sprayen, oder mit einer Bubble Ball Halle, einer Halle für ein !!!gemeinsames!!! Zocken auf einen großen Leinwand, Simulatoren wie es sie mal in Ahaus gab (Tobit?), eine Erlebnispädagogische Einrichtung… Ideen über Ideen 🙂

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  11. Thorsten Duhme
    Thorsten Duhme sagte:

    verschiedene Freizeitangebote unter einem Dach für verschiedene Altersklassen.

    Ich verstehe nicht wieso so viele das ehemalige Yupidu für Obdachlose verwenden wollen. Ja es gibt ein paar in Bocholt. Ein Onkel von mir gehörte mal dazu. Aber jetzt seid mal ehrlich. Dafür gibt es auch in Bocholt kleinere mögliche Unterkünfte, die man verwenden könnte. Ich bezweifele auch, dass eine so große Massenunterkunft von denen angenommen wird. Die Halle wäre viel zu groß.

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