KOMMENTAR: FLockdown – und schuld ist NICHT die Stadt!

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Von BERTHOLD BLESENKEMPER

Bocholt im Wetterchaos. Nichts geht mehr. Keine Zeitung, keine Müllabfuhr, keine Pizza, keine Busse – Flockdown parallel zum Lockdown. Und wer ist schuld? Die Stadt natürlich! Aber so einfach geht es nicht. Natürlich könnte man doppelt so viele Schneepflüge oder -Fräsen anschaffen und dreimal so viele Personal einstellen. Aber was macht damit in den zehn anderen, völlig schneelosen Wintern? Und vor allem: Wer bezahlt das? Und wohin soll der ganze Schnee überhaupt geschoben werden. Die meisten Straßen – vor allem die kleinen – sind derartig zugeparkt, dass gar kein Platz für die ganzen Schneemassen mehr ist.

Und seien wir doch mal ehrlich. Wir selbst bereiten uns auf so etwas auch nicht gebührend vor, selbst wenn der Wetterdienst noch so viel warnt. Warum sonst, sind die Internetforen momentan voll mit Fragen, wo man denn jetzt noch schnell Schneeketten, -schieber oder Auftausalz herbekommt. Gut, dass wenigstens die Profis von der Feuerwehr bestens präpariert sind.

Natürlich trifft es manche auch hart. Diejenigen zum Beispiel, die auf einen Pflegedienst warten, der (auch) nicht kommen kann. Oder die, die mit dem Hinterradantrieb-Auto nicht mehr vom Hof und (weil der Bus nicht fährt) auch nicht zur Arbeit kommen. Aber Wetter ist nun mal Wetter. Und am dem trägt nun mal niemand die Schuld. Folglich macht es auch keinen Sinn auf die zu schimpfen, die sich derzeit Tag und Nacht darum kümmern, dass es besser wird.

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