„FIT in Deutsch“ – Spaß und Lernen im TextilWerk

Kooperationsveranstaltung der JUNGE UNI in Bocholt und der Hohe-Giethorst-Schule

Sie stammen aus der Türkei, aus Syrien, Portugal, Serbien, Bulgarien und Somalia. Sie sind zwischen 11 und 15 Jahre alt und haben eines gemeinsam – sie sind vor Kurzem nach Deutschland gezogen. In den Osterferien haben diese jungen Menschen die deutsche Alltagssprache gelernt – und nicht nur das: sie sammelten viele neue Eindrücke und trafen interessante Menschen.

Erstmalig führte die außerschulische Bildungseinrichtung JUNGE UNI in Bocholt (kurz JUBoh) in den Osterferien einen kostenfreien Kurs für zugewanderte Schülerinnen und Schüler durch. FIT in Deutsch steht für „FerienIntensivTraining“ und soll den Teilnehmenden spielerisch die deutsche Sprache in alltäglichen Situationen näherbringen.

„Als der kommunale Integrationszentrum (KI) des Kreises Borken uns im vergangenen Jahr diesbezüglich ansprach, waren wir direkt begeistert von dieser Idee“, sagt JUBoh-Leiterin Jennifer Engels und fährt fort: „Die dafür engagierten zwei Sprachlernbegleiterinnen haben ein buntes und abwechslungsreiches Programm erstellt, welches sowohl das Lernen als auch den Spaß in der Gruppe sinnvoll miteinander verbindet. Schließlich sollen die Schülerinnen und Schüler in ihren Ferien nicht noch zusätzlichen Lernstress haben.“

Die Kinder und Jugendliche dieses Projektes kamen in diesem Jahr von der Hohe-Giethorst-Hauptschule. Ein Team rund um Schulleiterin Beate Friedrich hat geeignete Schülerinnen und Schüler ausgewählt und die Sprachlernbegleiterinnen entwickelten und bereiteten die Unterrichtsinhalte vor.

Aufgabe der JUBoh war die Abwicklung sowie die Co-Finanzierung der vom Ministerium für Schule und Bildung geförderten Maßnahme. Dazu gehört die strukturelle Organisation wie die Bereitstellung der Räumlichkeiten, das Catering, die pädagogische Unterstützung der beiden Sprachlernbegleiterinnen sowie der regelmäßige Austausch mit allen Beteiligten. 

Täglich wechselndes Programm

Nach gemeinsam eingenommenen Mahlzeiten gab es täglich wechselnde Aktivitäten. Neben dem Besuch der Stadtbibliothek wurde den Teilnehmenden in dieser Zeit Einiges geboten, wie beispielsweise eine Stadtführung, bei der die Teilnehmenden ihre neue Heimat besser kennenlernen konnten und auch der Besuch einer Ausstellung im TextilWerk Bocholt. Dort eröffnete sich den jungen Menschen die einmalige Möglichkeit „mit Licht zu malen“, ganz außergewöhnliche Kunstwerke zu kreieren und gleichzeitig ganz spielerisch Präpositionen und Formen zu lernen. Ein abschließender Besuch der Anholter Schweiz war das Highlight und rundete das Angebot ab.

„Bei der Planung war es uns wichtig, dass die Schülerinnen und Schüler gerne zu uns kommen und gleichzeitig Bocholt von seiner schönsten Seite erleben und kennenlernen. Jeder Tag war klar strukturiert und Rituale, wie zum Beispiel ein Rückblick auf den vergangenen sowie ein Ausblick auf den folgenden Tag, boten den Teilnehmenden Sicherheit. Und wenn sie so ganz nebenbei auch noch ihre Deutschkenntnisse verbesserten, dann waren es gelungene Osterferien“, erklärten die beiden Sprachlernbegleiterinnen.

Ferienprojekt: Schülerinnen und Schüler „malen“ mit Licht

Stadt Bocholt

Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Ferienprogramms mit den Betreuerinnen und Organisatorinnen Katharina Bockting Klein Weegen, Danuzza Mendonca-Leuters, Beate Friedrich und Stefanie Middelkamp.

Die Schülerinnen und Schüler experimentieren mit Langzeitbelichtung

Stadt Bocholt

Die Schülerinnen und Schüler experimentierten im TextilWerk mit Langzeitbelichtung.

Die Schülerinnen und Schüler experimentieren mit Langzeitbelichtung

Stadt Bocholt

Die Schülerinnen und Schüler experimentierten im TextilWerk mit Langzeitbelichtung.

Quelle: Stadt Bocholt

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