Wasser- und Bodenverbände des Kreises Borken tagten in Alstätte

Kreis Borken / Ahaus. Zur Jahrestagung der Wasser- und Bodenverbände des Kreises Borken haben sich über 50 Vertreterinnen und Vertreter der Verbände an der Haarmühle in Ahaus-Alstätte getroffen. Sie sowie Repräsentanten der kreisangrenzenden Verbände und niederländischen Waterschappen folgten der Einladung des Fachbereichs Natur und Umwelt des Kreises Borken, um sich über aktuelle Gewässerthemen und Entwicklungen zu informieren und auszutauschen. Nach Vorträgen und Diskussionen stand eine Exkursion entlang der Ahauser Aa auf dem Programm.
Eröffnet wurde die Veranstaltung von Roland Schulte und Kordula Blickmann vom Fachbereich Natur und Umwelt, die in den Grußworten auch die personellen Wechsel im Fachbereich und damit die Funktionen der Ansprechpartner im Kreishaus erläuterten. Anschließend hielt Günter Heinrichsmeier, Hauptdezernent für Wasserwirtschaft bei der Bezirksregierung in Münster, einen Vortrag über das neue Landeswassergesetz und die Auswirkungen für die wasserwirtschaftlichen Strukturen und Aufgaben wie Gewässerunterhaltung und -ausbau. Hieran knüpfte Friedel Wielers von der Unteren Wasserbehörde an und konkretisierte das Thema an Beispielen und möglichen Entwicklungen für das Kreisgebiet. Nach angeregter Diskussion sowie der Ankündigung weiterer Gespräche berichtete der Abteilungsleiter noch zur steigenden Nachfrage bezüglich der Bisam- und Nutriafangschulungen durch den Kreis.
Carsten Bohn von der Arbeitsgemeinschaft Wasser- und Bodenverbände Westfalen-Lippe präsentierte bildreich den Fortschritt bei der Umsetzung von Projekten der Wasserrahmenrichtlinie durch die Verbände im vergangenen Jahr sowie Pläne für das laufende Jahr. Tobias Heisterkamp aus dem Fachbereich Natur und Umwelt des Kreises schlug den Bogen zum Thema Hochwasser, indem er die Ereignisse des vergangenen Jahres noch einmal Revue passieren lies. Die nötigen Schlussfolgerungen für einen optimierten Hochwasserschutz wurden dann am Beispiel des Ahauser Hochwasserschutzkonzeptes konkretisiert. Richard Bömer, Tiefbauamtsleiter der Stadt Ahaus, erläuterte den aktuellen Stand der Planung und diskutierte die Vorteile für die Bevölkerung und die Ökologie, griff aber auch die Thematik der Einbindung aller Beteiligten sowie zukünftige Unterhaltungsfragen auf.
Im Anschluss besichtigten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer bei einer Exkursion das neue Regenrückhaltebecken in Alstätte sowie die angrenzende Renaturierung der Ahauser Aa. Martin Köning, projektbegleitender Mitarbeiter der Stadt Ahaus, stellte die Vorteile des Projektes für den Hochwasserschutz wie die Umwelt vor. Im Anschluss daran ging es im Bus „flussabwärts“ über die Grenze, ab der die Ahauser Aa dann Buurser Beek genannt wird. Hier präsentierten Bram Zandstra und Benjan Weener von der Waterschap Rijn en IJssel an Projekten, wie Renaturierungen in der Niederlanden umgesetzt werden und zugleich der Tourismus mit diesen Maßnahmen gefördert werden kann. So endete die Veranstaltung an der Wassermühle in Haaksbergen.

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