Stadtverwaltung: Bedarf an Baugrundstücken und (bezahlbaren) Wohnungen in Bocholt nach wie vor groß

 

In Bocholt gibt es nach wie vor vor einen großen Bedarf an Baugrundstücken und Wohnungen. Davon ist die Stadtverwaltung überzeugt. Noch stünden auf der städtischen Warteliste mehr als 1200 Menschen, erklärte Nicole Johann im Ausschau für Planung und Bau. Zuletzt seien auf 54 Grundstücke eines neuen Baugebietes über 300 Bewerbe gekommen. Damit reagierte die Verwaltung auf eine Anfrage der CDU-Fraktion. Die war durch eine Baubedarfsanalyse des IW Köln für den Zeitraum 2011 bis 2015 aufgeschreckt worden, nach der der Baubedarf für den Kreis Borken zu 143% gedeckt sein soll.

Groß sei nach wie vor die Nachfrage nach Wohnungen, die mit Mitteln der sozialen Wohnraumförderung erstellt werden, hieß es weiter. Grund genug für die Freien Grünen, die Linken, die SPD und die Stadtpartei zu beantragen, dass im Gebiet „Weberinsel“ (ehemaliges Messing-Gelände) der soziale Wohnungsbau durch eine Festsetzung im Bebauungsplan festgeschrieben wird. Die drei Fraktionen sprachen sich dafür aus, dass bei der Errichtung von Gebäuden auf mindestens 10 Prozent Bruttogeschossfläche Wohnungen erstellt werden, die mit Mitteln der sozialen Wohnraumförderung errichtet werden könnten. Dazu Frank Büning: „Wir sollten als Politik ein Zeichen setzen, um der Mietpreisentwicklung entgegenzuwirken.“

Stadtplanerin Andrea Döring riet ab. Man könne,Investoren nicht einfach so vorschreiben, was sie bauen sollten. „Ich würde das nicht einfordern wollen“, so Döring. Die Verwaltung setzt vielmehr auf einen freiwillige Vereinbarung, die der Grundstückseigentümer bereits angeboten hat, in der allerdings nur von 10 entsprechenden Wohnungen die Rede ist. Nun soll sich der Rat mit der Sache befassen.

Hinsichtlich der Mietpreisentwicklung setzt die Verwaltung derweil auf die Erstellung eines so genannten Mietspiegels für Bocholt. Sobald der im kommenden Herbst fertig ist, können Mieten nur noch im Rahmen der gesetzlichen Bestimmungen erhöht werden.

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