Bau des Nordringes ist nicht verantwortbar

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Das Leitbild der „autogerechten Stadt“, das in den ersten Dekaden der Nachkriegszeit städtebauliches Ideal war, stellte das Auto in den Mittelpunkt eines erstrebenswerten Mobilitätsmodells. Die Planung des Nordrings fällt genau in diese Zeit. Dieser Ansatz hat sich in den vergangenen Jahrzehnten überlebt. Ein Grund dafür sind veränderte Wertvorstellungen. So wünschen sich beispielsweise 82 Prozent der Bevölkerung, in Städten und Gemeinden zu leben, in denen man nicht auf ein eigenes Auto angewiesen ist (Umfrage UBA). BÜNDNIS 90 / DIE GRÜNEN sind dagegen, dass mit dem Bau der Spange Burloer-/Barloer Weg im Frühjahr 2020 unwiderrufliche Fakten für den weiteren Ausbau des Nordrings geschaffen werden. Für dieses kurze Straßenstück sind Kosten in Höhe von 2,9 Mio Euro geplant. Angesichts der lauter und dringender werdenden Warnungen der Wissenschaftler vor den Folgen des Klimawandels, ist der Bau neuer Straßen ein fatales Signal. Die Bocholter Grünen setzen sich für den Erhalt der über Jahrzehnte entstandenen „Grüne Lunge“ im Bocholter Norden ein. Dieser Grüngürtel steigert die Lebensqualität der Bocholter*innen. Die Bocholter GRÜNEN fordern alle Beteiligten auf, angesichts der Klimakrise und dem damit einhergehenden Artensterben eine mutige und zukunftsfähige Verkehrspolitik zu beginnen. Ein Bau des Nordrings ist den nächsten Generationen gegenüber nicht verantwortbar.

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