Projekt CROSSFIRE: Notfälle kennen keine Landesgrenzen

Bocholt (PID). Ist vielleicht künftig ein gemeinsam betriebener deutsch-niederländischer Feuerwehrstandort in der Grenzregion denkbar? Diese Frage untersucht seit dem 1. Januar 2018 das Projekt “CROSSFIRE: Machbarkeitsstudie grenzüberschreitender Feuerwehrstandort”. Nach einer Anlaufphase trafen sich jetzt die vier Projektpartner zu einem Kick-Off-Treffen und einem ersten Workshop bei der Feuerwehr Bocholt. Das teilt Bocholts Feuerwehrchef Thomas Deckers mit.

Auf deutscher Seite ist die Feuerwehr Bocholt beteiligt, auf niederländischer Seite machen die Wehren der Sicherheitsregionen Twente und Noorden Oost-Gelderland mit. Beraten werden die Sicherheitskräfte von der “antwortING Beratende Ingenieure PartGmbB”.

“Notfälle und Schadenslagen kennen keine Staats- und Landesgrenzen, weswegen die Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben (BOS) auf beiden Seiten einer solchen Grenze im Ernstfall effektiv und effizient zusammenarbeiten müssen”, sagt Thomas Deckers. Deswegen dürfe der Brandschutzbedarfsplan und die damit einhergehende Planung ebensowenig an Grenzen enden.

Die Feuerwehren im Bereich der deutsch-niederländischen Grenze arbeiten bereits seit vielen Jahren in dieser Art zusammen. Bisher halten die niederländischen und deutschen Feuerwehren Personal und Technik in eigenen Feuerwehrhäusern entlang der Grenze für den Einsatz bereit. Es ist das Ziel der Feuerwehren, jederzeit auf einen Brand oder ein Notfallereignis schnell und zielgerichtet reagieren zu können. Auf diese Weise gewährleisten die Feuerwehren Sicherheit in ihrem Einsatzgebiet und bei Bedarf auch darüber hinaus. Deckers: “Nicht nur angesichts des demographischen Wandels sehen sich viele Feuerwehren mit der Situation konfrontiert, dass Nachwuchsmangel zu Personalproblemen führen kann.”

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