Oktober 21, 2021

MINT-Studium eröffnet beste Chancen

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Natürliche Ressourcen schützen – kaum ein Begriff hat sich in den letzten Jahren so stark entwickelt wie der Begriff „Nachhaltigkeit“. In ihrem Master-Studium Biological Resources an der Hochschule Rhein Waal, Campus Kleve, beschäftigt sich Ruth Minor mit genau diesem Thema. Die Stipendiatin des Unternehmerverbandes untersucht unter anderem, welche Auswirkungen Grubenwasser, das in die Flüsse der Umgebung eingeleitet wird, auf die Tierwelt hat. „Wir brauchen mehr Frauen, die sich für ein Studium im MINT-Bereich, also Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik, entscheiden“, lobt Martin Jonetzko, stellvertretender Hauptgeschäftsführer des Unternehmerverbandes und stellt fest: „Frauen sind immer noch eine Minderheit in technischen Berufen.“ Generell fänden die Unternehmen kaum MINT-Fachkräfte auf dem Arbeitsmarkt – der Nachwuchs fehlt. „Mit der Vergabe der Stipendien wollen wir unter anderem erreichen, dass die Fachkräfte in unserer Region bleiben“, so Jonetzko.

Ruth Minor ist eine von insgesamt sieben Stipendiatinnen und Stipendiaten, die der Unternehmerverband fördert. Ihr Werdegang unterscheidet sich deutlich von dem anderer Studenten: 2012 entschied sich die heute 51-Jährige, noch einmal ganz neu anzufangen. Ihr Berufsleben begann mit einer Ausbildung zur Tischlerin, zwölf Jahre lang arbeitete sie in einem Baustoffhandel. Nach der Geburt ihrer drei Kinder begann sie nebenbei Gesundheitskurse zu geben und Themenabende zu organisieren. „Mir fehlte die anerkannte Ausbildung, das machte alles kompliziert“, erinnert sich Minor, die mit ihrer Familie in Kalkar lebt.

Doch in dieser Zeit erwachte ihre Freude an den Naturwissenschaften und sie wollte diesen Weg unbedingt weiter gehen. „Mit meinem Schulabschluss der Mittleren Reife war der Weg an die Hochschule nicht ganz leicht“, erzählt sie. 2012 schrieb sie sich zunächst als Gasthörerin ein und musste eine Zugangsprüfung bestehen, bevor sie 2014 ihr Studium aufnehmen konnte. Ihren Bachelor absolvierte sie dann in der Regelstudienzeit mit der Note 1. Doch es warten immer neue Herausforderungen auf die engagierte Studentin: Beispielsweise, dass der Masterstudiengang komplett in englischer Sprache ist. „Ich habe in der Schule Englisch gelernt, aber das ist lange her“, schmunzelt sie. Mit viel Fleiß meisterte sie auch diese Hürde und blickt zuversichtlich in die Zukunft: „Mir fehlt nur noch ein Modul. Dann schreibe ich meine Masterarbeit und bin hoffentlich Ende des Jahres mit dem Studium fertig.“

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Im Anschluss an ihr Studium kann sie sich sehr gut vorstellen, weiter an der Hochschule zu arbeiten. Doch auch ein Job in anderen Bereichen ist nicht ausgeschlossen. „Die Chancen für ältere Arbeitskräfte sind heutzutage viel besser als früher“, freut sich Minor. Martin Jonetzko gibt ihr Recht: „Als Absolventin eines naturwissenschaftlichen Studiums stehen Frau Minor alle Türen offen.“

Weitere sechs Stipendiaten des Unternehmerverbandes studieren an der Hochschule Ruhr West (Standort Mülheim), an der Hochschule Rhein Waal (Kamp-Lintfort), an der Westfälischen Hochschule (Standort Bocholt) und der Universität Duisburg-Essen. Der Arbeitgeberverband vertritt Unternehmen von Duisburg über Mülheim und Oberhausen bis nach Wesel, Bocholt und Emmerich. Weitere Informationen unter www.unternehmerverband-metall-ruhr-niederrhein.org <www.unternehmerverband-metall-ruhr-niederrhein.org/>

Bildunterschrift:
Zu Besuch im HAUS DER UNTERNEHMER: Die Stipendiatin Ruth Minor entdeckte spät ihre Freude an Naturwissenschaften und ist jetzt eine Studentin mit Vorbildcharakter. Im HAUS DER UNTERNEHMER tauschte sie sich mit Martin Jonetzko, stellvertretender Hauptgeschäftsführer des Unternehmerverbandes, aus. (Foto: Unternehmerverband)

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