August 13, 2022

Gemeinsam mit den Grundschulen für den Bienenschutz

Bocholt (PID). Was benötigen Biene Maja und Co. zum Überleben? Ist alles was gelb ist auch eine Biene? Diesen und weiteren Fragen sind die Schülerinnen und Schüler der Josefschule in Bocholt im Rahmen der Aktion „Bee Green“ auf den Grund gegangen.
Damit aus zarten Blüten einmal saftige Früchte werden, braucht es die Hilfe der Bienen. Für ein Drittel unserer Lebensmittel sind wir auf die Bestäubung von Insekten angewiesen, aber auch für die Artenvielfalt der Pflanzen sind sie unerlässlich. „Bienen sind in Mitteleuropa die wichtigsten Pflanzenbestäuber und tragen so erheblich zur Biodiversität, also der Vielfalt des Lebens, bei“, sagt Karolina Kowalik, Mitarbeiterin des Bocholter Umweltreferates.
Ein Beitrag für den Bienenschutz
Seit einigen Jahren komme es jedoch zum Rückgang der Wildbienen. Die Ursachen für das Bienensterben seien vielfältig und noch nicht vollständig geklärt. Als einen Beitrag zum Bienenschutz organisierte das Bocholter Umweltrefat jetzt das Projekt „Bee Green“ an den Bocholter Grundschulen. Unterstützt wird das Umweltreferat von Monika Ludwig, Vorsitzende des Bocholter Imkervereins. Die Josefgrundschule machte im Juli den Anfang, vier weitere Grundschulen haben ebenfalls an dem Projekt Interesse.
„Seed bombs“ für den Bienenschutz
Mit einer Wildbienennisthilfe und sogenannten „seed bombs“ konnten die Kinder im Rahmen der Offenen Ganztagsschule den Lebensraum der Bienen attraktiver gestalten. „Seed bombs“ sind kleine Bällchen aus Erde, Ton und einer bienenfreundlichen Saatgutmischung die auf die Erde geworfen werden. Durch den nächsten Regen werden sie aktiviert und fangen dann an zu keimen.
Außerdem stellte Kowalik gemeinsam mit den Kindern eine Nisthilfe her. Zuvor wurden die Schülerinnen und Schüler zunächst in das Leben der Bienen eingeführt. Insbesondere die Bedeutung der Wildbienen wurde den Kindern vermittelt. „Viele Wildbienen fliegen schon, wenn es den Honigbienen noch zu kalt oder zu nass ist“, erklärt Kowalik den Kindern.
Sie hofft, dass die Kinder der Josefschule die Erfahrungen mit nach Hause nehmen und die Familien dann mit gutem Vorbild vorangehen. „Jeder Einzelne kann durch die Schaffung von Nistplätzen und das Sähen von Wildpflanzen etwas für den Bienenschutz tun“, so Kowalik.

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