Wehmut und Neugierde bei letztem BOH-Jazz im Herding-Gebäude

Wehmut und Neugierde bei letztem BOH-Jazz im Herding-Gebäude
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Bocholt (EUBOH). Wehmut und Neugierde kamen beim letzten Jazzkonzert in der sogenannten “UmbauBar” des alten Herding Gebäudes auf dem Bocholter Kubaai-Gelände auf. Am 3. Mai 2018 fand hier unter dem Motto „BOH-Jazz goes Europe“ das letzte Konzert mit dem Trio des Jazzgitarristen Christian-Hassenstein und dem irischen Tenorsaxophonisten Matt Halpin statt. Mehr als 80 Konzertbesucher genossen den musikalischen Hochgenuss, der im Rahmen der „1. Bocholter Europawochen“ stattfand.

“Wehmut, weil es das letzte Konzert in der Umbaubar war, und Neugierde, auf das, was danach kommen mag”, fasste die Leiterin des Fachbereichs Kultur und Bildung der Stadt Bocholt, Jule Wanders, die Gefühle der Besucher beim diesem BOH-Jazz zusammen. Die Umbaubar muss den bald beginnenden Bauarbeiten am Herding-Gebäude weichen. Dort sollen künftig die kulturellen und bildenden Einrichtungen der Stadt Bocholt ihr neues Zuhause finden.

Quartett begeistert Zuhörer

Der Klang dieses besonderen Quartetts wurde an diesem Abend besonders durch das Tenorsaxophon unterstrichen. “Es ähnelt der menschlichen Stimme”, so Wanders, “deshalb hört man es gerne.” Das Quartett, das sich an den energetisch höheren Niveaus des zeitgenössischen Jazz orientiert, spielte Originale – gemischt mit modernen Jazzstandards in der Tradition von Bands unter der Leitung des Organisten Larry Young oder des Trompeters Woody Shaw.

Schimmernde Akkorde und soulige Klänge

Angetrieben durch die mächtige B3-Hammondorgel, die Basslinien und schimmernden Akkorde in Kombination mit den souligen Klängen der E-Gitarre lieferte das Konzert eine Jazzkombination, die den Abend zu einem musikalischen Genuss machte. An der E-Gitarre spielte Christian Hassenberg. An der Hammondorgel saßen Clemens Ort und Silvio Morger am Schlagzeug.

Tenorsaxophonist Matt Halpin

Der irische Tenorsaxophonist Matt Halpin studierte klassisches Saxophon an der Royal Irish Academy of Music. Er lebt in Köln, wo er u.a. das Projekt “Last Chance Dance” mit David Helm und Fabian Arends verfolgt. Außerdem tritt er mit Riaz Khabirpour auf und gehört seit dem Jahr 2016 zum Quartett von Hendrika Entzian.