Winterswijk, Boruclo, Reken – Wolfssichtungen dies- und jenseits der Grenze

Aus den benachbarten Niederlanden und dem Kreis Borlen werden immer öfter Wolfssichtungen gemeldet. Das Tier tauchte laut eines Berichtes der Tageszeitung de Gelderlander am Montag sowohl in Zelhem als auch in Winterswijk auf. Ein Wolf wurde auch in Borculo gesehen. Auf dem Gebiet der Gemeinde Reken ist möglicherweise ebenfalls ein Wolf gesichtet worden. Meldungen darüber haben die örtliche Gemeindeverwaltung und den Kreis Borken erreicht. Die Informationen wurden an das Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz NRW (LANUV) weitergeleitet.

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Das LANUV hat die Zuständigkeit für das Wolfsmanagement und die Dokumentation von Wolfsmeldungen in NRW. Diese Meldungen werden dort geprüft und verifiziert. Die Gemeinde Reken und der Kreis Borken stehen im Austausch mit der Behörde, auch die örtliche Jägerschaft ist involviert.

Möglicherweise handelt es sich bei dem gesichteten Tier um einen Jungwolf. Jungwölfe verlassen bis spätestens zum Ende des zweiten Lebensjahres das elterliche Rudel und begeben sich auf die Suche nach einem freien Territorium und einem Partner. Dabei wandern sie teilweise mehrere hundert Kilometer weit.

Bei Hinweisen zum Wolf (Sichtung, Foto o. ä.) ist direkt das LANUV zu kontaktieren – entweder per Mail an wolf_nrw@lanuv.nrw.de oder telefonisch unter 02361/305-0 (werktags) sowie unter Tel.: 0201/714488 (Nachrichtenbereitschaftszentrale des LANUV; außerhalb der Geschäftszeiten und am Wochenende).

Nach den bundeseinheitlichen Kriterien für das Monitoring von Wölfen in Deutschland werden Beobachtungen ohne Bildbeleg oder mit unvollständigen Angaben zu Ort und Zeitpunkt allerdings als unbestätigte Hinweise erfasst.
Das zugrundeliegende Bildmaterial muss in der Qualität (Schärfe, Beleuchtung, Auflösung, Perspektive usw.) so gut sein, dass eine Unterscheidung zwischen Wölfen und wolfsähnlichen Hunden zuverlässig möglich ist.
Folgende Empfehlungen gibt das LANUV für den Fall einer Begegnung mit einem Wolf:

„Auch in einem Gebiet, in dem Wölfe ihr Revier haben, ist es äußerst unwahrscheinlich, dass Sie einen Wolf zu Gesicht bekommen. Wölfe meiden die Nähe des Menschen. Vor allem bei jungen und unerfahrenen Wölfen kann es aber vorkommen, dass die Neugier stärker ist als die Furcht. Wenn Sie einem Wolf begegnen, sollten Sie sich auf diese Weise verhalten:

Nicht versuchen, sich dem Wolf zu nähern, ihn anzufassen oder zu füttern!
Nicht weglaufen, am besten stehen bleiben und abwarten, bis sich der Wolf zurückzieht.
Wenn man selbst den Abstand vergrößern will, langsam zurückziehen.
Man kann den Wolf auch vertreiben, indem man auf sich aufmerksam macht (laut ansprechen, in die Hände klatschen, mit den Armen winken).“

Weitere Informationen gibt es auf der Internetseite des LANUV unter wolf.nrw.

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