Concert Royal Köln präsentiert bislang „unerhörte“ Klänge im Fürstensaal

Concert Royal Köln präsentiert bislang „unerhörte“ Klänge im Fürstensaal
Regio

Kreis Borken/Ahaus. Die Ahauser Schlosskonzerte wollen besondere Live-Erlebnisse bieten: Bei den insgesamt sechs Kammermusikkonzerten dieser Saison bekommen die Gäste sowohl Vertrautes – Streicher und Bläser – als auch eher unbekannte Stücke oder außergewöhnliche Instrumente zu hören. Eine Überraschung im Gepäck haben nun am Sonntag, 9. Dezember, auch die sieben Musikerinnen und Musiker von Concert Royal Köln: Das Spezialistenensemble bringt neben Streich- und Blasinstrumenten auch eine Orgel (ein Orgelpositiv) mit. “Dies ist eine bislang ‚unerhörte‘ Klangfarbe im Fürstensaal”, weiß Norbert van der Linde, künstlerischer Leiter der Reihe. Spielen wird das Ensemble unter anderem Werke von Johann Sebastian Bach, Johann Georg Linike und Georg Philipp Telemann.
Concert Royal Köln wurde 1987 von der Oboistin und Cembalistin Karla Schröter gegründet. Das Ensemble widmet sich mit barocken und klassischen Instrumenten besonders Werken von unbekannteren Komponisten des 18. Jahrhunderts. Der Echo-Klassik-Preisträger 2015 war bereits Gast unter anderem im Markgräflichen Opernhaus Bayreuth sowie auf dem Deutschen Mozartfest Chemnitz und dem Festival Mitte Europa.
Karla Schröter, die Leiterin des Ensembles, studierte zunächst Orgel und Cembalo in Amsterdam, Freiburg und Stuttgart. Danach legte sie ihren Schwerpunkt auf historische Oboen-Instrumente. Mit ihrem Ensemble führt sie eine umfangreiche Konzerttätigkeit in Kammermusik- und Orchesterformationen in ganz Deutschland und dem europäischen Ausland durch.
Der Barockoboen-Spieler Ulrich Ehret erhielt seine musikalische Ausbildung an der Musikhochschule Freiburg. Er spielte bereits zahlreiche CD-Produktionen und Rundfunkaufnahmen ein. Durch die intensive Beschäftigung mit der Spielpraxis von historischen Oboen begann er vor einigen Jahren, diese auch selbst zu bauen.
Gábor Hegyi absolvierte sein Trompetenstudium in Budapest. Er hatte bis jetzt schon zahlreiche solistische und kammermusikalische Auftritte unter anderem in Argentinien, Frankreich und Tunesien.
Michael Hochreither wurde in Berlin geboren. Während seines Studiums an der Nordwestdeutschen Musikakademie Detmold war er Mitglied des Detmolder Kammerorchesters und wurde anschließend bei der Thüringen – Philharmonie Suhl stellvertretender Solocellist. Neben der Orchestertätigkeit widmet er sich ausgiebig der Kammermusik in diversen Ensembles und Besetzungen.
Der Orgelspieler Willi Kronenberg gewann bereits zahlreiche erste Preise bei internationalen Wettbewerben. Neben seinem solistischen Spiel hat er auch großes Interesse an der Kammermusik. Konzertreisen führten ihn in zahlreiche Länder Europas sowie nach Nord- und Südamerika. Mit Concert Royal Köln hat er inzwischen weit über 100 Konzerte an historischen Orgeln des 17. bis 19. Jahrhunderts gespielt.
Die aus Kalifornien stammende Geigerin Christine Moran lebt seit über zwanzig Jahren in Köln. Sie tritt regelmäßig mit unterschiedlichen Ensembles auf. Zudem unterrichtet sie an der Internationalen Friedensschule in Köln-Widdersdorf.
Filine Pecht studierte Flöte an der Musikhochschule Köln und der Folkwanghochschule Essen. Anschließend absolvierte sie ein Studium der historischen Interpretationspraxis mit dem Schwerpunkt historischer Querflöten an der Hochschule für Musik Frankfurt am Main. Filine Precht konzertiert mit modernen und historischen Flöten in verschiedenen kammermusikalischen Besetzungen.
Norbert van der Linde freut sich sehr auf das Dezemberkonzert von Concert Royal Köln: “Das Ensemble kombiniert die oftmals zu Unrecht vergessene Musik etwa eines Johann Georg Linike geschickt mit Werken von Komponisten, die – nicht ganz zu Unrecht – als die Großen ihrer Zeit in die Musikgeschichte eingegangen sind: Johann Sebastian Bach, Georg Philipp Telemann und Antonio Vivaldi.” Karla Schröter beschreibt ihr Konzertprogramm, das unter dem Thema “Bläsermusik an deutschen Fürstenhöfen” steht, so: “Es ist sehr farbig und auch in der Besetzung sehr abwechslungsreich.”
Das Konzert beginnt um 19.30 Uhr. Einzelkarten in der Kategorie II kosten für Erwachsene 15 Euro. Schüler und Studenten zahlen die Hälfte. Karten für die erste Kategorie sind bereits vergriffen. Vorbestellungen nimmt die Kulturabteilung des Kreises Borken im kult Westmünsterland per E-Mail an t.wigger@kreis-borken.de entgegen sowie bis Freitag, 7. Dezember, unter Tel. 02564/98 99 111 und am Wochenende unter Tel. 0170/4415185. Es gibt zudem eine Abendkasse.
Das komplette Programm der Reihe liegt beim Kreis Borken und der Stadt Ahaus sowie in den Touristikbüros im Raum Ahaus und den dortigen Filialen der Sparkasse Westmünsterland aus. Auf Wunsch können die Programmhefte auch zugeschickt werden. Weitere Informationen zu den Schlosskonzerten Ahaus gibt es im Internet unter www.tourismus-kreis-borken.de/veranstaltungen.
Weitere Konzert-Termine für die Saison 2018/2019:
– 27. Januar 2019: Ebonit Saxophonquartett
– 24. Februar 2019: Orion Streichtrio
– 24. März 2019: Gewandhaus Brass Quintett