Caritas entwickelt einfache Spazierhilfe für Senioren

Caritas entwickelt einfache Spazierhilfe für Senioren
all Corona

Der tägliche Spaziergang im Freien ist gesund und besonders für ältere Menschen auch in Zeiten von Corona weiter wichtig und möglich. „Denn Bewegung an der frischen Luft stärkt nicht nur das Immunsystem, sie hält den Körper fit und wirkt sich vor allem auch positiv auf das seelische Befinden aus. Tägliche Spaziergänge heben die Stimmung und trübe Gedanken verschwinden“, weiß Inge Bihn, Seniorenberaterin der Caritas. Aber in diesen Zeiten bleiben viele Senioren drinnen. „Die Verunsicherung ist groß. Allein durch das Alter zählen sie zur Risikogruppe. Was sie jetzt noch dürfen und was nicht, ist besonders für Senioren schwer herauszufinden. Also ziehen sich viele ganz zurück und verbringen ihre Zeit in den eigenen 4 Wänden.“, berichtet Inge Bihn aus zahlreichen Gesprächen mit Senioren. Bei den regelmäßigen Telefongesprächen werde deutlich, dass aufgrund der Kontaktbeschränkungen zunehmend Gefühle von Angst, Verunsicherung sowie Vereinsamung, insbesondere bei Alleinlebenden, zunehmen. Die Erfahrung zeigt auch, dass der telefonische Kontakt den persönlichen nicht ersetzen kann. Daher überlegten Inge Bihn und ihre Kolleginnen, wie sie Senioren wieder zu mehr Teilhabe verhelfen können.
Dabei sind Spaziergänge ja erlaubt, auch für Senioren. Lust machen auf Bewegung an der frischen Luft und vor Sicherheit geben wollen die Mitarbeiterinnen der Caritas daher jetzt mit ihrer Spazierhilfe. „Wir bleiben in Kontakt, aber halten den nötigen Abstand. So entwickeln alle ein Gefühl für die aktuell gebotene Distanz ohne sich weiter komplett zu isolieren.“, erklärt Inge Bihn. Dazu kommen Rohrisolierungen zum Einsatz. „Die liegen gut in der Hand und sind leicht.“, sagt Caritas Mitarbeiterin Heike Cura, die nach vielen Versuchen letztlich die optimale Spazierhilfe gefunden hat. Mit Sockenstulpen an den Seiten sorgen sie für die nötige Hygiene. Diese werden einfach nach dem Spaziergang gewaschen. Gut sichtbar sind die Spaziergänger damit auch – denn die ersten Testläufe haben viel Aufmerksamkeit erregt.

„Es war so schön, wieder mit Heike unterwegs zu sein. Die Spaziergänge sind wie ein kleiner Lichtblick im Corona-Alltag“, freut sich Maria Norff. Sie beobachte, dass viele ihrer Bekannten Angst hätten, vor die Tür zu gehen. Wenn, dann gingen sie höchstens mal allein spazieren. Die Spazierhilfe findet Maria Norff eine tolle Sache. Sie will sie ab jetzt so oft es geht nutzen und freut sich über das Spazierangebot der Caritas.

Das Konzept der begleiteten Spaziergänge mit Sicherheitsabstand hat Inge Bihn im Vorfeld mit dem Gesundheitsamt abgestimmt. Auch dort stößt die Idee auf Zustimmung. „Der Mensch ist ein soziales Wesen und hat Bedürfnisse nach Kontakt. Das muss auch für Senioren in Corona-Zeiten Ziel unser Arbeit sein.“, sagt Bihn.

Inge Bihn startet nun mit ihrem Team der Seniorenbegleiter und bietet wieder begleitete Spaziergänge für Senioren an. „Wir freuen uns aber auch über alle, die Lust haben, Spaziergänge sicher zu begleiten“, ruft Inge Bihn Interessierte auf, sich ehrenamtlich zu engagieren.

Interessierte können sich melden bei

Inge Bihn inge.bihn@caritas-bocholt.de <mailto:inge.bihn@caritas-bocholt.de>, 02871 2513 1203 und

Sandra Wölker sandra.woelker@caritas-bocholt.de <mailto:sandra.woelker@caritas-bocholt.de>, 02871 2513 1205

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